AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
WSA - Elbe - Austausch Steuerungsschränke am Wasserstraßenkreuz Magdeburg
Stammdaten
- Auftraggeber
- Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe, Magdeburg
- Veröffentlicht
- 03.09.2026
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb (national)
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- VOB (Bauleistungen)
Beschreibung
Kategorie: Elektro- und Leittechnik (ELT) bzw. Maschinenbau/Automatisierungstechnik im Wasserbau. Beschreibung: Die Steuerungstechnik der Doppelsparschleuse Hohenwarthe und der Schleuse Rothensee sowie des Pumpwerks Rothensee soll ausgetauscht werden. Es handelt sich um ein Elektrotechnikprojekt der Anlagentechnik. Die Verkehrstechnik ist nicht betroffen. Die umzurüstenden Anlagen sind Teil des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg (WSK MD). Sie werden seit 2001 (Rothensee) bzw. 2003 (Hohenwarthe) betrieben. Die Schleusen und das Pumpwerk arbeiten mit Hilfe von speicherprogrammierbaren Steuerungen der Firma Schneider. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich in den Schaltanlagenfeldern Steuerungen der Firma Schneider Electric vom Typ Modicon Quantum. Auf Grund der geleisteten Betriebsjahre und der Produktionseinstellung der verbauten Schneider Steuerungsserie, sollen die kompletten Schaltschrankplatten getauscht und die Programmierung neu erstellt werden. Der Austausch gewährleistet einen störungsfreien, betriebssicheren Zustand der Anlage und dient zur Vorbereitung eines WINCC basierenden übergeordneten Leitsystems, wie es zukünftig in der neuen Leitzentrale Rothensee eingesetzt wird. Die Schaltschränke (Korpus Fa. Rittal) selbst zeigen keine größeren Verschleiß- oder Verfallsspuren, daher wird von einem Komplettaustausch der Schaltschränke abgesehen. Alle im Leistungsverzeichnis aufgeführten Komponenten sind durch den Auftragnehmer (AN) zu beschaffen, zu liefern, betriebsbereit zu montieren und in Betrieb zu nehmen, auch wenn dies nicht bei jeder Position erwähnt wird. Alle Schaltschrankplatten der Anlagen auf denen sich Steuerungstechnik befindet, sollen in Gänze, d.h. inklusive aller Klemmen, Relais, Absicherungen, Stromversorgungen, Ein-und Ausgabebaugruppen usw., getauscht werden. Mit dem Austausch der Steuerungstechnik geht eine Neuprogrammierung der Steuerungen einher, da eine einfache Transformation des Quellcodes auf neue Technik nicht ohne weitreichende Anpassungen möglich ist. Diese Situation soll genutzt werden, um Abweichungen zum Leitfaden AuF zu beseitigen. Der Leitfaden AuF ist zwingend anzuwenden. Die Risikobeurteilungen der Anlagen sind unter Verwendung der Musterrisikobeurteilung neu zu erstellen. Die bisher hardwareseitig einkanalig ausgeführte Anbindung der Lichtsignalanlagen (LSA) wurde 2021 auf LED-Technik umgerüstet und die Schaltkästen wurden weitgehend erneuert. Sie ist für alle Anlagen in eine zweikanalige Anbindung umzurüsten. Die Überwachung der grünen Ein- und Ausfahrtsignale auf ausgeschalteten Zustand ist zu implementieren. Im Zielzustand muss für die Anbindung der LSA Performance Level d erreicht werden. Es sind die als Hardware (Schütze, Relais) ausgeführten Sicherheitsverriegelungen auf 48V Basis der Schleusen Hohenwarthe Kammer Nord, Süd und Schleuse Rothensee gegen geeignete Sicherheits-SPSn auf 24V Basis auszutauschen. Im Zuge der Ist-Analyse sind alle bisher hardwareseitig ausgeführten Funktionen der 48V Kette aufzuführen und im zu erstellenden Pflichtenheft die programmtechnische Umsetzung mit dem AN abzustimmen. Die Schleusen sind jeweils aus der Leitzentrale (LZ) Rothensee und/oder der LZ Hohenwarthe bedienbar. Die Leitzentralen nutzen die Visualisierungssoftware Flex6 vom Hersteller Bitcontrol. Ein Arbeitsplatz der LZ Rothensee soll zu einem zentralen Bedienstand für die Schleuse Rothensee umgerüstet werden. In der LZ Hohenwarthe wird für die Doppelschleuse Hohenwarthe analog verfahren. Für die Bedien- und Visualisierungsoberfläche ist das Visualisierungssystem WinCC OA einzusetzen und die Vorgaben des LF AuF Anlage C9 und C9c (Kamerabedienung) sind umzusetzen. Die Bestandsstromlaufplanprojekte (EPLAN) der Schleusen Hohenwarthe und Rothensee werden dem AN zur Ist-Analyse und zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Die Betriebsmittelkennzeichnung ist zwingend beizubehalten. Des Weiteren muss die neu zu beschaffende Technik IPv6 fähig sein. Es wird vorerst jedoch die bisherige IPv4 Kommunikation beibehalten. Eine spätere Möglichkeit auf IPv6 umschalten zu können ist mit einzuplanen.
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- AllTec Automatisierungs- und Kommunikationstechnik GmbH Gewerbegebiet Eula-West Nr. 11 04552 Borna Deutschland