AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Sanierung Schulzentrum Ehrenkirchen - Fachplanung Tragwerksplanung für die Objektplanung Gebäude nach HOAI §§ 49 ff.
Stammdaten
- Auftraggeber
- Gemeinde Ehrenkirchen, Ehrenkirchen
- Veröffentlicht
- 12.07.2024
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Zuschlagswert
- 47.266 €
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
-Situation- Die Gemeinde Ehrenkirchen liegt ca. 15 Kilometer südlich von Freiburg im Breisgau am Rande des Markgräflerlandes im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Sie entstand durch Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Ehrenstetten, Kirchhofen, Norsingen, Offnadingen und Scherzingen in den Jahren 1973/74. In Ehrenkirchen leben heute etwa 7.600 Einwohner in einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Die Gemeinde verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit Einkaufs- und Dienstleistungszentren, Schulen, Kindertagesstätten mit Ganztagesbetreuung, Ärzten, Apotheken und einem Alten- und Pflegeheim. Mit dem Ziel der Verbesserung des Erscheinungsbilds, der Akzeptanz und der Identität der Ortsmitte von Ehrenkirchen wurde eine Gesamtkonzeption für die städtebauliche Erneuerung des Ortes erstellt und in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Dieses städtebauliche Sanierungsgebiet "Ortszentrum / ehemalige Grundschule Kirchhofen" umfasst verschiedene Kommunalbauten, wie Rathaus und Feuerwehrgebäude sowie auch das Schulzentrum mit Mehrzweckhalle. -Bauliche Anlage- Im Gebäude des Schulzentrums sind die Jengerschule und die Kirchberghalle untergebracht. Die Kirchberghalle wurde als Mehrzweckhalle im Jahr 1979 gemeinsam mit der neuen Hauptschule (heute: Gemeinschaftsschule) in Betrieb genommen, mit der sie baulich und funktional in unmittelbarer Verbindung steht. Die Hallenfläche von 22 x 45 m ist in zwei Abschnitte von 22 x 18 m und 22 x 27 m unterteilbar. Die Halle dient seither dem Schul- und Vereinssport und ist zugleich die größte und zentrale Veranstaltungshalle für die Gesamtgemeinde Ehrenkirchen mit allen ihren Ortsteilen. Alljährlich finden hier circa 15-20 Großveranstaltungen des kulturellen, ortsgemeinschaftlichen so-wie Vereinslebens statt. Nach gut 40-jährigem Betrieb ist die Kirchberghalle nicht mehr zeitgemäß in Bezug auf die Anforderungen des Sportbetriebs als auch der Nutzung als Kultur- und Festhalle. Dies betrifft sowohl den baulichen und energetischen Zustand der Gebäudehülle mit Dachflächen und Fassaden wie auch den Zustand im Inneren des Gebäudes, besonders hinsichtlich der Wand-, Boden- und Deckenoberflächen, der technischen Anlagen für Sanitär, Lüftung, Heizung und Elektrik sowie des Brandschutzes und der Barrierefreiheit. Der Schulteil hat zwar in den vergangenen Jahren verschiedene partielle Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfahren, muss aber im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung in das energetische Sanierungskonzept für das Gesamtgebäude einbezogen werden, insbesondere bezüglich der Fassaden und der Lüftungstechnik. Das Vorhaben am Gebäude des Schulzentrums umfasst die energetische Sanierung zur Verbesserung der Energieeffizienz und erhält daher über die KfW einen Investitionszuschuss aus dem Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Kommunen. -Leistungsart- Gegenstand des Auftrags sind folgende Leistungen für das Projekt Sanierung Schulzentrum: A: Leistungsbild nach HOAI 2021, Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 1 Tragwerksplanung für die Erweiterung des bestehenden Gebäudes durch den Anbau einer WC-Anlage im Erdgeschoss (ca. 80 m²) a) Grundleistungen nach Anlage 14 (zu § 51 Absatz 5, § 52 Absatz 2) b) Besondere Leistungen: - Statische Nachweise an nicht zum Tragwerk gehörende Konstruktionen (z.B. Absturzsicherungen, Fassaden); - Erfassen von Bauzuständen infolge Rück- und Anbaus (im Übergangsbereich Bestand/Neubau); - Entwurf und Berechnung von Sicherungsmaßnahmen für o.g. Bauzustände; - Nachweise zum Konstruktiven Brandschutz; - Nachweis der Erdbebensicherung; - örtliches Überprüfen von Planungsdetails an der vorgefundenen Substanz (im Übergangsbereich Bestand/Neubau); - Mitwirken an der Überwachung der Ausführung der Tragwerkseingriffe; - Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks; - Ingenieurtechnische Kontrolle der Bewehrung vor dem Betonieren; B: Statische und konstruktive Zustandsuntersuchung und Bewertung des Bestands insbesondere für folgende Bauteile: a) Dachtragwerk aus vorgespannten Trägern (Spannbetonbindern); b) Fassadenplatten aus Betonfertigteilen; mit folgendem Leistungsprogramm: Vorbereitung der Zustandserfassung: - Besichtigung der Bauteile vor Ort; - Sichtung / Prüfung vorhandener Unterlagen und Informationen zum Objekt; - Ausarbeitung eines Untersuchungskonzeptes / Untersuchungsprogramms; Mitwirken bei der Durchführung der Zustandserfassung / Betontechnologischen Untersuchung: - visuelle Zustandserfassung; - Zerstörungsfreie Untersuchungen (z.B. Betondeckung); - Ergänzende zerstörende Untersuchungen (z.B. Carbonatisierungstiefe); - Laboruntersuchungen; - Auswertung und Zusammenstellung der Ergebnisse und ggf. Schadensbilder; Beurteilung des Bauwerkzustands: - Aussagen zur Tragsicherheit; - Aussagen zur Gebrauchstauglichkeit; - Maßnahmenempfehlung für Instandhaltungs-/ Instandsetzungsmaßnahmen; Es ist beabsichtigt, den Auftrag zunächst für die Grund- und Besonderen Leistungen der Leistungsphasen 1 - 4 zu vergeben und die weiteren Leistungsphasen entsprechend der Bereitstellung der Finanzmittel stufenweise, ggf. auch abschnittsweise zu beauftragen. Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Leistungsphasen besteht nicht. Im Leistungsumfang enthalten sind alle Planungsaufgaben und alle erforderlichen Nebenleistungen, die zur sachgerechten und vollständigen Ausführung der Planung gehören bzw. erforderlich sind. Der Leistungsbeginn ist unmittelbar nach Auftragserteilung ab Mai 2024 vorzusehen. Die Bauausführung soll nach Abschluss der Planung ab ca. Mitte 2025 bis 2027 erfolgen.
Vertragslaufzeit
- Beginn
- 13.05.2024
- Ende
- 31.12.2027
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Auftrag vergeben
- Vertragsabschluss
- 28.06.2024
- Zuschlagsentscheidung
- 16.05.2024
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Karlsruhe
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.