AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 09.06.2026 10:26 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/3f15c3aa-ac85-424e-a083-1ec86cccf8f8/

Einhäusigkeit des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende - Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI

Notice-ID: 3f15c3aa-ac85-424e-a083-1ec86cccf8f8 · Procedure-ID: cd1e3399-1a70-4d6c-88a9-f7bf2a1ccc63

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Stammdaten

Auftraggeber
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH, Göttingen
Veröffentlicht
22.03.2024
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71240000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Geschätzter Wert
650.000 €
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle

Beschreibung

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende ist als allgemeines Krankenhaus für Göttingen und die umgebende Region auf zwei Standorte aufgeteilt, den größeren Standort "Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende" (EKW), an dem im September 2022 bereits eine Einhäusigkeit mit der "Lungenklinik Lenglern" vollzogen wurde, und den kleineren Standort "Neu-Mariahilf" (NMH). Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit sowie der medizinischen und pflegerischen Qualität hat sich das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende entschieden, die Einhäusigkeit am Standort Göttingen-Weende zu realisieren und das Krankenhaus Neu-Mariahilf mit seinen Funktionsstellen zeitnah zu integrieren. 1950 erwarb das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) die ehemalige Kasernenanlage "An der Lutter" in Göttingen-Weende von der Bundesrepublik Deutschland. Von Beginn an gab es im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende eine Chirurgische und eine Medizinische Klinik. Die Urologische Klinik kam 1967 hinzu, weitere Abteilungen folgten. Seit 1977 ist das Krankenhaus Akademisches Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität Göttingen. 1995 wurde die Lungenklinik Lenglern in die Trägerschaft des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende e. V. aufgenommen. Im September 2022 wurde die Klink Lenglern geschlossen und die Abteilung für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Schlaflabor nach Weende verlagert. Voraussetzung war die Fertigstellung eines Ersatzneubaus von Haus 3 am Standort Weende, in dem die Gastroenterologie und die Pneumologie mit ihren Funktionsstellen verortet wurden. Das Krankenhaus Neu-Mariahilf (NMH) ging bereits 1867 in Betrieb. 2014 wurde es von der Kongregation der barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul an das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende verkauft. Seit Januar 2008 wird der Krankenhausbetrieb des Weender Krankenhauses durch die Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH geführt. Alleiniger Gesellschafter ist der Verein Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende e. V. Derzeit stehen dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende gemäß Niedersächsischen Krankenhausplan insgesamt 433 Planbetten zzgl. 44 Reha-Betten zur Verfügung. Die aktuelle Abteilungsstruktur setzt sich wie folgt zusammen: - Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie - Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin - Kardiologie und Internistische Intensivmedizin - Pneumologie, Beatmungsmedizin/ Schlaflabor - Geriatrisches Zentrum mit Akutgeriatrie und Rehabilitation - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie - Unfallchirurgie / Orthopädie - Urologie und Kinderurologie - Klinische Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin - Spezielle Schmerztherapie - Diagnostische und Interventionelle Radiologie - Zentral-OP - Zentrale Notaufnahme (ZNA) Das NMH ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 104 Betten in Göttingen. Die aktuelle Abteilungsstruktur setzt sich wie folgt zusammen: - Angiologie - Gynäkologie und Geburtshilfe - Orthopädie - Klinische Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Am Standort EKW erfolgten neben der Neubaumaßnahme Haus 3 in Göttingen-Weende in den letzten Jahren bereits wesentliche Investitionen in Sanierungen und Neubauten. Trotzdem besteht im Gebäudekomplex Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Mit den Leistungssteigerungen der vergangenen Jahre und einer resultierenden hohen Auslastung der klinischen Infrastruktur finden sich die Leistungserbringer am EKW in Gebäudekomplexen wieder, die seit vielen Jahrzehnten in Betrieb sind und teilweise den hohen Ansprüchen einer zeitgemäßen Patientenversorgung nicht mehr genügen. Die baulich-funktionelle Situation ist geprägt von dezentralen Strukturen sowie überholten und unflexiblen Grundrissen, die zielgerichtete Abläufe und eine interdisziplinäre Nutzung der Strukturen erschweren. Die beschriebene Gesamtsituation führt zu funktionellen und wirtschaftlichen Nachteilen. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Gebäudesubstanz ist eine vollständige Umsetzung der Einhäusigkeit und der strategischen Zielvorgaben im Altbestand unmöglich. Im Altbestand des EKW können demzufolge nicht alle Funktionsstellen des NMH integriert werden. Es können weder alle künftigen Planbetten noch die notwendigen OP-Säle abgebildet werden. Zusätzlich behindert die baulich-funktionelle IST-Situation am EKW eine zukunftsfähige Krankenversorgung in den Funktionsstellen. Das strategische Medizinkonzept zur Einhäusigkeit des EKW beruht auf 535 Planbetten. Unter Berücksichtigung einer 10%igen Stellplatzreserve sind 589 vollstationäre Bettplätze notwendig. Die künftige Abteilungsstruktur der "Einhäusigkeit" setzt sich dann wie folgt zusammen, wobei eine Trennung von der Geburtshilfe mit Herstellung der Einhäusigkeit vollzogen werden könnte: - Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie - Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin - Angiologie - Kardiologie und Internistische Intensivmedizin - Pneumologie, Beatmungsmedizin/ Schlaflabor - Geriatrisches Zentrum mit Akutgeriatrie und Rehabilitation - Gynäkologie - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie - Unfallchirurgie - Orthopädie - Urologie und Kinderurologie - Klinische Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin - Spezielle Schmerztherapie - Diagnostische und Interventionelle Radiologie - Zentral-OP - Zentrale Notaufnahme (ZNA)

Verfahrens-Bedingungen

Bindefrist
60 DAYS

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Lüneburg

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

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