AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 17.05.2026 01:39 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/02f4183e-cba0-4eac-935d-38fbb83aaebf/

VgV Bauphysik - ZENTRALBEREICH GAISBACH, KÜNZELSAU

Notice-ID: 02f4183e-cba0-4eac-935d-38fbb83aaebf · Procedure-ID: f574ee2d-f693-475b-a73d-eacb97f48b1c

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Stammdaten

Auftraggeber
Künzelsau Stadtverwaltung, Künzelsau
Veröffentlicht
25.09.2024
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Die Stadt Künzelsau beabsichtigt die städtebauliche Neustrukturierung des Zentralbereichs Gaisbach. Dieser umfasst eine Grundstückfläche von 19.101 m². Hierzu hat die Stadt Künzelsau einen Realisierungswettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten durchgeführt. Das daran anschließende VgV-Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Im Wettbewerb soll dieser Bereich mit einer 3-zügigen Grundschule, einer 6-gruppigen Kindertagesstätte mit Familienzentrum, einer zentralen Mensa für maximal 200-250 Personen mit Jugendzentrum, einer Mehrzweckhalle, sowie Sportflächen und Flächen für den ruhenden Verkehr entwickelt werden. Das bestehende Schulgebäude befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und soll rückgebaut werden. Die bestehende Mehrzweckhalle soll erhalten werden. Die Halle weist ebenfalls bauliche Mängel auf. Hier haben erste Sanierungsmaßahmen für Besserung gesorgt. Die weiterhin bestehenden Mängel sollen jedoch im Rahmen der Neubebauung des Zentralbereichs saniert und das Gebäude damit erhalten werden. Die Sanierungsmaßnahmen sind nicht Bestandteil der VgV-Verfahren und sollen zu einem späteren Zeitpunkt separat ausgeschrieben werden. Die Realisierung der Neuen Sozialen Mitte Gaisbachs soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Der Planungsbeginn ist direkt nach Abschluss der Vergabeverfahren im März 2025 vorgesehen. 1.Bauabschnitt – Neubau Grundschule und Neubau Mensa mit Jugendzentrum inkl. deren Freianlagen. Ziel: Baubeginn für den 1. BA ist Anfang 2027, Fertigstellung 04/2029. In einem ersten Bauabschnitt soll ein Ersatzneubau für die Reinhold-Würth-Grundschule und die Mensa mit Jugendzentrum und deren Freianlagen geschaffen werden. Zeitgleich soll die bestehende Mehrzweckhalle saniert werden (nicht Bestandteil der VgV-Verfahren). Während der Bauzeit der neuen Grundschule soll die bestehende Grundschule weiterhin genutzt werden. Bis zur Erstellung dieses Neubaus ist allerdings der Weiterbetrieb unverzichtbar. Auch ist im Blick auf die steigenden Schülerzahlen Flächen für ein Grundschul-Interim mit max. 4 Klassenräumen erforderlich. Das Interimsgebäude ist nicht Bestandteil der VgV-Verfahren. 2.Bauabschnitt – Abbruch Grundschule, Neubau Kindertagesstätte mit Familienzentrum inkl. deren Freianlagen. Ziel: Baustart Kindertagesstätte mit Familienzentrum im Anschluss an Fertigstellung des 1. Bauabschnitts. Im zweiten Bauabschnitt soll eine 6-gruppige Kindertagesstätte mit Familienzentrum entwickelt werden. Der Abbruch ist auch Bestandteil der Verfahren (Projektsteuerung.) Die 2-3 geschossigen Gebäude sollen als Holz-/Holzhybridbau geplant und erstellt werden. Umnutzungsfähigkeit: Eine hohe Umnutzungsfähigkeit und Flexibilität stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Wertestabilität von Gebäuden. Die Gebäudestruktur soll infolgedessen optimale Voraussetzungen aufweisen, dass sich Änderungen, die infolge wandelnder pädagogischer Rahmenbedingungen oder Schülerzahlen erforderlich werden, möglichst leicht vornehmen lassen. Lebenszykluskosten: Durch bauliche und technische Maßnahmen ist ein optimiertes Verhältnis von Investitionskosten zu Nutzungskosten anzustreben. Im Entwurfskonzept sind die Herstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten zu berücksichtigen durch: - die Angemessenheit der baulichen Maßnahmen (v.a. Flächeneffizienz, Gebäudeform, Tragwerk, Fassade etc.) - geringe Energiekosten über einen reduzierten Energiebedarf und eine optimierte Energiebedarfsdeckung - eine Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit der Fassade - die Vermeidung wartungsintensiver Gebäudetechnik. Nachhaltigkeit: Die Neubebauung soll in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Nachhaltigkeitsaspekte des im Landesbau Baden-Württemberg eingeführten Leitfadens „Nachhaltiges Bauen (BNB)“ (www.nachhaltigesbauen.de) sind zu berücksichtigen. Die Ausloberin strebt die Zertifizierung nach DGNB in „Gold“ an. Der Entwurf muss die Erreichbarkeit dieses Zieles möglich machen. Die Ausloberin wünscht sich einen hohen Vorfertigungsgrad und erwartet sich dadurch eine kurze Bauzeit und eine wirtschaftliche Errichtung der Gebäude. Die Gebäude sollen als Holz-/Holzhybridbau geplant und erstellt werden. Eine materialgerechte und wirtschaftliche Planung wird vorausgesetzt. Die Kosten KG 300+400 netto werden auf ca. 22 Mio € geschätzt. Die Hauptnutzfläche beträgt gemäß Raumprogramm insgesamt ca. 3.900m², davon ca. 2.350m² für die Schule, ca. 400m² für die Mensa mit Jugendzentrum, sowie ca. 1.150m² für Kita und Familienzentrum. Es ist geplant Fördermittel zu beantragen. Für bauphysikalische Nachweis- u. Beratungsleistungen gem. HOAI, Anlage 1, Nr. 1.2, LPH 1-7, optional 8-9 als besondere Leistung, wird ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die geforderten Leistungen umfassen: 1. Thermische Bauphysik - Wärmeschutz und Energiebilanzierung 2. Bauakustik 3. Raumakustik. Sowie zusätzlich - Luftdichtigkeitskonzept - Wärmebrückenberechnung - thermische Gebäudesimulation zur Beurteilung der Sommertauglichkeit - Bauteilkatalog - optional Ökobilanz OI-/EI-Berechnung - optional Mitwirkung bei Zertifizierungsprozessen - optional Baustellenkontrolle Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen. Stufe 1: Leistungsphase 1-3 für das gesamte Areal als "Sockel-Planung", d.h. 1.BA und 2.BA Stufe 2: Leistungsphase 4-5 für 1. BA / 2. BA Stufe 3: Leistungsphase 6-7 für 1. BA / 2. BA Stufe 4: Leistungsphase 8-9 für 1. BA / 2. BA (optional). Der Baubeginn für den 1. BA ist für Anfang 2027 vorgesehen. Die Ausführung und Beauftragung für den 2. BA erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die weitere Beauftragung der jeweils nachfolgenden Leistungsstufe. Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich am 20.01.2025 vormittags und 21.01.2025 (ganztägig) statt. Weitere Informationen siehe Ziffer 5.1.

Verfahrens-Bedingungen

Bindefrist
3 Monate

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Karlsruhe

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).