AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Unschlittplatz Fassadensanierung / Natursteinrestaurierung / Naturwerksteinarbeiten
Stammdaten
- Auftraggeber
- Stadt Nürnberg - Hochbauamt
- Veröffentlicht
- 09.10.2023
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- CPV-Code
- 45262511 — Bauleistungen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- VOB (Bauleistungen)
Beschreibung
Gegenstand des Leistungsverzeichnisses sind die Restaurierungsarbeiten an den Außenfassaden des Unschlitthauses am Unschlittplatz 7a in Nürnberg. Auszuführen sind Naturwerksteinarbeiten. Die Maßnahme ist in zwei Bauabschnitten unterteilt und erstreckt sich über zwei Jahre. Lage der Baustelle: Unschlittplatz 7a / Obere Wörthstraße 26, 90403 Nürnberg. Das Gebäude befindet sich am westlichen Rand der südlichen Altstadt von Nürnberg, direkt am Ufer der Pegnitz. Zur westlichen Seite öffnet sich im vorderen Drittel der Unschlittplatz. Das Gebäude liegt in dem von Passanten und Touristen recht häufig frequentierten Altstadtrand. Besonders in den Vormittagsstunden ist regelmäßiger Liefer- und Anwohnerverkehr zu erwarten. Die Parksituation ist schwierig. Das Abstellen von Fahrzeugen ist im Baustellenbereich nicht möglich. Die Zufahrt zur Baustelle dient lediglich zur Anlieferung von Materialien und Geräten. Bei dem Objekt handelt es sich im Sinne des Art. 1 Abs. 2 DschG. (Bayer. Denkmalschutzgesetz) um ein Baudenkmal. Das Bauwerk wird in der Bayer. Denkmalliste als Einzeldenkmal geführt (D-5-64-000-1969). "Ehem. Kornspeicher, sog. Unschlitthaus, langgestreckter Sandsteinbau mit viergeschossigem Satteldach und Treppengiebel, erbaut von Hans Beheim d. Ä. 1490/91". Das langgestreckte Gebäude ist heute sandsteinsichtig (ausgenommen die verputzte obere Fassadenhälfte auf der Nordseite) und besitzt auf der Südseite einen markanten durchbrochenen Treppengiebel, ein gotisches Portal sowie eine aufgemalte Sonnenuhr. Zu bearbeitende Fläche: 1841 m2 BA 1 (Süd- und Westfassade): 894 m2 BA 2 (Nord- und Ostfassade): 947 m2. Art der zu bearbeitenden Materialien: ??Nürnberger Burgsandstein mit mittlerer Körnung ??zementhaltige Steinersatzmassen (Altergänzungen) ??Ziegel ??Putz und Anstrich / Malerei. Das rund 55 m lange Unschlitthaus wurde in Quadermassivbauweise aus rötlichem Burgsandstein im alten Stadtgraben errichtet. Auf der östlichen Seite wurde die alte Grabenmauer überbaut und in die neue Ostwand integriert. Sie zeichnet sich bis zur Unterkante der Erdgeschossfenster (Südseite) von der restlichen Fassade in Form von bossierten Quadern, größeren Ziegelausmauerungen und den Resten eines Treppenaufgangs ab. Durch das zur Pegnitz abfallende Ufergelände ist der langestreckte Bau auf der Südseite drei-, auf der Nordseite hingegen viergeschossig. Besonders stark geschädigt ist die Südfassade. Die Kombination aus flächigen, harten Mörtelergänzungen ohne ausgebildete Fugen und Bewegungen der Giebelwand führten zur Lockerung und Verkehrsgefährdung. An der wetterbelasteten Westfassade liegt der Schadensschwerpunkt auf einer hohen Salzbelastung in der Sockelzone und den sehr mürben Fugen. Die Ostfassade wurde zuletzt 1991 umfänglich restauriert und ist in einem sehr guten Zustand. Die Nordfassade mit dem verputzten Giebel (wiederaufgebaut 1970er Jahre) ist bis auf die Putzflächen entlang des Treppengiebels gering geschädigt. Die Fugen des Sockelmauerwerks sind von der Pegnitz ausgespült. Die Putzfläche im Giebeldreieck der Nordfassade ist entlang der Ortgänge stark rückgewittert und hohlliegend. Einige Bereiche wurden bereits mehrfach erneuert. Unschlittplatz Fassadensanierung / Natursteinrestaurierung / Naturwerksteinarbeiten