AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Umstellung der Kläranlage Ochtendung auf Schlammfaulung, Los 2 - Planungsleistungen der EMSR-Technik und der Elektrotechnik gemäß § 55 HOAI in den Leistungsphasen 1-9
Stammdaten
- Auftraggeber
- Verbandsgemeinde Maifeld - Abwasserwerk, Polch
- Veröffentlicht
- 20.09.2024
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
- KMU-geeignet
- Ja (laut Auftraggeber-Angabe)
Beschreibung
Das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Maifeld plant den Ausbau der Kläranlage Ochtendung mit Umstellung auf die Verfahrensführung der anaeroben Schlammstabilisierung. Die Kläranlage liegt westlich von Ochtendung und bedient die Entwässerung der Ortsgemeinde mit derzeit ca. 5.500 Einwohnern. Die Anlage wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen und ist auf eine Ausbaugröße von 9.000 EW ausgelegt, wobei sie derzeit mit lediglich 5.200 EW belastet wird. Aus wirtschaftlichen und energetischen Gründen plant die Auftraggeberin die Umstellung der Verfahrensführung von einer aeroben mechanisch-biologischen Reinigung auf anaerobe Schlammstabilisierung (Umstellung auf Schlammfaulung), wobei der Klärschlamm aus der benachbarten gleich hoch belasteten KA Welling mitbehandelt werden soll. Für die Kläranlage Welling (die nicht Inhalt dieser Ausschreibung ist) wurde bereits im Rahmen einer Vorplanung ein Umbaukonzept entwickelt. Dem Vorhaben liegt eine Machbarkeitsstudie zugrunde, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist. Deren Ergebnisse sind zu beachten. Für die Umstellung der Kläranlage Ochtendung auf Schlammfaulung sind folgende baulichen Maßnahmen angedacht: - Bau einer Vorklärung, - Bau eines Zwischenpumpwerks, - Bau einer Schlammfaulung mit zugehörigen Peripherieanlagenstufen, (Technikgebäude; Rohschlammbehälter usw.), - Gasverstromung (BHKW), - Ersatzneubau stationäre Schlammentwässerung - Umbau eines Schlammsilos zu einem Filtratwasserspeicher. Der maschinell voreingedickte Überschussschlamm soll zusammen mit dem Primärschlamm aus dem Vorklärbecken sowie den angelieferten Fremdschlämmen der Kläranlage Welling in einem neu zu bauenden Rohschlammbehälter zwischengespeichert werden. Von hier aus soll die "quasikontinuierliche" Beschickung der Faulungsanlage erfolgen. Die Kosten der EMSR-Technik und der Elektrotechnik werden wie folgt erwartet: KG 440 (Elektrische Anlagen) 494.000,00 EUR, netto KG 450 (Kommunikationsanlagen) 59.000,00 EUR, netto KG 480 (Gebäude und Anlagenautomation) 41.000,00 EUR, netto Die Leistungen werden ausgeschrieben in: - Los 1: Objektplanung der Ingenieurbauwerke sowie die Planungsleistungen der Maschinentechnik und der technischen Ausrüstung jeweils in den Leistungsphasen 1-9 nach §§ 43, 55 HOAI, - Los 2: Planungsleistungen der EMSR-Technik und der Elektrotechnik in den Leistungsphasen 1-9 nach § 55 HOAI. Die Genehmigungsplanung soll bis Ende 2025 erstellt werden. Eine bauliche Realisierung der Maßnahme ist ab dem Frühjahr 2027 geplant. Bezüglich der Leistungsbeschreibung orientieren sich die Auftraggeber an der HOAI 2021. Näheres regelt der jeweilige Vertrag. Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert.
Vertragslaufzeit
- Beginn
- 01.01.2025
- Ende
- 31.12.2032
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Mainz
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.