AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Dienstleistungen von Ingenieurbüros – ZOB Neubau | Planung Tiefbau
Stammdaten
- Auftraggeber
- Stadtverwaltung Göppingen
- Veröffentlicht
- 20.02.2025
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Die Stadt Göppingen beabsichtigt den Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs Göppingen auf einer Fläche von ca. 8700m². Hierzu hat die Stadt Göppingen einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Neubau eines Überdachungsbauwerks für Landschaftsarchitekten, Tragwerksplaner und Architekten durchgeführt. Der Realisierungswettbewerb zielt auf eine Neugestaltung des ZOB und eine Anknüpfung an den Bahnhofsplatz ab. Das daran anschließende VgV-Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), der sich im Randbereich der südwestlichen Innenstadt befindet und zusammen mit dem Bahnhof ein wichtiger Eintrittspunkt in die Innenstadt ist, soll als bedeutender Stadteingang und attraktiver Aufenthalts- und Durchgangsbereich für Pendler, Touristen und Geschäftsreisende aufgewertet werden. Dabei soll der wertvolle Baumbestand so weit wie möglich erhalten und durch neue Pflanzflächen ergänzt werden. Durch die verkehrliche Neuordnung sollen die Verkehrsfunktionen am Bahnhof vereinfacht und entflochten und die Situation für alle Verkehrsteilnehmer - insbesondere für Fußgänger und Radfahrer - verbessert werden. Bahnhof und Busbahnhof sollen zukünftig alle Anforderungen einer multimodalen Verkehrsdrehscheibe erfüllen und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel fördern. Der ZOB, einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte für den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt und der Region, weist nach fast 35 Jahren Betrieb gestalterische und funktionale Mängel auf, insbesondere die Bushaltestellen erlauben keinen barrierefreien Zugang zu den Bussen. Aufgrund gestiegener Anforderungen an die Barrierefreiheit und einem dringend sanierungsbedürftigen Fahrbahnbelag werden in Zukunft grundlegende bauliche Eingriffe am ZOB erforderlich sein. Dies soll eine zukunftsweisende Lösung für den ZOB und einen hochwertigen Stadtraum mit Aufenthaltsqualität schaffen. Ebenso sind die Fragen der Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Betriebsführung des Standortes mit der Maßnahme zukunftsfähig zu beantworten. Die Baumaßnahmen für den Neubau ZOB sollen Mitte des Jahres 2026 beginnen. Geplant ist eine Inbetriebnahme bis spätestens Mitte 2028. Es werden die Leistungen der Fachplanung Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke (Tiefbau) und Technische Ausrüstung (ELT) jeweils mittels Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben. Für den Neubau des ZOB Göppingen wird auch eine Interimslösung notwendig sein. Die EU-weite Ausschreibung der Fachplanungsleistungen Verkehrsanlagen für die Interimslösung sind Gegenstand eines separaten VgV-Verfahrens, das parallel zu den Verfahren für den Neubau des ZOB stattfindet. Bewerbungen für beide Verfahren werden ausdrücklich begrüßt. Die Kosten für den Neubau des ZOB werden auf ca. 11,22 Mio € brutto (KG 300-500, inkl. Tiefbau und Überdachungsbauwerke) geschätzt. Die Verkehrsfläche des neu zu planenden ZOB beträgt insgesamt ca. 7.000m². Die Abgrenzung der Leistungen Freianlagen zu den Leistungen Verkehrsanlagen ist wie folgt vorgesehen: ab OK Planum Zuordnung zu Freianlagen. Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses soll ein Antrag zur Förderung mit Mitteln des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes für den kommunalen Straßenbau gestellt werden. Zusatz Ingenieurbauwerke Tiefbau: Für die Straßenentwässerung sind ca. 275lfm neue Rohrleitungen zu planen. Es sind Tiefbauleistungen für die dynamische Fahrgastinformation zu erbringen (Fundamente). Die Dimensionierung und Platzierung der Fundamente für das neue Dachtragwerk des ZOB kann Auswirkungen auf Art und Umfang der Leistungen Ingenieurbauwerke Tiefbau haben. Eine Präzisierung kann im Rahmen der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung erfolgen. Eine Ver-/ Umlegung des Hauptsammlers (Kanal) ist nicht vorgesehen. Weitere Leitungsmaßnahmen wie eine etwaige Verlegung der bestehenden Gas-, Elektro- oder Wasserleitungen sind im Zuge der Planung zu konkretisieren. Die Lage, Positionen und Fundamente der DFI werden ebenfalls im Lauf der Planungsphase geklärt. Leitungsbestandspläne müssen beim jeweiligen Leitungsträger angefordert werden. Die Kosten für die Tiefbaumaßnahmen werden aktuell auf ca 260.000 € netto geschätzt. Die alte Mühlbachverdolung wurde im Zuge des Neubaus des SVZ/ TeamViewer stillgelegt und auf das Kanalsystem des ZOB umgehängt. Der Verlauf ist im Lageplan als Sammelleitung markiert. Hier ist zu berücksichtigen, dass diese Ableitung in Betrieb bleiben muss, natürlich nicht zwingend in dieser Lage. Für die Planungen des ZOB empfiehlt die Stadtentwässerung Göppingen eine gezielte Ableitung für Starkregenereignisse in den alten Hauptsammler vorzusehen. Dieser ist aufgrund des Neubaus des Hauptsammlers in anderer Trassenführung nur noch teilweise ausgelastet und hat hydraulische Kapazitäten frei. Der ZOB befindet sich an einem Tiefpunkt im Stadtgebiet ohne Abflussmöglichkeit. Werden Einrichtungen zur Oberflächenentwässerung während eines Regenereignisse zum Beispiel durch Geschwemmsel, Schlamm oder Müll verlegt, kann das Niederschlagswasser nicht mehr abfließen und es bildet sich ein See. Um den Betrieb der Oberflächenentwässerung möglichst lange aufrecht zu erhalten, sollte in Summe ein möglichst großer Abflussquerschnitt angestrebt werden. Dies kann zum Beispiel erreicht werden über eine höhere Anzahl an Straßeneinläufen oder lange Linienentwässerungen in Verbindung mit den Bussteigen. Wichtig ist, dass das Oberflächenwasser auch nach dem Starkregenereignis weiterhin ungehindert abfließen kann. Dadurch kann die Überflutungsdauer deutlich reduziert werden. Details zu den Überflutungen in diesem Bereich können der Starkregenkarte entnommen werden. Entwässerung: Nur der Niederschlag auf die Fahrbahnen soll als Restwasser in den Kanal geleitet werden, während für die anderen Flächen eine sinnvolle Versickerung oder Ableitung zu Pflanzflächen vorgesehen ist.
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor