AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 17.04.2026 23:51 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/0b2e34eb-caa5-44c5-ab86-a3a06936e20e/

Abbruchplanung Schadstoffe (Maßnahmen-Nr. 15008 E 0001)

Notice-ID: 0b2e34eb-caa5-44c5-ab86-a3a06936e20e · Procedure-ID: d1a7404e-ffd2-4809-8e9a-acedccc42c35

Zurück zur Vergabe

Stammdaten

Auftraggeber
Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg, Erlangen
Veröffentlicht
11.02.2025
Frist (Submission)
03.03.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Offenes Verfahren
CPV-Code
71240000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Geschätzter Wert
129.500 €
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Leistung Abbruchplanung Schadstoffe Abbruchplanung des schadstoffbelasteten Materials im Zuge der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes für Anatomie, Baujahr 1897, mit Hörsaalanbau aus dem Jahr 1977 und geplanter neuer unterirdischer Technikzentralen auf einer Liegenschaft der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in der Innenstadt Erlangens (Ecke Krankenhausstraße/Universitätsstraße). Das Gebäude dient der Forschung und Lehre für die Institute der Anatomie der Medizinischen Fakultät. Der Flächenbedarf beinhaltet neben Büro-, Seminar- und Technikräumen auch hochinstallierte Bereiche für Labornutzung und Tierhaltung. Über den Hörsaalbereich mit 300 Plätzen ist das Gebäude mit dem Nachbargebäude verbunden. Die aktuell im Bestandsgebäude untergebrachte anatomische Präparation bzw. Prosektur wird zukünftig ausgelagert. Der Teilneubau wird auf einem separaten Grundstück ca. einen Kilometer entfernt errichtet und ist nicht Teil der Leistung. Die aktuelle BGF des Bestandsgebäudes beträgt ca. 7100 m² (exklusive der geplanten Erweiterungen im Untergeschoss). Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg, beabsichtigt die Sanierung des Gebäudes für Anatomie I in der Innenstadt von Erlangen. Das 1897 errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz und wurde im letzten Jahrhundert mehrmals umgebaut. Das Gebäude wurde bereits für die Nutzung als Anatomie konzipiert. Die letzte Gesamtsanierung inkl. Neubau Hörsaalanbau fand 1977 statt. In den 1970er und 1980er Jahren wurden verschiedene Maßnahmen im Gebäude umgesetzt. Diese umfassten unter anderem den Einzug von Zwischendecken in den vormals zweigeschossigen Räumen der Seitenflügel, den Umbau des Treppenraumes im Südflügel, und den Einbau eines Aufzuges. Der große Hörsaal in Verlängerung des Mittelrisalits wurde abgebrochen und durch einen neuen Hörsaalanbau ersetzt. Für die Bibliothek wurde als Flächenerweiterung ein Anbau errichtet. In großen Teilen des Bestandsgebäudes wurde der Bodenbelag erneuert (PVC Belag, in Teilbereichen Fliesen und Parkett). Darüber hinaus wurden zum Teil Abhangdecken und Trennwände in Trockenbauweise eingebaut. Die umfassenden Sanierungen in den 70er und 80er Jahren lassen einen hohen Anteil von schadstoffbelastetem Material vermuten. Erste stichprobenhafte Untersuchungen ergaben folgende Befunde: - Asbestnachweise in Flanschdichtungen und Brandschutzklappen der RLT Anlage - Asbestnachweise in Gipskartonspachtelmasse der Trockenbauelemente - Asbestnachweis in Fliesenklebern der Wand und Bodenfliesen (Sanitärbereiche) - PAK-Nachweis in Parkettklebern - PAK-Nachweis in Gussasphalt - KMF-Produkte im Dämmmaterial (nur optisch begutachtet) - KMF-Produkte in bauzeitlichen Brandschutztüren (nur optisch begutachtet) Diese Untersuchungen sind nicht abschließend. Im Jahr 2018 wurde aufgrund von erhöhten Formaldehydwerten im Präpariersaal und in der Prosektur eine vor dem Gebäude stehende Lüftungsanlage errichtet, welche diese Bereiche versorgt. Das Gebäude entspricht nicht mehr den funktionellen, technischen und hygienischen Anforderungen an ein Institutsgebäude mit Lehrbetrieb. Die Bausubstanz bedarf einer Grundsanierung – dies betrifft in gleicher Weise die dazugehörigen technischen Einrichtungen. Das seitens der Nutzer vorgegebene Raumprogramm ist im Bestandsgebäude unterzubringen. Um die technische Versorgung des Gebäudes auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, müssen zusätzliche unterirdische Technikflächen geschaffen werden. Neben der Sanierung des Gebäudes und der Errichtung der unterirdischen Technikzentralen, wird im Zuge der Maßnahme eine ehemalige unterirdische Dampfübergabestation (Verortung im Schlossgarten, Entfernung ca. 10m) zur Mittelspannungszentrale umgebaut. Die Bauphasen umfassen die Sanierung des Hörsaals, die Errichtung der unterirdischen Technikzentralen und die Einrichtung der Mittelspannungszentrale. Zudem wird ein Teilneubau auf einem separaten Grundstück einen Kilometer entfernt errichtet (ca. 3060m² BGF). Nach dem Freizug des Bestandsgebäudes wird dieses umfassend saniert. Bei der Umsetzung der Maßnahme sind im Bereich des Bestandsgebäudes denkmalpflegerische Belange zu berücksichtigen und Umbauten, Trassenführungen, etc. dahingehend abzustimmen. Das Planungsteam für das Bestandsgebäude und den Teilneubau besteht aufgrund einer vorgeschalteten Machbarkeitsstudie bereits seit 2024. Hierdurch begründet sich die verkürzte Planungszeit für die Leistungsphase 2. Die Baumaßnahme stellt hohe Anforderungen an die beteiligten Planer. Nicht nur aufgrund des vor beschrieben Bauablaufs, sondern auch an die Konzeption einer gut funktionierenden, aber wirtschaftlichen Baudurchführung.

Vertragslaufzeit

Beginn
03.04.2025
Ende
31.12.2031

Verfahrens-Bedingungen

Bindefrist
60 Tage
Bürgschaft
erforderlich

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer, Ansbach

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).