AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 13.07.2026 21:17 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/e17200cd-b31c-4faf-b37d-b4a2e74b0960/

VgV Asklepios mental health Campus Niedersachsen -OBJ/FA/Verkehr

Notice-ID: e17200cd-b31c-4faf-b37d-b4a2e74b0960 · Procedure-ID: ea86a967-5582-46b7-94e9-5341f1b46b18

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Stammdaten

Auftraggeber
Asklepios Psychiatrie Niedersachsen GmbH, Göttingen
Veröffentlicht
04.07.2025
Frist (Submission)
04.08.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71240000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle

Beschreibung

Gegenstand des Verfahrens ist der Neubau der Asklepios Psychiatrie Niedersachsen am Standort Göttingen. Das Asklepios Fachklinikum Göttingen übernimmt die Pflichtvollversorgung für die Region Südniedersachsen und stellt mit 543 voll- und teilstationären Planbetten und 559 aufgestellten Betten sowie einer Institutsambulanz am Standort Göttingen die psychiatrische Versorgung für die Landkreise Göttingen, Northeim sowie die südwestlichen Teile des Landkreises Goslar sicher (rund 630.000 Einwohner). Das Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn ist mit 182 vollstationären Planbetten und 210 vollstationären aufgestellten Betten, je einer psychiatrischen Institutsambulanz für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche neben der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Behandlung Erwachsener insbesondere auf die Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters spezialisiert. Die bereits existierenden fachlichen Kooperationen der Fachkliniken Göttingen und Tiefenbrunn werden weiter in vielen Bereichen ausgebaut. In der forensischen Psychiatrie und Psychotherapie am Standort des Asklepios Fachklinikums Göttingen werden gegenwärtig 63 Patienten auf Grundlage des § 63 StGB (Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus) bzw. § 126a StPO (vorläufige Unterbringung) stationär behandelt. Darüber hinaus werden im Rahmen der forensischen Institutsambulanz entlassene Patienten nachbetreut. Die Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie ist teilprivatisiert, die hoheitlichen Aufgaben werden von dem Land Niedersachsen zugeordneten Landesbediensteten wahrgenommen. Auf Grund der dringlichen Notwendigkeit einer baulichen Anpassung soll das Fachklinikum in Göttingen unter dem Titel "Asklepios mental health Campus Niedersachsen" neu gebaut werden. Ziel ist die Schaffung eines Fachklinikums mit fachlichen und organisatorischen Synergien in einem Haus - in einem eigenständigen und verbindenden mental health Campus. Die Asklepios Psychiatrie Niedersachsen GmbH wird Auftraggeberin und Bauherrin. Die Herausforderung dabei ist das Einfügen in die bestehende bauliche Struktur des althistorischen Baus und die organisatorische und funktionale Verzahnung mit dem geplanten Neubau des Asklepios mental health Campus Niedersachsen. Aktuell bietet der Bestandsbau suboptimale Bedingungen für die Umsetzung zeitgemäßer medizinischer Konzepte und hat Nachteile für die Organisation rund um den Behandlungsprozess. Dies wird besonders deutlich am Beispiel der einzelnen Stationsgebäude, die mitunter schwierig in den Versorgungsprozess eingebunden sind und darüber hinaus eine medizinische Versorgung in Krisensituationen zusätzlich erschweren. Mit dem Neubau sollen Strukturen geschaffen werden, die auf den Behandlungsprozess ausgerichtet sind und diesen bestmöglich unterstützen. Durch eine überlegte Anordnung der Fach- und Funktionsbereiche sollen Synergieeffekte zwischen den Disziplinen entstehen und organisatorische Abläufe optimiert werden. Basierend auf dem Konzept der Betriebsorganisation erhofft sich der Anbieter innovative, moderne Konzepte der Büronutzung (new work). Zu beachten sind einzelne Aspekte des Denkmalschutzes an einigen wenigen Stellen des Klinikgeländes am Standort Göttingen. In Summe soll ein neues psychiatrisches Krankenhaus in mehreren Teilschritten bei laufendem Betrieb entstehen. Der Bieter soll sich damit auseinandersetzen und einen plausiblen Vorschlag unterbreiten, in dem die geografischen Gegebenheiten des Standortes Göttingen Berücksichtigung finden. Ziel der Maßnahme ist die Schaffung eines in die Stadt Göttingen integrierten und entstigmatisierenden Klinikums, in dem 712 aufgestellte voll- und teilstationäre Plätze incl. Reservebetten (684 Planbetten und Planplätze) auf einer Gesamtnutzfläche von ca. 37.585 m² wirtschaftlich betrieben werden können. Die Einbindung in den städtebaulichen Kontext ist Teil der Aufgabe. Aus dem aktuell vorhandenen Bestand soll eine Bausubstanz gemäß der Anlage 3 "Flächenanlayse in Anlehnung an DIN 277 und DIN 13 080" des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung" erhalten und in die neue Struktur eingegliedert werden. Besondere Anforderungen ergeben sich aus folgenden, beispielhaft genannten, Zielen: - Räumliche Trennung der kinder- und jugendpsychiatrischen Einheit und Möglichkeiten der geschützten Nähe zur Natur für Kinder und Jugendliche Patienten - Architektonische Abgrenzung der Bereiche des Fachbereichs für Abhängigkeitserkrankungen und des Fachbereichs für Gerontopsychiatrie - Planung von wirtschaftlich zu betreibenden Pflegestationen mit ausschließlich Ein- und Zweibettzimmern unter Beachtung von sozialpsychologischen Teamaspekten. Auf den Stationen kann von einem 30 %igen Anteil an Einzelzimmern ausgegangen werden. Patientenzimmer stellen den Wunsch nach Privatsphäre und Intimität in einem gleichzeitig strukturierten vollstationären Therapiesetting bei möglichst weiter Einsicht durch Behandelnde dar. Verschiedene Typen von Ein- und Zweibettzimmern bilden als Raumgruppen im Baukastenprinzip eine moderne Psychiatrie der Zukunft - Schaffung eines Ortes der Ruhe und Gesundung durch Nähe zur Natur (baulich durch lebendige Bauweise, Bepflanzung und Holz in öffentlichen Bereichen - Räume und Verkehrsflächen können maßgeblicher Teil der Therapie (shared spaces) sein und diese unterstützen. Aufgreifen des Gedankens eines therapeutischen Marktplatzes, der öffentliche Flächen in die Behandlung von psychischen Erkrankungen einbezieht. Behandlungsmöglichkeiten und Therapien können nicht auf das Patientenzimmer begrenzt sein, offene Flächen stellen gleichzeitig die Möglichkeiten für einen Austausch und Orte des Rückzugs dar und sind therapieunterstützend. - Berücksichtigung von deeskalierenden Baugrundsätzen psychiatrischer Akutstationen zum Schutz von Mitarbeitenden und Patienten gleichermaßen Kurze, übersichtliche Wege für Patienten, Personal und Materialfluss sind zentrales Ziel

Vertragslaufzeit

Periode
120 Monate

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften, Hannover

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

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