AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Vergabe eines Vertrags für die Entwicklung und Evaluierung einer Anwendung zur Bereitstellung von netzdienlicher Flexibilität unter Einbezug des Smart Meter Gateways
Stammdaten
- Auftraggeber
- Deutsche Energie-Agentur GmbH
- Veröffentlicht
- 20.12.2022
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Energie & Umwelt
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber I.1) Name und Adressen: Offizielle Bezeichnung: Deutsche Energie-Agentur GmbH; Nationale Identifikationsnummer: nicht angegeben; Postanschrift: Chausseestraße 128a; Ort: Berlin; NUTS-Code: DE3; Postleitzahl: 10115; Land: Deutschland; Kontaktstelle(n): nicht angegeben; Telefon: +49 30667770; E-Mail: antonia.wegener@dena.de; Fax: +49 3066777699; Internet-Adresse(n): Hauptadresse: www.dena.de; Adresse des Beschafferprofils: nicht angegeben I.2) Gemeinsame Beschaffung: nicht angegeben I.3) Kommunikation: Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe.de/unterlagen/2678998/zustellweg-auswaehlen Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen: elektronisch via (URL): https://www.evergabe.de; I.4) Art des öffentlichen Auftraggebers: Agentur/Amt auf zentral- oder bundesstaatlicher Ebene I.5) Haupttätigkeiten: Andere Tätigkeit: Energieagentur Abschnitt II: Gegenstand II.1) Umfang der Beschaffung II.1.1) Bezeichnung des Auftrags: Vergabe eines Vertrags für die Entwicklung und Evaluierung einer Anwendung zur Bereitstellung von netzdienlicher Flexibilität unter Einbezug des Smart Meter Gateways; Referenznummer der Bekanntmachung: FVCYFX II.1.2) CPV-Code Hauptteil: 73000000; CPV-Code Zusatzteil: II.1.3) Art des Auftrags: Dienstleistungen II.1.4) Kurze Beschreibung: Durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) ist ein verbindlicher Rechtsrahmen für die schrittweise Modernisierung des Energiesystems gesetzt worden. Darin festgelegt ist der Einsatz des Smart-Meter-Gateways (SMGW) als sichere und standardisierte Kommunikationseinheit für den Datenaustausch. Das GDEW zielt auf eine breite und sektorenübergreifende Anwendung des SMGW ab. Der Einsatz des SMGW soll sich über die Bereiche Smart Metering, Smart Grid, Smart Mobility, Smart Home und Smart Services erstrecken. Die Bereiche Smart Grid und Smart Mobility rücken durch eine zunehmende Elektrifizierung der Verbrauchsseite immer mehr in den Fokus. Eine gesteigerte Nachfrage nach Elektroautos und Wärmepumpen kombiniert mit einer stärkeren Dezentralisierung der Erzeugung und Speicherung durch PV-Anlagen und Heimspeicher stellt das Energiesystem vor neue Herausforderungen. Zugleich entsteht ein Flexibilitätspotential, welches sowohl auf Verbraucher- als auch auf Markt- und Netzseite vorteilhaft genutzt werden kann. Flexibilität wird sich zu einem wichtigen Parameter des zukünftigen Energiesystems entwickeln. Das SMGW kann als Schlüsseltechnologie in einem digitalisierten Energiesystem fungieren, da unter Verwendung der Tarifanwendungsfälle (TAF) grundsätzlich die Möglichkeit besteht auf wechselnde Netz- und Marktsituationen zu reagieren. Zudem können Verbraucher über Anreize zu einem bestimmten Verbrauchsverhalten motiviert werden. Grundlage für Anwendungen die einen netz- oder markdienliche Anwendungsfall abbilden ist die Übertragung der Messdaten vom SMGW an externe Marktteilnehmer (EMT) und in der Regel auch die Steuerung von flexiblen Verbrauchseinheiten über den CLS-Kanal. Die übergeordnete Zielsetzung dieses Pilotierungsvorhabens ist das Aufzeigen von Mehrwerten, die über den Einsatz und die Etablierung einer SMGW-Infrastruktur geschaffen werden können. Dabei sollen SMGW als zentrale Kommunikationseinheiten eines digitalisierten Energiesystems dafür sorgen, das ein sicherer und standardisierter Datenaustausch stattfindet und auch Steuersignale über die SMGW-Infrastruktur empfangen und verarbeitet werden können. Die Pilotierung soll demonstrieren, wie Flexibilität in Form von kleinteiligen steuerbaren Lasten (z.B. E-mobile/Ladeinfrastruktur, stationäre Batterien, Wärmepumpen etc.) unter Einbezug der SMGW-Infrastruktur genutzt werden kann, um netzdienliche Leistungen zu erbringen, die zugleich einen Endkundenmehrwert bieten. Die netzdienlichen Leistungen können Anwendungsfälle für Verteilnetzbetreiber (z.B. Eingriffe im Rahmen des Netzengpassmanagements) oder Übertragungsnetzbetreiber (z.B. Abruf von Regelleistung) darstellen. Des