AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 18.04.2026 05:31 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/70b3fa4d-1b96-423a-8435-f8485b057716/

VgV Werkstattplanung - Neubau Werkstätten der Ferdinand-von-Steinbeis Gewerbliche Schule, Tuttlingen

Notice-ID: 70b3fa4d-1b96-423a-8435-f8485b057716 · Procedure-ID: 10bc5e3d-a092-49e1-ad15-9ac0fedc3521

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Stammdaten

Auftraggeber
Landkreis Tuttlingen, Tuttlingen
Veröffentlicht
01.03.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71320000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Der Landkreis Tuttlingen beabsichtigt den Ersatzneubau der Werkstätten der Ferdinand-von-Steinbeis gewerblichen Schule. Die berufliche Ferdinand-von- Steinbeis-Schule bietet Ausbildungsplätze für rund 1500 SchülerInnen in Teil- und Vollzeit und gehört somit zu den größten Berufsschulzentren in der Region Tuttlingen. Die Werkstätten der Schule weisen erhebliche bauliche Mängel auf und stehen zur Disposition. Aus diesem Grund soll auf dem heutigen Grundstück ein Ersatzneubau geplant werden. Hierzu hat der Landkreis Tuttlingen einen Realisierungswettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten durchgeführt. Das daran anschließende VgV-Verfahren mit den Preisträgern ist noch nicht abgeschlossen. Für die Schule sollen Werkstätten der Fachbereiche Medizintechnik, Metalltechnik, Holztechnik, Elektro- und Informationstechnik, sowie eine Cafeteria geplant werden. Ein weiteres Augenmerk der Bearbeitung liegt auf der Flexibilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrie 4.0- Fähigkeit der Schule. Die Programmfläche (Nutzungsfläche NUF 1-6) beträgt ca. 3.500 m². Die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule (FvSS) besteht aktuell aus den Gebäudeteilen A, B, C und D. Die Eingriffe in Bauteil A und B sind möglichst geringfügig zu halten (Baujahr 2009, 2-3-geschossig). Anpassungen / Umbaumaßnahmen beim ältesten Bauteil, Bauteil C (Baujahr 1950er Jahre, 4- geschossig, Stahlbetonskelettbauweise) sind auf das Notwendigste zu reduzieren. Die Cafeteria und der Schüleraufenthaltsraum sollen im Bauteil C im Erdgeschoss geplant werden. Bauteil D (Baujahr späte 1970er Jahre) soll rückgebaut und am gleichen Standort der Ersatzneubau errichtet werden. Zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs während der Bauphase werden sowohl bauliche als auch organisatorische Interimsmaßnahmen erforderlich. Für die Planung des Abbruchs und bauliche Interimslösungen sind optional ggf. Teilleistungen der Fachplaner in geringem Umfang erforderlich. Nachhaltigkeit Die max. 4 geschossigen Gebäude dürfen als Holz- /Holzhybridbau geplant und erstellt werden. Bei der Materialauswahl für Konstruktion, Gebäudehülle und Innenausbau legt die Ausloberin Wert auf die Betrachtung des Lebenszyklus des Gebäudes. Sowohl die Herstellung der Materialien und deren Einbau als auch der Rückbau und die Möglichkeit der Wiederverwertung spielen hierbei eine Rolle. Ein hoher Vorfertigungsgrad der Bauelemente ist anzustreben. Die neuen Dachflächen sind entsprechend den gesetzlichen Vorgaben möglichst weitestgehend als Gründächer in Kombination mit Fotovoltaikanlagen auszuführen. Die Ausloberin wünscht sich im Wettbewerb zur Erreichung der Klimaziele einen bewussten Umgang mit Ressourcen bei der Herstellung, Errichtung und beim Betrieb des Gebäudes. Mit der Bauweise, den Bauteilen und der Nutzungsdauer der Baustoffe sollen die CO2- Emissionen des Gebäudes nachhaltig verringert werden. Die Nachhaltigkeitskriterien gemäß Nachhaltiges Bauen in Baden-Württemberg (NBBW) vom Landesministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg sind in der weiteren Planung zu berücksichtigen. Eine Zuarbeit der Fachplaner für die Objektplanung zum Nachweis der Nachhaltigkeitskriterien ist erforderlich. Planungsbeginn ist direkt nach Abschluss der VgV-Verfahren und nach Gremienbeschluss vorgesehen. Die Kosten KG 300+400 netto werden auf ca. 18,5 Mio € geschätzt. Es ist geplant Fördermittel zu beantragen. Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich am 25.06.2025 (ganztägig) und 27.06.2025 (vormittags) statt. Zusatz Werkstätten Nutzungsflächen (NUF) Werkstätten insgesamt ca. 2.460m². Der derzeitig vorhandene Maschinenpark ist zu prüfen und zu ergänzen. Die Ausstattungsplanung soll in Hinblick auf Neuanschaffungen von Geräten flexibel geplant werden. Grundsätzlich findet ein enger Austausch und eine Zusammenarbeit mit der lokalen Industrie statt. Für die Planungsleistungen für die TGA Nutzungsspezifische Anlagen ALG 7 - Fachraumplanung bzw. Werkstattplanung (Berufsfelder Informationstechnik, Metalltechnik, Medizintechnik, Elektrotechnik, Holz- und Bautechnik), LPH 1-8,+9 gem. §§ 53, 55 HOAI 2021 - wird ein Fachplaner gesucht. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die weitere Beauftragung der jeweils nachfolgenden Leistungsstufe. Weitere Informationen siehe Ziffer 5.1.

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Karlsruhe

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).