AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Planung der Verwahrung des Schachtes 391 in 08541 Plauen, OT Großfriesen
Stammdaten
- Auftraggeber
- Wismut GmbH
- Veröffentlicht
- 09.02.2026
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Interessenbekundungsverfahren
- CPV-Code
- 50 — Reparatur und Instandhaltung
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Vergabe-Nr.: 1242830-J66 Aufruf zur Interessenbekundung zu einer beabsichtigten Unterschwellenwertvergabe mit Binnenmarktrelevanz 1. Name und Adresse / Kommunikation / Öffentlicher Auftraggeber: 1.1. Name und Adresse: Wismut GmbH, Projektträger des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Wismut-Altstandorte, Jagdschänkenstraße 29 Chemnitz, D-09117; Deutschland, Telefon: +49 3718120-431, E-Mail: beschaffung@wismut.de, Fax: +49 3718120-430, Internet-Adresse(n): http://www.wismut.de; Adresse des Beschafferprofils: https://www.wismut.de/ausschreibungen-und-verkaeufe/ausschreibungen 1.2. Kommunikation: Weitere Auskünfte erteilt die oben genannte Kontaktstelle. Interessenbekundungen sind einzureichen per E-Mail an: beschaffung@wismut.de 1.3. Art des öffentlichen Auftraggebers: Die Wismut GmbH ist ein Unternehmen des Bundes in Sachsen und Thüringen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Stilllegung, Sanierung und Rekultivierung von Urangewinnungs- und Uranaufbereitungsbetrieben. 2. Art der Leistung: Planungsleistung im Sinne von § 43 HOAI 2021 im Leistungsbild Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 1 - 3, 5 - 7 und optional in Leistungsphase 8 sowie Besondere Leistungen in den Leistungsphasen 2. und 3 und optional in den Leistungsphasen 3 und 8 3. Bezeichnung: Planung der Verwahrung des Schachtes 391 in 08541 Plauen, OT Großfriesen 4. Leistungsort: 08541 Plauen 4.1. Örtliche Lage: Das Objekt liegt in der Gemarkung Großfriesen.; Adresse: 08541 Plauen, OT Großfriesen 4.2. Liegenschaften zum Bearbeitungsgebiet: Bundesland: Sachsen; Landesdirektion: Sachsen; Kreis: Vogtlandkreis; Gemeinde: Stadt Plauen; Flurst.-Nr./Gemarkung: 317/10 der Gemarkung Großfriesen; 5. Beschreibung der Maßnahme: Durch die SGEG - Sächsische Geologische Erkundungsgruppe als Teil der Geologischen Abteilung der SDAG Wismut - erfolgten ab 1960 im Gebiet Theuma Arbeiten zur Einschätzung der Uranführung. Der gut 164 m tiefe Schacht 391 wurde ab März 1964 aufgefahren und nach Einstellung der bergmännischen Arbeiten bereits im Dezember 1965 wieder abgeworfen, ohne dass eine Uranförderung stattfand. Zu Erkundungszwecken wurden knapp 2.200 m Streckenauffahrungen in 160 m Teufe auf der Sohle +300 m NN getätigt. Im Grubengebäude war starker Wasserzufluss vorhanden. Der Ausbruchquerschnitt liegt bei 14 m². Nach der Stilllegung des Schachtes wurde 1966 durch Einbau einer Bühne mit darüber liegender Teilverfüllung der Schachtröhre sowie Installation einer DN 400 - Rohrdurchführung eine spätere Wassernutzung vorbereitet, welche von 1983 bis 1992 erfolgte. Nach anderen Quellen erfolgte die kontinuierliche Entnahme als Ersatzwasserversorgung für die Rekonstruktion der Talsperre Werda von 1985 bis 1990. Im weiteren historischen Verlauf ereignete sich im Jahr 1996, also nach Beendigung der Wassernutzung, einige Meter vom östlichen Schachtstoß entfernt ein größerer Tagebruch (14/14/10/1). Entsprechend der damaligen bergbehördlichen Anordnung wurde der Tagebruch verfüllt und der Schachtbereich einschließlich Sicherheitsbereich durch Absperrung gesichert. Eine Verwahrung des Schachtes war nicht Gegenstand dieser Maßnahme. Das Areal um den Schacht wird gewerblich genutzt. Die Ölmühle Großfriesen (Bioprodukte Vogtland GmbH) plant eine Erweiterung ihrer Produktionsflächen, so dass der dort gelegene Schacht 391 in den Wirkungsbereich der geplanten Erweiterungsbebauung gerät. Die zurzeit mittels Absperrung gesicherte Schadstelle wird dabei vorerst von einer Bebauung freigehalten. Derzeit ist an der Tagesoberfläche innerhalb der Absperrung die schadhafte Aufmauerung der ehemaligen Wassernutzung auf dem Schachtkranz sichtbar. In Anbetracht des Bruchereignisses 1996 und der noch ausstehenden Verwahrung des Schachtes nach Stand der Technik können künftige Deformationen nicht ausgeschlossen werden. Die aufgrund dieser Gefährdung bestehende Absperrung der Schadstelle stellt eine deutliche Einschränkung von Nutzung und möglicher Entwicklung dieser Gewerbefläche dar. Die Ausdehnung des damaligen Bruchereignisses in Verbindung mit der Dimension des Schachtes und der sensiblen Flächennutzung im Umfeld begründen die Notwendigkeit und Priorität der Planung und Ausführung von Verwahrungsarbeiten. Voraussetzung hierfür ist die Erfassung und bergschadenkundliche Bewertung der bestehenden Situation. 