Weiteren kann auch der Anwendungsfall flexible Tarife abgebildet werden, wenn zugleich die Netzperspektive berücksichtigt wird. Allgemein soll die Pilotierung dazu beitragen die Akzeptanz des Einsatzes von SMGW bei Endverbraucher zu erhöhen, indem energiewirtschaftliche Anwendungsfälle umgesetzt werden, die Mehrwerte auf der Verbraucherseite generieren können. II.1.5) Geschätzter Gesamtwert: Wert ohne MwSt.: entfällt II.1.6) Aufteilung des Auftrags in Lose: nein II.2) Beschreibung II.2.1) Bezeichnung des Auftrags: Los-Nr.: entfällt II.2.2) CPV-Code Hauptteil: 73100000; CPV-Code Zusatzteil: II.2.3) NUTS-Codes: DE3; Hauptort der Ausführung: Postleitzahl: 10115; Ort: Berlin; Land: Deutschland II.2.4) Beschreibung der Beschaffung: Im ersten Schritt soll die genaue Umsetzung des netzdienlichen Anwendungsfalls ausgearbeitet werden und die dafür benötigten Tarifanwendungsfälle (TAF) konkretisiert und auf technische Machbarkeit geprüft werden. Zudem soll der Prozess der Datenübermittlung an externe Marktteilnehmer (EMT) auf Basis entsprechender TAF sowie die Möglichkeit der Steuerung unter Einbezug des SMGW entwickelt und umgesetzt werden. Hierbei sollen auch die Zertifizierungsprozesse der EMT betrachtet werden. Im zweiten Schritt soll ein Konzept des Feldtestes erstellt werden und die Gesamtsystemarchitektur definiert und entwickelt werden. Es wird eine Test- und Entwicklungsumgebung entwickelt, in der die Voraussetzungen für die Umsetzung des netzdienlichen Anwendungsfalls geschaffen werden und die Kommunikation über SMGW und die Steuerung einer flexiblen Last über den CLS-Kanal ermöglicht wird. Eine zentrale Anforderung der Pilotierung ist ein praxisnahes Konzept zu entwerfen, welches im Rahmen des Projektes im Feldtest erprobt wird und den Anspruch hat in ein reales Produkt zu münden. Im dritten Schritt sollen regulatorische und energiewirtschaftliche Anforderungen und Fragestellungen geklärt werden, die im Rahmen der realen Umsetzung eines netzdienlichen Anwendungsfalls entstehen. Nach Klärung der offenen Themen wird der Umsetzungsprozess in die Wege geleitet und idealerweise vor Beginn des Feldtests abgeschlossen. Im letzten Schritt wird der netzdienliche Anwendungsfall im Rahmen eines Feldtestes unter Einbezug von Testkundinnen und Testkunden über einen Zeitraum erprobt. Die daraus entstehenden Daten werden im Nachgang analysiert und im Anschluss in einem Bericht festgehalten. II.2.5) Zuschlagskriterien: Die nachstehenden Kriterien: Qualitätskriterium - Name: Aufgabenverständnis und Qualität des Umsetzungskonzeptes / Gewichtung: 35; Qualitätskriterium - Name: Konkretisierungsgrad der Leistungspakete / Gewichtung: 25; Qualitätskriterium - Name: Konsistenz, Nachvollziehbarkeit und Detaillierungsgrad der Zeit-, Ablauf- und Ressourcenplanung / Gewichtung: 20; Preis - Gewichtung: 20 II.2.6) Geschätzter Wert ohne MwSt.: II.2.7) Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems: 14 Monate; Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein II.2.9) Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden: entfällt II.2.10) Angaben über Varianten/Alternativangebote: Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein II.2.11) Angaben zu Optionen: Optionen: nein II.2.12) Angaben zu elektronischen Katalogen: entfällt II.2.13) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union: Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein; Projektnummer oder -referenz: II.2.14 Zusätzliche Angaben: Abschnitt III - Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben III.1) Teilnahmebedingungen III.1.1) Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen: Nachweis der Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister (bei Ablauf der Angebotsfrist nicht älter als sechs Monate) nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes in dem der Bieter ansässig ist; im Falle eines Konsortiums nicht nur für den Konsortialführer, sondern für alle Konsortialmitglieder (bei Ablauf der Angebotsfrist nicht älter als sechs Monate). III.1.