AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Landschaftsplanerische Gesamtkoordination und Freianlagenplanung gemäß § 39 HOAI „Naturerlebnis Sophienhöhe“
Stammdaten
- Auftraggeber
- NEULAND HAMBACH GmbH, Elsdorf
- Veröffentlicht
- 18.07.2025
- Frist (Submission)
- 18.08.2025
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- CPV-Code
- 71420000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
- KMU-geeignet
- Ja (laut Auftraggeber-Angabe)
Beschreibung
Die Sophienhöhe, die rekultivierte Halde des Tagebau Hambach, soll als außergewöhnliche Naturdestination weiterentwickelt werden. Seit 1978 aufgeschüttet, wächst sie bis 2030 auf 20 km² und überragt die Bördelandschaft um über 200 Meter. Mit rund 90 % bewaldeter Fläche, vielen teils seltenen Tier- und Pflanzenarten und mehr als 120 Wegkilometern ist sie schon heute ein beliebtes Ausflugsziel. In den Vorkonzepten Sanfte touristische Inwertsetzung Sophienhöhe und Struktur- und Nutzungskonzept Sophienhöhe wurde eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen erarbeitet, um die Halde für Anwohnende, Gäste und Flora und Fauna gleichermaßen aufzuwerten und erlebbar zu machen. Entsprechend umfasst dieses Projekt eine Sammlung von Teilprojekten: Umgestaltung der Fußpunkte zu Willkommensorten, Aussichtsplattformen mit Blick in alle vier Himmelsrichtungen, verschiedene Themen- und Rundwege, Rad- und Reitwege, eine flächendeckende Beschilderung mit Rast- und Naturspielplätze und die Höllentreppe. Durch die Vielfalt der Maßnahmen wirkt sich das Projekt auf verschiedene Aspekte des Raums aus. Eine attraktive, nachhaltige und multifunktionale Gestaltung der Ankommensorte am Fuß der Sophienhöhe wird alle bestehenden und zukünftigen Ziele auf der ehemaligen Halde beliebter und leichter erreichbar machen. Gleichzeitig werden die neuen Infrastrukturen, wie e-Ladestationen, barrierefreie und nachhaltige Parkplätze, Rastpunkte und Informationstafeln einer größeren Zielgruppe das Erleben der Halde erleichtern und einen Beitrag zur Inklusion leisten. Außerdem bietet die Sophienhöhe durch die einzigartige Topografie nicht nur im Rheinischen Revier, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen die einmalige Möglichkeit Aussichtspunkte mit Blick in die gesamte Region zu schaffen. Dadurch wird die Halde eines der größten Tagebaue der Welt für die Bewohner:innen vor Ort nach Jahrzehnte langer intensiver Nutzung durch den Bergbau wieder zu einem zugänglichen Teil ihrer Region mit neuen und abwechslungsreichen Naherholungsmöglichkeiten. Er bietet den Bewohner:innen einen Ort der Identifikation und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Durch die Themenwege und geführte Touren können vor Ort Besucher:innen über die Geschichte des Tagebaus, die Rekultivierung und die Bedeutung des Naturschutzes aufgeklärt werden. Diese fördern das Umweltbewusstsein und die -Bildung in der Region. Die besucherlenkenden Maßnahmen werden die natürliche Umgebung respektieren und schützen, was die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung der Landschaft unterstützt. Die Sophienhöhe stellt dabei als heute schon für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereich, die zeitlich erste Möglichkeit vor Ort Maßnahmen sichtbar und spürbar durchzuführen. Durch das Projekt wird der Perspektivwechsel und der Strukturwandel am Tagebau Hambach also initiiert und beschleunigt. Bereits bei den Vorkonzepten Sanfte Touristische Inwertsetzung Sophienhöhe (2022), Struktur- und Nutzungskonzept Sophienhöhe (2023) und dem Rahmenplan Hambach (2024) waren die Anrainerkommunen Niederzier, Jülich, Titz und Elsdorf sowie die Flächeneigentümerin RWE Power AG eng eingebunden, wodurch die Einbettung in die großräumliche Planung im Raum gewährleistet ist. Nähere Informationen sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
Lose
4 Lose (max. 4 pro Bieter) — alle Lose Pflicht.
Vertragslaufzeit
- Beginn
- 15.09.2025
- Ende
- 31.12.2029
Verfahrens-Bedingungen
- Bindefrist
- 42 Tage
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 18.08.2025
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer Rheinland c/o Bezirksregierung Köln, Köln
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.