AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Architektenleistungen
Stammdaten
- Auftraggeber
- Vergabestelle Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
- Veröffentlicht
- 04.03.2024
- Frist (Submission)
- 10.04.2024
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Mehrfachvergabe
- CPV-Code
- 71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Geschätzter Wert
- 178.000 €
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Die Turn- und Versammlungshalle Hedelfingen ist stark sanierungsbedürftig. Zudem entspricht sie von den Spielfeldabmessungen, Sicherheitsaspekten sowie dem energetischen Standard nicht mehr den heutigen Anforderungen und lässt nur eine eingeschränkte sportliche und versammlungsrechtliche Nutzung zu. Eine Sanierung oder Erweiterung der bestehenden Halle wird als unwirtschaftlich angesehen. Die Stadtbezirke Hedelfingen und Wangen sind im Bereich des Vereins- und Allgemeinsports an Turn- und Sporthallen unterversorgt. Nach richtwertorientierter Bedarfsermittlung fehlen den beiden Stadtbezirken derzeit insgesamt 2,6 Übungseinheiten (eine Übungseinheit entspricht 405 m² Hallenfläche). Auch die tatsächliche Nachfrage nach zusätzlichen Hallenzeiten bestätigt den vorhandenen Fehlbedarf. Bei den vorgesehenen Sport- und Versammlungsflächen handelt es sich einerseits um die für die Stadtbezirke Hedelfingen und Wangen wichtigen Flächen für Vereins- und Freizeitsport, andererseits um die Wiederherstellung einer vielseitig nutzbaren Versammlungsstätte für den Bezirk Hedelfingen. Zudem hat sich bei der Abstimmung mit den örtlichen Sportvereinen gezeigt, dass ein zusätzlicher Sportgymnastikraum gut ausgelastet wäre. Auch im Hinblick auf den integrativen Ansatz der angebotenen Kampfsportangebote im Bezirk, wäre die feste Verortung der entsprechenden Vereinsangebote ein guter Baustein, diese Angebote, gegebenenfalls in der Begleitung von Jugendsozialarbeitern, weiter voran zu bringen. In den Oberen Neckarvororten Hedelfingen, Obertürkheim und Wangen wie auch in Birkach liegt neben dem Bedarf an Sporthallenflächen auch eine deutliche Unterversorgung an Bibliotheksangeboten für die dortige Bürgerschaft vor. Die als Richtgröße für eine ortsfeste Bibliothek geltende Einwohnerzahl von 8.000 Personen ist in Hedelfingen ebenso gegeben wie eine über dem Richtwert liegende Entfernung zum nächstgelegenen Bibliotheksstandort. Im Sinne der Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien ist eine räumliche Verankerung der Bibliothek vor Ort zudem geboten und eine starke Ausrichtung der Stadtteilbibliothek Hedelfingen auf die Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen geplant. Entsprechend wurde die Integration einer Stadtteilbibliothek für Hedelfingen in den Hallenneubau im Rahmen einer erweiterten Machbarkeitsstudie untersucht. Ein wesentlicher Faktor für die Standortentscheidung besteht darin, den benachbarten öffentlichen Festplatz und den angrenzenden Grünzug durch den Neubau planerisch mit einzubeziehen und dadurch wiederzubeleben. Die vorhanden großzügigen Freiflächen werden aktuell kaum genutzt und bedürfen einer Reaktivierung (Ideenteil). Die Flächen sollen dabei so restrukturiert werden, dass diese primär durch Bewegungs-, Spiel- und Aufenthaltsangeboten gestaltet werden, die in ihrer Planung auch den vielfältigen, kulturellen Nutzungsanforderungen nachkommt. Sie soll einen urbanen Freizeit-, Erholungs-, und Begegnungsort für Menschen jeden Alters schaffen und als Verbindung zwischen dem Neubau und dem Bürgerhaus dienen, sowie eine Erschließung der Otto-Hirsch Brücken zukünftig ermöglichen. Auf Grundlage eines VgV-Verfahrens inkl. Realisierungswettbewerb (mit Ideenteil) soll die beste städtebauliche, architektonische, freiräumliche und funktionale sowie wirtschaftliche Lösung für die zu planende und zu realisierende Hochbaumaßnahme inklusive der gebäudezugehörigen Freiräume gefunden werden. Im Rahmen des VgV-Verfahrens mit hochbaulichem und freiräumlichem Realisierungswettbewerb (mit freiräumlichem Ideenteil) soll ein Team aus Vertretenden der Fachbereiche Architektur und einem Landschaftsarchitektur ermittelt werden. Dabei sind folgende Bieterkonstellationen möglich: - ein Bieter bzw. eine Bieterin kann beide Qualifikationen nachweisen, - Vertretende des Fachbereichs Architektur bilden eine Bietergemeinschaft mit Vertretenden des Fachbereichs Landschaftsarchitektur, welche im Auftragsfall in einer Arbeitsgemeinschaft mündet (das Formblatt 234 ist entsprechend auszufüllen), - Vertretende des Fachbereichs Landschaftsarchitektur agieren im Auftragsfall als Sub-/ Nachunternehmende der Bietenden des Fachbereichs Architektur, sodass im Teilnahmewettbewerb die Qualifikation in diesem Fall über eine Eignungsleihe nachzuweisen ist (das Formblatt I.3 EU ist auszufüllen) Ziel ist ein gestalterisch, konstruktiv und energetisch innovatives und nachhaltiges Gebäude, welches optimale Abläufe in Planung, Bau und Unterhalt garantiert. Der Realisierungswettbewerb (mit Ideenteil) soll mit 20 Teilnehmenden Teams durchgeführt werden; davon werden fünf Teams vorab gesetzt. Der Grobkostenrahmen der Landeshauptstadt Stuttgart beträgt für die Kostengruppen 300 bis 500 (Realisierungsteil) circa 17,2 Mio. EUR brutto.
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 10.04.2024
- Wertung
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer Baden-Württemberg, Karlsruhe
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.