6. Zielstellung: Erbringung von Ingenieurleistungen zur Planung der langzeitsicheren Verwahrung zur Beseitigung bzw. zur Verringerung der vom Schacht 391 ausgehenden Gefährdung der Öffentlichen Sicherheit. Im Weiteren sind baubegleitende Ingenieurleistungen im Rahmen der Ausführung zur langzeitsicheren Verwahrung zu erbringen. 7. Leistungsinhalt: Planungsleistung im Sinne von § 43 HOAI 2021 im Leistungsbild Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 1 - 3, 5 - 7 und optional in Leistungsphase 8 sowie Besondere Leistungen in den Leistungsphasen 2 und 3 und optional in den Leistungsphasen 3 und 8: LPH 2 und 3: - 1 Pauschale Beschaffung Unterlagen; - 1 Pauschale Archivrecherche; - 1 Pauschale Erstellung Unterlage; Grubenwasserhaltung; - 1 Pauschale Grundlagenvermessung; - 1 Pauschale Übernahme Bestandsplan; - 1 Pauschale Mitwirkung Genehmigungsanträge; Jeweils optional in LPH 3 und 8: - 48 Stunden wiederholte Überarbeitung des Entwurfs; - voraussichtlich 6 Monate Örtliche Bauüberwachung; - 1 Stück Prüfen von Nachträgen; - 1 Stück Ingenieurgeologische Begleitung; - 1 Pauschale Baubegleitende Vermessung; - 1 Stück Abschlussdokumentation; - 28 Stunden Gleitende Projektierung 8. Anforderungen an die Eignung: Für die Erfüllung des Auftrages wird folgender Mindeststandard gefordert, um als geeignet betrachtet zu werden: - mindestens 3 Referenzprojekte aus den letzten 8 Geschäftsjahren, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind. Mindestanforderung an die einzelnen Referenzen: - Leistungsumfang: erbrachte Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 8 im Sinne von § 43 HOAI im Leistungsbild Ingenieurbauwerke - Leistungsinhalt: bergschadenkundliche Bewertung sowie Planung und Baubegleitung (Bauoberleitung und / oder Örtliche Bauüberwachung) von Grubenbauverwahrungen des untertägigen Gangerzbergbaus auf Erze und Spate - Baukosten bei abgeschlossenen Referenzprojekten bzw. die anrechenbaren Kosten bei noch laufenden Referenzprojekten müssen mindestens 450.000 € betragen; - bei noch nicht vollständig abgeschlossenen Referenzobjekten ist der derzeitige Leistungsstand zu benennen. Die geforderten einzelnen Leistungsinhalte müssen nicht alle in einer Referenz erbracht worden sein. Jede geforderte Leistungsphase ist mindestens in einer Referenz nachzuweisen. Die Unterlagen/Angaben sind mit dem Angebot einzureichen. 9. Geschätzte Baukosten: Werden in den Vergabeunterlagen benannt 10. Leistungszeitraum: Der voraussichtliche Leistungszeitraum ist von Mai 2026 (Beginn der Planungsleistung) bis August 2028 (Beendigung der Leistungen LPH 8, einschl. Besonderer Leistungen), vorbehaltlich der Übertragung der optionalen Leistungen. Der Leistungszeitraum der Örtlichen Bauüberwachung ist abhängig vom Beginn der Bauarbeiten und ist über deren gesamte Dauer erforderlich. Die Bauzeit wird mit 6 Monaten angenommen. 11. Frist zur Interessenbekundung: Wenn Sie Interesse an der Teilnahme an der beabsichtigten Vergabe haben, teilen Sie uns dies bitte unter Angabe der Vergabenummer und Ihrer Kontaktdaten bis spätestens 03.03.2026 mit. 12. Hinweise: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Aufruf nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrages handelt und die Interessenten nicht an ihre Interessenbekundungen gebunden sind. Es werden keine Kosten für die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren erstattet. Vermessung,Parametererfassung (Boden/ Luft/ Wasser),Ausführungsplanung (Tiefbau/ Straßenbau),Bauleitung/ Bauaufsicht,Entwurfsplanung,Projektmanagement/ Kostenkontrolle (Bauwesen)
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
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