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Analyse und Weiterentwicklung der Lernortkooperation in der Pflegeausbildung
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) · Bonn · Nordrhein-Westfalen
Vergabe-Ergebnis
Universität Münster
Auftragnehmer
Bieter-Übersicht: 5 Angebote eingegangen, 1 Bieter namentlich publiziert — im Vergabeergebnis werden üblicherweise nur die Auftragnehmer genannt.
Beschreibung
Ziel des Auftrags ist die systematische Analyse der Lernortkooperation in der Pflege-ausbildung. Es werden fundierte Ansätze zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen schulischen, hochschulischen und praktischen Lernorten identifiziert und pra-xisnahe zielgruppenspezifische Empfehlungen zur Verbesserung der Lernortkooperati-on entwickelt.
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Weitere Pflichtangaben aus der Bekanntmachung
„Lernortkooperationen in den Pflegeausbildungen beziehen sich auf die Zusammenar-beit von Pflegeschulen bzw. Hochschulen und praktischen Ausbildungseinrichtungen, wie beispielweise stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege und ambulante Pfle-geeinrichtungen. Ziel ist es, Theorie und Praxis eng miteinander zu verzahnen, um Aus-zubildenden einen möglichst kohärenten, praxisnahen und qualitativ hochwertigen Lernprozess zu ermöglichen (vgl. Dauer 2023). Die verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit kann durch gemeinsame Qualitätsstandards (z.B. zu Praxisanleitung,) zwischen den Partnern der Theorie- und Praxislernorten zu einer qualitativ hochwerti-gen Pflegeausbildung beitragen (vgl. Wochnik et al. 2022). Der Kompetenzerwerb der Auszubildenden bzw. Studierenden wird durch den aufeinander abgestimmten Ausbil-dungsplan der Pflegeschule bzw. des modularen Curriculums der Hochschule effektiv unterstützt. Pflegeschulen, Träger der praktischen Ausbildung und beteiligte Einrichtun-gen sind zur Zusammenarbeit per Kooperationsvertrag verpflichtet (vgl. § 6 Pflegeberu-fegesetz (PflBG), § 1 und § 8 Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflAPrV). Hochschulen schließen mit den Trägern des praktischen Teils der hochschuli-schen Pflegeausbildung ebenfalls Verträge (vgl. § 38a PflBG, § 31 PflAPrV). Trotz der gesetzlichen Vorgaben zur Lernortkooperation bestehen weiterhin Herausforderungen in der praktischen Umsetzung, die sich sowohl auf struktureller als auch auf didakti-scher und organisatorischer Ebene zeigen. Unterschiedliche institutionelle Rahmenbe-dingungen, regionale Unterschiede und variierende Kooperationsmodelle können eine einheitliche und wirksame Zusammenarbeit der beteiligten Akteure und Akteurinnen erschweren. Die Passung zwischen schulischen Curricula und praktischen Ausbildungsplänen ist ein zentraler Faktor für den Lernerfolg der Auszubildenden. Lückenhafte Abstimmungspro-zesse oder unzureichend verzahnte Inhalte können dazu führen, dass theoretisch ver-mittelte Kompetenzen in der Praxis nicht adäquat angewendet werden können oder praktische Erfahrungen nicht ausreichend in den theoretischen Unterricht integriert werden (vgl. Wochnik et al. 2024). Gleichzeitig zeigt sich in der Umsetzung von Lernort-kooperationstreffen, dass deren Organisation, inhaltliche Ausgestaltung und Verbind-lichkeit erheblich variiert. Die Frage, wie diese Treffen strukturiert und ausgewertet werden können, um zur Stärkung der Ausbildungsqualität beizutragen, ist bislang nur unzureichend beleuchtet. Neben den strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen spielen auch die Perspek-tiven der beteiligten Akteure und Akteurinnen eine wesentliche Rolle für erfolgreiche Lernortkooperationen. Damit Lernortkooperationen gelingen, ist es wichtig, dass Pra-xisanleitende und Lehrende (inkl. Praxisbegleitende) ihre jeweiligen Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten klar abstimmen. Auszubildende und Studierende profitieren so von einer konsistenten, transparenten Begleitung über alle Lernorte hinweg. Gleichzei-tig schaffen die Leitungen der beteiligten Einrichtungen die organisatorischen Voraus-setzungen für eine verbindliche und verlässliche Umsetzung der Kooperation. Fehlende Abstimmung und divergierende Erwartungen zwischen den Akteuren