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien: • Eigenerklärung, über die Erfüllung der nach § 122 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen festgelegten Eignungskriterien und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach den §§ 123 und 124 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sowie gegebenenfalls Maßnahmen des Bewerbers oder Bieters zur Selbstreinigung nach § 125 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen. • Vorlage einer Betriebshaftpflichtversicherung. • Eine formfreie Eigenerklärung zum Nichtbestehen von (mittelbaren und unmittelbaren) Interessenskonflikten etwa durch eigene Unternehmensinteressen in den Handlungsfeldern in Zusammenhang mit dem Auftrag ist dem Angebot beizufügen.; Möglicherweise geforderte Mindeststandards: entfällt III.1.3) Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien: Sämtliche nachfolgend geforderten Angaben sind durch geeignete Nachweise und Erklärungen, auch Eigenerklärungen, zu belegen. • Mindestens zwei bis maximal drei Referenzen für Projekte und Studienvorhaben über vergleichbare Leistungen in den letzten drei Jahren (Beschreibung der erbrachten Leistungen, Angaben zum Auftraggeber, Zeitraum der Auftragserfüllung); der Kontakt zum Auftraggeber wird auf Anforderung durch den Bieter hergestellt. • Expertise an der Schnittstelle zwischen Energiewirtschaft und Wirtschaftsinformatik. • Alle Leistungen müssen in deutscher Sprache erbracht werden. Ein Nachweis auf Sprachniveaustufe nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen von C2 muss in Form einer Eigenerklärung für folgende am Projekt beteiligten Personen erfolgen: - (Direkte) Ansprechpartner, - Personen, die mit der wissenschaftlichen Begleitung zusammenarbeiten, - Personen, die an den im Projektverlauf vorgesehenen Fachaustauschen teilnehmen (insbesondere mit dem BMWK, BSI). • Detaillierte Benennung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen (inkl. Angabe von Qualifikation und Erfahrung, Benennung einer Projektleitung).; Möglicherweise geforderte Mindeststandards: entfällt III.1.5) Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen: entfällt III.2) Bedingungen für den Auftrag III.2.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand (nur für Dienstleistungsaufträge): entfällt III.2.2) Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: nicht angegeben III.2.3) Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind: entfällt Abschnitt IV Verfahren IV.1) Beschreibung IV.1.1) Verfahrensart: Offenes Verfahren. Beschleunigtes Verfahren: nein IV.1.3) Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem: nicht angegeben. IV.1.4) Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs: entfällt IV.1.6) Angaben zur elektronischen Auktion: Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein; IV.1.8) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA): Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein IV.2) Verwaltungsangaben IV.2.1) Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren: nicht angegeben IV.2.2) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge: Tag: 03.02.2023; Ortszeit: 23:59 IV.2.3) Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber: nicht angegeben IV.2.4) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch IV.2.6) Bindefrist des Angebots: Das Angebot muss gültig bleiben bis: 03.05.2023 IV.2.7) Bedingungen für die Öffnung der Angebote: Tag: 04.02.2023; Ortszeit: 00:01, Ort: ; Angaben über befugte Personen und das Öffnungsverfahren: Abschnitt VI Weitere Angaben VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags: Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein; Voraussichtlicher Zeitpunkt weiterer Bekanntmachungen: nicht angegeben VI.2) Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen: entfällt VI.3) Zusätzliche Angaben: entfällt VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren: Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt; Postanschrift: Villemombler Str. 76; Ort: Bonn; Postleitzahl: 53123; Land: Deutschland; E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de; Telefon: +49 22894990; Internet-Adresse: https://www.bundeskartellamt.de; Fax: +49 2289499163 VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen: Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber dem Auftraggeber binnen 10 Tagen nach Kenntnis zu rügen. Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Teilt der Auftraggeber mit, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung ein Antrag auf Nachprüfung bei der Vergabekammer gestellt werden (§ 160 GWB). VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung: 16.12.2022 Beratung/ Gutachten/ Studie (Technik),Forschung/ Entwicklung
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor