AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Quelle: oeffentlichevergabe.de (https://www.evergabe.de/unterlagen/54321-Tender-19e9263edbc-4362c0531c80b1c3) · Abgerufen am 16.08.2026 18:41 über https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/89a93990-7398-4dfc-84fc-db495fb88fc4/

KEG-Neubau Kooperatives Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (KBZ)-Projektsteuerungsleistungen

Notice-ID: 89a93990-7398-4dfc-84fc-db495fb88fc4 · Procedure-ID: e76c5e4e-6edf-44c0-b22f-c10fa3e72d5f

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Stammdaten

Auftraggeber
KEG Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH, Merseburg
Veröffentlicht
05.06.2026
Frist (Submission)
06.07.2026
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71541000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Der Landkreis Saalekreis steht wie das gesamte Mitteldeutsche Revier vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, der durch das Ende der Braunkohleverstromung bis zum Jahr 2038 geprägt sein wird. Der Saalekreis ist dabei nicht nur vom wirtschaftlichen Wandel betroffen, sondern steht zugleich vor deutlichen demografischen Herausforderungen. Dies verstärkt den Handlungsdruck, wohnortnahe Versorgungsstrukturen zu sichern und qualifiziertes Personal für Gesundheits- und Pflegeberufe auszubilden. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis gGmbH (CvBK) als eine der zentralen Einrichtungen der Region das Ziel, die Ausbildungskapazitäten im Pflegebereich mit dem geplanten Vorhaben "Neubau Kooperatives Bildungszentrum für Gesundheitsberufe" (KBZ) deutlich zu erweitern und moderne Ausbildungsbedingungen zu schaffen. Träger des Projekts ist die Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH (KEG), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landkreises Saalekreis. Die Projektbegleitung erfolgt in enger Abstimmung zwischen der KEG, dem Landkreis Saalekreis als Eigentümer und dem CvBK als zukünftigem Nutzer. Das Vorhaben fügt sich nahtlos in die Zielstellungen des lnvestitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und der landesspezifischen Umsetzungsrichtlinie ,,Sachsen-Anhalt Revier 2038" ein. Mit dem neuen KBZ entsteht ein zentraler Lern- und Entwicklungsort, der Theorie, Praxis und Digitalisierung miteinander verbindet. Derzeit werden am bestehenden KBZ rund 136 Schülerinnen und Schüler betreut. Die aktuell genutzten Räumlichkeiten des KBZ befinden sich in einem über 110 Jahre alten Bestandsgebäude und entsprechen weder den heutigen gesetzlichen Standards noch den didaktischen und technischen Anforderungen an eine moderne Pflegeausbildung. Das Gebäude weist erhebliche bauliche, hygienische und technische Mängel auf. Vor diesem Hintergrund ist die Errichtung eines Neubaus zwingend erforderlich. Künftig soll die Pflegefachschule so ausgelegt werden, dass mindestens 240 Auszubildende parallel unterrichtet werden können. Der geplante Neubau des KBZ soll auf dem Gelände der Hochschule Merseburg realisiert werden. Das Areal wird von der Hochschule nicht für eigene Zwecke benötigt und steht für eine externe Nutzung zur Verfügung. Das Areal selbst ist begrünt, unbebaut und umfasst eine Fläche von rund 6.500 Quadratmetern. Das KBZ wird in Modulbauweise errichtet, um eine schnelle und funktionale Umsetzung zu ermöglichen. Geplant ist ein zweigeschossiger Modulbau mit einer voraussichtlichen Bruttogrundfläche von ca. 2.300 m2, abhängig von der gewählten Modulbauvariante. Das Gebäude wird Platz für bis zu 240 Auszubildende bieten und alle notwendigen Unterrichts-, Praxis- und Verwaltungsräume aufnehmen. Die Gesamtnutzfläche des Gebäudes beträgt damit knapp 1.900 m2. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Projektsteuerungs- und Projektleitungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft 9 der Projektstufen 1 bis 5 in den Handlungsbereichen A bis E und darüberhinausgehende besondere Leistungen mit zeitlichen Überschneidungen in der Realisierung. Das Vorhaben soll mit Fördermitteln des Bundes sowie des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Programm "Sachsen-Anhalt Revier 2038" realisiert werden. Für die Umsetzung stehen insgesamt rd. 11,8 Mio. € netto (KG 100-700 DIN 276) zur Verfügung. Dieser Budgetrahmen gilt als Kostenobergrenze. Die Beauftragung der Projektmanagementleistungen erfolgt stufenweise und in Summe an einen Vertragspartner. Das für die Projektumsetzung erforderliche Fördermittelmanagement (Beschaffung, Bewirtschaftung, Änderung und Abrechnung sowie Endverwendungsnachweiserstellung) ist durch den Auftragnehmer in enger Abstimmung mit dem AG vollumfänglich zu übernehmen. Für das Gesamtvorhaben sollen die Unterlagen der ZBau für die zu steuernden Leistungsbilder nach HOAI bis Juni 2027 eingereicht werden. Die Vergabestelle/der Auftraggeber erwartet, dass im Fall einer Beauftragung das angebotene Projektteam zur Sicherstellung der Terminplanung sofort und vollumfänglich zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall ist zur Sicherstellung der Termineinhaltung eine Aufstockung der Teamstärke zu sichern/ zu ermöglichen.

Vertragslaufzeit

Beginn
22.09.2026
Ende
30.06.2027

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale)

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).