AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Erarbeitung eines Handbuchs zur Förderung von betrieblichen Pflegelotsen
Stammdaten
- Auftraggeber
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Berlin
- Veröffentlicht
- 15.09.2023
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Öffentliche Ausschreibung (national)
- Branche
- Beratung & Dienstleistungen
- Rechtsgrundlage
- UVgO (Unterschwelle)
Beschreibung
Leistungsgegenstand, Ziel und Ergebnis der Untersuchung Es soll ein Handbuch für Unternehmen sowie Betriebsverbünde von Kleinstunternehmen entwickelt werden, das sie darin unterstützt, Pflegelotsen zu etablieren. Dafür ist zunächst herauszuarbeiten, welchen Mehrwert sich die Unternehmen vom Einsatz von betrieblichen Pflegelotsen erwarten können (z. B. demographischer Wandel und Fachkräftesicherung). Dann soll Hilfe für die Auswahl geeigneter Mitarbeitendenprofile formuliert werden. Ferner ist auf mögliche bestehende Schulungsangebote hinzuweisen und ein ergänzendes niederschwelliges (Selbst-)Schulungsmaterial zu entwickeln. Abschließend sind weitere unterstützende Bausteine denkbar, wie z. B. Hinweise, wie das Unternehmen seinen geschulten Pflegelotsen unterstützen kann. Die Ergebnisse sollen in Form eines Handbuchs in vier Bausteinen anschaulich, knapp und zielgruppenorientiert aufbereitet und dargestellt werden. Das Schulungsmaterial sei so aufbereitet, dass es aus der Darstellung herauslösbar ist. 1. Baustein - Leitfragen: Was ist ein Pflegelotse? Welche Aufgaben hat ein Pflegelotse? Welche Vorteile haben Pflegelotsen im Unternehmen? - Inhalt: In diesem Kapitel soll dargestellt werden, welche Vorteile es für ein Unternehmen hat, einen Pflegelotsen einzusetzen. Dabei können auch Herausforderungen angerissen werden, wenn dafür auch Lösungen aufgezeigt werden können. - Methodik: Die Informationen können anhand von Befragung von Unternehmen, die bereits betriebliche Pflegelotsen einsetzen, sowie der Auswertung von allgemein zugänglicher Literatur und Quellen generiert werden. - Ergebnis: Das Ergebnis soll eine bündige Kurzdarstellung davon sein, was Pflegelotsen sind (Definition), was sie machen (Aufgaben) und worin Vorteile und Herausforderungen mit Lösungsansätzen für Unternehmen liegen. 2. Baustein - Leitfragen: Wie finde ich meinen Pflegelotsen? Wer ist für uns als Unternehmen die optimale Kandidatin bzw. der optimale Kandidat zur Schulung als Pflegelotse? - Inhalt: In diesem Kapitel sollten dem Unternehmen, aufgezeigt werden, worauf sie bei der Wahl ihres Pflegelotsen achten sollten. Hierbei kann auf die Motivation sowie persönlichen, sozialen und kommunikativen Eigenschaften abgestellt werden. - Methodik: Die Informationen können anhand von Befragungen von Unternehmen, die bereits betriebliche Pflegelotsen einsetzen sowie der Auswertung von allgemein zugänglicher Literatur und Quellen generiert werden. - Ergebnis: Das Ergebnis sollte die Darstellung mit Auswahlbegründung von geeigneten Kompetenzen (Auswahlkriterien) sein, z. B. in Form einer Checkliste. 3. Baustein - Leitfragen: Wie kann sich meine Mitarbeiterin bzw. mein Mitarbeiter qualifizieren? Was muss meine Mitarbeiterin bzw. mein Mitarbeiter wissen? - Inhalt: In diesem Schwerpunktkapitel soll aufgezeigt werden, wie ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin, sich zum Pflegelotsen qualifizieren kann. In einem ersten Unterkapitel gilt es, ganz allgemein auf bestehende Schulungsformate hinzuweisen (z. B. Hinweis auf mögliche nutzbare Angebote, z. B. digitale Schulungen, Inhouseoder externe Schulungen, möglichst ohne Nennung von Anbietern). In einem zweiten Unterkapitel sollen inhaltliche Themen identifiziert und ausgearbeitet werden. Verpflichtende Themenblöcke sind: Rolle des Pflegelotsen, Demenz, Kommunikation und personenzentrierte Gesprächsführung, Fallkonstellationen. - Methodik: Die Themen können anhand der Auswertung von allgemein zugänglicher Literatur und Quellen identifiziert und inhaltlich ausgearbeitet werden. - Ergebnis: Das Ergebnis soll die Erstellung von mehreren Themenblättern/Factsheets sowie eines Gesprächsleitfadens des Pflegelotsen mit Mitarbeitenden sein. Jedes Themenblatt sollte einen ähnlichen, zugänglichen Aufbau haben, der mit Hinweisen zu weiterführenden Informationen endet. Im Gegensatz zu Baustein 1, 2 und 4 sollten bei Baustein 3 im Handbuch selbst nur Basisinformationen stehen, die dann auf die Themenblätter verweisen. Die Themenblätter und Gesprächsleitfaden sollten dann über einen gesonderten Weg abrufbar sein (Verlinkte Anlagen? Link zu Webdienst?). 4. Baustein - Leitfragen: Wie kann ich als Unternehmen den Pflegelotsen unterstützen? - Inhalt: In diesem Kapitel soll erstens identifiziert werden, wie Unternehmen ihre betrieblichen Pflegelotsen am besten in ihrer Tätigkeit unterstützen können. Zweitens soll herausgearbeitet werden, welche Formate sich als erfolgsversprechend herausgestellt haben, das hausinterne Angebot in die Belegschaft zu kommunizieren. Das Ergebnis sollen Darstellungen von z. B. Unterstützungsmöglichkeiten (z. B. Freistellungsformen des Pflegelotsen) und Kommunikationskanäle (z. B. Intranet, Flyer, Newsletter, Veranstaltungen) sein. - Methodik: Die Informationen können anhand von Befragungen von Unternehmen, die bereits betriebliche Pflegelotsen einsetzen sowie der Auswertung von allgemein zugänglichen Quellen generiert werden. - Ergebnis: Das Ergebnis soll eine bündige Kurzdarstellung davon sein, was Unternehmen zur Unterstützung tun können. Bei den Unternehmensbefragungen werden qualitativ standardisierte Befragungen von Unternehmen und Personalverantwortlichen favorisiert, die sowohl größere Unternehmen als auch KMU sowie ggf. auch Betriebsverbünde und Kleinstbetriebe abbilden. Auf das Erfordernis eines aussagekräftigen Datenschutzkonzeptes für die Maßnahme nach Vergabe und vor Beginn der Maßnahme wird hingewiesen.
Vergabe-Status
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