AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) - Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden
Stammdaten
- Auftraggeber
- Bundesinsitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), FWD 3, Bonn
- Veröffentlicht
- 30.07.2024
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- CPV-Code
- 73000000 — Forschung und Entwicklung
- Branche
- Bildung & Forschung
- Geschätzter Wert
- 991.597 €
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Das neue ExWoSt-Forschungsfeld „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“ fokussiert sich auf verdichtete, von Hitze belastete Gebiete, in denen Menschen auch durch weitere Umweltbelastungen (Feinstaub, Lärm) besonders betroffen sind ebenso wie auf vulnerable Gruppen (ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge und finanziell schlechter gestellte Menschen). Das Forschungsfeld soll neue Erkenntnisse liefern zur Etablierung einer konsequenten Hitzevorsorge als Teil einer resilienteren und klimaangepassten Städtebau- und Baupolitik und ermöglicht dadurch die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen im Sinne der Daseinsvorsorge und entsprechend des Leitbilds einer grünen, gerechten und produktiven Stadt der Neuen Leipzig-Charta. Der Fokus der Forschung liegt auf kommunalen Planungs- und Kommunikationsprozessen sowie auf der Einbeziehung und Aktivierung der privaten Akteure. In Modellvorhaben sollen u.a. die Aushandlungsprozesse zwischen den verschiedenen Akteuren untersucht werden. Kern des Forschungsprojektes ist es, übertragbare Ansätze der Umsetzung für eine Hitzevorsorge in Städten zu generieren und Hemmnisse sowie Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Im Ergebnis können z.B. Prozesshilfen für unterschiedliche Akteure und Maßnahmen für ortsangepasste, naturbasierte und bauliche Lösungen abgeleitet werden. Die Aufgabe der Forschungsassistenz besteht in der Begleitung und Untersuchung von Modellvorhaben, der Durchführung verschiedener Fachveranstaltungen, der Erstellung verschiedener Expertisen zu ausgewählten Themen der Hitzevorsorge, einer Querauswertung vorliegender Forschungsbefunde sowie einer Studie zu nationalen und internationalen Fallbeispielen. In den vorgesehenen 9 Modellvorhaben sollen v.a. die verschiedenen Akteurskonstellationen und ihre Interaktion untereinander untersucht werden. Von Interesse sind nicht nur kommunale Akteure sondern auch Akteure aus der Immobilienwirtschaft. Projekte der Hitzevorsorge können sich beziehen auf den öffentlichen Raum (z.B. Maßnahmen zur Kühlung und Verschattung des öffentlichen Raumes/Straßenraumes), Grün- und Freiräume (z.B. zugängliche und kühlende Parkanlagen) oder auf Gebäude (Bereitstellung kühler Orte im öffentlich zugänglichen Innenraum). Von Interesse sind auch Synergien und Schnittstellen zwischen Stadtentwicklung, Freiraumentwicklung und Bauwesen (z.B. Konzepte des Zusammenwirkens von Gebäuden und Bäumen zur Verschattung des Straßenraumes, hitzesresiliente Quartierskonzepte unter Einbeziehung privater Liegenschaften). Projekte zu Einzelmaßnahmen im Gebäudebereich kommunaler oder privater Immobilieneigentümer sind ebenso adressiert (z.B. Schemata zur Feststellung des Sanierungsbedarfs im Spannungsfeld Kommune und Privateigentümer, zur Prozessoptimierung bei Genehmigungsverfahren im Baubestand, zur Bedarfsanalyse vulnerable Nutzergruppen in Ahängigkeit von Quartier und Gebäudestandards).
Vertragslaufzeit
- Beginn
- 01.06.2024
- Ende
- 31.10.2027
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergeben – Auftragnehmer nicht genannt
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 23.05.2024
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer des Bundes, Bonn
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.