und Akteurinnen können zu Konflikten führen, die die Qualität der Ausbildung beeinträchtigen und das Erreichen der Ausbildungsziele für alle Beteiligten erschweren (vgl. Noelle et al. 2024). Eine weitere Herausforderung ist die Einbindung kleinerer Einrichtungen und ambulan-ter Pflegedienste in die praktische Ausbildung, insbesondere in strukturschwachen oder ländlichen Räumen (vgl. Ausbildungsoffensive Pflege (2019–2023)). Während große Einrichtungen oft über etablierte Strukturen für die Anleitung von Auszubildenden ver-fügen, stehen kleinere Ausbildungseinrichtungen vor der Herausforderung, geeignete Modelle der Praxisanleitung und Kooperation mit beschränkten Ressourcen zu entwi-ckeln. Hier bedarf es alternativer Lösungsansätze, um deren Ausbildungsbeteiligung zu stärken und die Ausbildungsqualität unabhängig von der Größe der Einrichtung sicher-zustellen. Angesichts dieser offenen Fragen wird eine vertiefte wissenschaftliche Untersuchung benötigt, um das Zusammenspiel der Lernorte besser zu verstehen, bestehende Her-ausforderungen zu analysieren und gezielte Weiterentwicklungen anzustoßen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Forschungsprojekt werden u. a. mittels Projektabschlussbericht durch das BIBB an die zuständigen Fachministerien – das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – berichtet. Sie dienen als Grundlage für weitere Kommunikations- und Entscheidungsprozesse. Das Projekt ist dem Forschungsprogramm des BIBB zur Pflegeforschung und zum Pfle-geberuf gemäß § 60 Absatz 4 Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflAPrV) zugeordnet. Der Auftrag beginnt voraussichtlich zum November 2025.“
Zuschlagskriterien
Wonach der Auftraggeber das wirtschaftlichste Angebot ermittelt.
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Konzept 60 %Qualität
Konzept Für jedes erfüllte Unterkriterium gibt es zwei Punkte. Unterkriterien Arbeits- und Zeitplanung: Die Planung ist logisch und erreicht alle geforderten Produkte und Zeitziele. Das Projektmanagement passt zu AP2 und dem gewählten Forschungsdesign Geplantes methodisches Vorgehen (Einsatz wissenschaftlicher Methoden in der Recherche, Methoden und Planung Datenerhebung etc.): Das geplante methodische Vorgehen wird nachvollziehbar erläutert und ist aufeinander abgestimmt. Das Vorgehen ist geeignet die Forschungsfragen zu beantworten und die produktrelevanten Erkenntnisse zu generieren. Kommunikationsplanung mit Auftraggeber: Die Kommunikation erfüllt mindestens die Anforderungen in der Leistungsbeschreibung und wird in der Planung proaktiv und regelmäßig gestaltet, aus der Planung ist ein lückenloser Kommunikationsfluss sichtbar. Datensparsamkeit: Das geplante methodische Vorgehen ist sparsam in der Datenerhebung und schont das zu befragende Feld. Ergebnistransfer: Alle Vorgaben des AP4 werden umgesetzt. Die geplante Umsetzung wird präzise erläutert. Der Auftragnehmer skizziert im Konzeptteil des Angebots einen Entwurf für eine Publikationsplanung mit passenden Fachzeitschriften.
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Preis 40 %
Der Bestpreis wird mit 10 Punkten bewertet. Für alle weiteren potentiellen Auftrag-nehmer ermittelt sich die Punktzahl nach der Formel: Bestpreis x 10/ Preis des jewei-ligen Angebotes. Es wird nach den kaufmännischen Regeln auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet.
Quelle: Bekanntmachung (eForms) — Gewichtung wie vom Auftraggeber veröffentlicht.
Eingegangene Angebote
Dies sind die je Los eingegangenen Angebotswerte. Wer den Zuschlag erhalten hat, steht im Vergabe-Ergebnis oben bzw. im Vergabe-Status (Sidebar) — die einzelnen Angebote sind in der Bekanntmachung jedoch keinem namentlichen Bieter zugeordnet.
Verfahrensverlauf
📅 .icsVollständige Historie dieses Vergabeverfahrens — alle Phasen und Veröffentlichungen.
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Ausschreibung
Angebote werden eingeholt
1 Veröffentlichung
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Auftrag wurde zugeschlagen · 57 Tage nach Fristende
Auftragnehmer Universität MünsterZuschlagswert 758.764 €1 Veröffentlichung
- 02.12.2025 Original-Veröffentlichung aktuell
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