AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Wärmeliefervertrag für die Zentrale Wärmeversorgungsanlage für die Landesliegenschaften im Stadtteil Frohe Zukunft in Halle (S.)
Stammdaten
- Auftraggeber
- Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (LB BLSA), Zentrale Vergabestelle, Magdeburg
- Veröffentlicht
- 26.08.2023
- Frist (Submission)
- 26.09.2023
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- CPV-Code
- 09323000 — Erdöl, Strom und Energie
- Branche
- Energie & Umwelt
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Das Land Sachsen- Anhalt betreibt im Stadtteil „Frohe Zukunft“ im Norden der Stadt Halle (Saale) eine Justizvollzugsanstalt sowie auf einem angrenzenden Areal mehrere Landesämter bzw. Landesliegenschaften. Das gesamte Areal wird von einem Heizkraftwerk über ein Nahwärmenetz zentral mit Wärmeenergie versorgt. In Verbindung mit dem umfangreichen Umbau und der Sanierung der Justizvollzugsanstalt Halle und des angrenzenden Polizeiversorgungslagers ist perspektivisch die Erneuerung der Energieversorgung des Areals verbunden. Derzeit werden die Liegenschaften im Rahmen eines Wärmeliefermodells von einem Privatinvestor versorgt. Der im Jahr 1996 geschlossene und im Jahr 2016 verlängerte Vertrag endet am 15.11.2023. Die Heizzentrale ist in einem eigenen Gebäude mit der Grundfläche von ca. 48 m x 10 m untergebracht, wobei zur Aufstellung der Technik lediglich ca. 320 m² der verfügbaren Fläche genutzt werden. Die Wärmeerzeugungsanlage besteht aus einer Kombination von drei Gasheizkesseln mit insgesamt rund 7.800 Kilowatt Heizleistung sowie einem Blockheizkraftwerk mit 90 Kilowatt thermischer Leistung. Versorgt werden damit drei Bereiche jeweils über einen eigenen Heizkreis: - Heizkreis Justizvollzugsanstalt, Wilhelm- Busch- Straße 38 - Heizkreis Polizeiversorgungslager, Herbert- Post- Straße 8 / Dessauer Straße 104 - Heizkreis Landesverwaltungsamt, Dessauer Straße 70 Der Jahresbedarf an aus Erdgas gewonnener Energie beträgt bisher, gemessen an den in den Heizkreisen des zentralen Rohrnetzverteilers installierten Wärmemengenzählern, ca. 10.000 … 10.500 MWh/a. Es liegen Angaben zur Wärmeabrechnung der einzelnen Nahwärme-Heizkreise für einige Jahre sowie der Stundenlastgang des Gasverbrauches für 2 Jahre vor. Aufgrund von derzeit stattfindenden Abbruch-, Umbau- und Neubaumaßnahmen von beheizten Gebäuden auf dem Areal des Polizeiversorgungslagers wird sich der Bedarf im Vertragszeitraum voraussichtlich um ca. 1.000 MWh/a verringern. Die Anlagentechnik ist im Wesentlichen im Jahr 1996 errichtet worden, lediglich das BHKW wurde in 2016 installiert. Die Kesselanlagen haben ihre Grenznutzungsdauer bereits überschritten. Die beiden Großkessel (je 3.700 kW) sind defekt und derzeit nicht am Netz. Die sommerliche Wärmeversorgung der Liegenschaften erfolgt mit dem dritten Niedertemperaturkessel (400 kW Nennwärmeleistung) und dem BHKW, wobei momentan nur der Heizkreis „Justizvollzugsanstalt“ Wärme benötigt. Die sommerliche Heizlast beträgt daher ca. zwischen 100…400 kW. Für die bevorstehende Heizperiode und darüber hinaus für die Dauer der Vertragslaufzeit sind entsprechende technische Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Liegenschaften zu gewährleisten. Sollte ein Austausch der Heizkessel er-forderlich sein, so sind die Kosten des Rückbaus der defekten Anlagentechnik sowie eine Ersatzinvestition in das Angebot einzukalkulieren. Entsprechend den bisherigen Planungen ist nach der Heizperiode 2026 / 2027 der Umbau der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber vorgesehen, mit dem Ziel der Substitution fossiler Brennstoffe durch die verstärkte Nutzung von erneuerbarer Energie. Dafür ist nach Ende der Heizperiode 2026 / 2027 die Übernahme der Wärmeerzeugungsanlage durch den Auftraggeber zum 30.04.2027 geplant.
Vertragslaufzeit
- Beginn
- 16.11.2023
- Ende
- 30.04.2027
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 26.09.2023
- Wertung
- Vergabeergebnis