Der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft muss gemäß § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV mindestens drei geeignete abgeschlossene Referenzprojekte nachweisen, die mit den zu vergebenden Leistungen nach der Aufgabenstellung (Art, Umfang, Komplexität des Auftrags) vergleichbar sind. Die vom Bewerber bzw. der Bewerbergemeinschaft benannten jeweiligen Referenzen müssen aktuell sein, d.h. die Leistungen müssen im Zeitraum vom 29. Februar 2020 bis 1. März 2026 oder aktueller erbracht worden sein. Folgende Anforderungen müssen die Referenzprojekte jeweils erfüllen (Mindestanforderungen): (1) Referenzauftraggeber muss ein Krankenhaus bzw. eine Klinik mit hauseigener Apotheke sein; (2) Mindestumsatz (administriertes Einkaufsvolumen) von EUR 10 Mio. (netto); (3) Die Referenz muss entsprechende weitere Unterstützungsleistungen zur Durchführung, Optimierung und Fortentwicklung von Beschaffungsprozessen zum Gegenstand haben. Dabei muss nachgewiesen werden, dass je Referenz solche weiteren Unterstützungsleistungen in mindestens drei der nachfolgenden beschaffungsnahen Bereiche (a) Unterstützung und Beratung bei Artikelstandardisierung, (b) Erbringung von Wirtschaftlichkeitsanalysen zu Produktarten und -gruppen sowie Benchmarking, (c) Unterstützung und Beratung bei der Implementierung von Standardisierungsprojekten, (d) Zurverfügungstellung der notwendigen Schnittstellen zur Übertragung von Artikelstammsätzen, Preisen, Warengruppenklassifizierungen, Bestellungen etc. in das jeweilige Warenwirtschaftssystem, (e) Umsetzung von Konzepten zur proaktiven Reaktion auf Lieferengpässe, und (f) Fortbildungen und Schulungen, Know-how-Vermittlung und Informationsaustausch in allen relevanten Bereichen der Krankenhauspharmazie erbracht werden.