AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 24.04.2026 02:20 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/28c8fb8a-b2d1-4ae9-99af-68abe77f7cd2/

Regionale Stoffstromanalyse und Prüfung der Machbarkeit des Ausbaus der Medientrassen und der Etablierung von FuE-Strukturen am Standort Schwedt/Oder

Notice-ID: 28c8fb8a-b2d1-4ae9-99af-68abe77f7cd2 · Procedure-ID: 8c8626ef-c84e-426c-a696-2f30742a3c0a

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Stammdaten

Auftraggeber
Stadt Schwedt/Oder, Schwedt/Oder
Veröffentlicht
01.12.2023
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Beratung & Dienstleistungen
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Schwedt/Oder ist der wichtigste Industrie- und Energiestandort in der Uckermark und darüber hinaus im Nordosten des Landes Brandenburg und wirtschaftspolitisch bedeutsam für das gesamte Bundesland. Im Zuge der bundes- und landesseitigen politischen Ausrichtungen auf den Klimawandel und die Energiewende gehört die Raffinerieregion Schwedt/Oder mit zu den am stärksten von der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft betroffenen Regionen in Brandenburg. Um diesen Transformationsprozess aktiv unterstützen zu können, kann die Stadt Schwedt/Oder im Zeitraum bis Mitte 2026 auf Mittel aus der GRW-Experimentierklausel zurückgreifen. In diesem Rahmen schreibt die Stadt Schwedt/Oder die in der Leistungsbeschreibung beschriebene Untersuchung und Machbarkeitsstudie aus, um erforderliche Grundlagen zu schaffen, der Wirtschaft unternehmensübergreifende Daten und Informationen an die Hand zu geben und weiterführende Infrastrukturvorhaben auf ihre Machbarkeit prüfen zu lassen.Ziel ist, dass zuerst eine regionale Stoffstromanalyse durchgeführt wird, die die wichtigsten Unternehmen der Stadt und darüber hinaus ausgewählte Unternehmen des Landkreises einbezieht. Durch die Stoffstromanalyse sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Ressourcen, Materialien und Produkte der Unternehmen effizienter eingesetzt und nachhaltige regionale Kreisläufe geschaffen werden können. Dabei soll nicht nur der aktuelle Zustand betrachtet, sondern auch die Transformationspläne der Unternehmen mit berücksichtigt werden. So planen beispielsweise die PCK und die ENERTRAG mittel- und langfristig die Rohölverarbeitung in der Raffinerie auf grüne Energien und die Produktion auf der Grundlage grünen Wasserstoffs umzustellen. Dar-über hinaus sollen die Ergebnisse der Stoffstromanalyse nicht nur für die Transformation der Unternehmen am Standort genutzt werden, sondern auch als ein wichtiges Argument in die nationale und internationale Investorenakquisition einfließen. In einem zweiten Schritt sollen auf der Basis der Stoffstromanalyse die Notwendigkeit und die Machbarkeit ergänzender Infrastrukturen geprüft werden. Die Unternehmen der Prozessindustrie und die Versorger am Standort besitzen nicht nur eine große Expertise in der Verarbeitung und Nutzung der jeweiligen Stoffe und Energien, es existiert in Schwedt auch ein sehr umfangreiches Mediennetz zwischen Industrie, Gewerbe, Stadtwerken und privaten Haushalten. Es soll geprüft werden, wie die vorhandene Infrastruktur genutzt und unter Umständen erweitert werden kann ("Ringleitung"), um die Stoffströme effektiver für die ansässigen und zukünftigen Unternehmen im Sinne herausgehobener Standortbedingungen und für die Kommunikation von Alleinstellungsmerkmalen zu nutzen. Die An- und Einbindung in nationale und internationale Leitungsnetze ist dabei sicherzustellen. In diesem Zusammenhang soll in einem dritten Schritt ebenfalls geprüft werden, ob diese besonderen Standortbedingungen (Vorhandensein von Energie, Rohstoffen und Zwischenprodukten, Expertise der Unternehmen vor Ort, vorhandene technische Infra-struktur, Transformationserfahrung u.a.) als Basis für eine dauerhafte Etablierung von FuE-Strukturen ausreichen und unter welchen Umständen eine solche Etablierung möglich ist. Dabei gilt es, auch Förder-, Finanzierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen.

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie, Potsdam

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).