AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Dienstleistungen von Architekturbüros – Planungswettbewerb Deutsches Ledermuseum
Stammdaten
- Auftraggeber
- Stadt Offenbach am Main
- Veröffentlicht
- 21.03.2025
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Nicht offenes Verfahren
- CPV-Code
- 71200000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Ausgelobt wird ein interdisziplinärer, nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit 25 Teilnehmenden und zwingender gemeinsamer Beteiligung von Architekt*Innen und Landschaftsarchitekt*Innen für die Sanierung und Neukonzeption des Deutschen Ledermuseums in Offenbach. Im Rahmen des ausgelobten Wettbewerbs wird ein hochwertiger architektonischer und freiraumplanerischer Entwurf gesucht, der unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes mit seinem Vorplatz sowie unter Einbeziehung der rückseitigen späteren Erweiterungen die unten genannten Ziele in idealer Weise umsetzt. Ziel ist die strukturelle und inhaltliche Neukonzeption des DLM, die eine energetische Sanierung des Gebäudes miteinbezieht und eine durchgängige Barrierefreiheit herstellt. Es soll eine zukunftsfähige Aufbewahrung und Präsentation der Sammlung, eine funktionsbezogene Nutzungsverteilung sowie eine klare Besucherführung erreicht werden. Ebenso die Schaffung einer kontrollierten Be- und Entlüftung für konstante raumklimatische Bedingungen, eines objektschonenden Beleuchtungssystems sowie museumsgerechter Lagerungsmöglichkeiten. Die dringend erforderliche Neukonzeption sieht vor, dass das Museum eine verringerte Dauerausstellungsfläche, vergrößerte Wechselausstellungsflächen, ein Schaudepot sowie Depotflächen und Räumlichkeiten für ein breit aufgestelltes Vermittlungsprogramm erhält. Die im Raumprogramm ausgewiesene Nutzfläche NUF 1-7 umfasst rd. 5.600 m². Die Realisierung des Bauvorhabens soll bis 2029 erfolgen. Die Ausloberin hat für die Entwurfsaufgabe ein Kostenziel festgesetzt und auf Grundlage der Bedarfsplanung sowie des Raumprogramms (Stand 2023) mit 20,32 Mio. € brutto für die KG 300-500 definiert. Der komplette Museumsbetrieb wird während der Sanierung geschlossen sein; Depots, Restaurierungswerkstatt, Ausstellungen, Verwaltungsbereiche etc. werden ausgelagert. Die Betrachtung der Interimsflächen und der Auslagerungsprozesse ist nicht Bestandteil des Wettbewerbs. Es ist vorgesehen, dass die Ausloberin nach Abschluss des Wettbewerbs mit allen Preisträger*Inne n Verhandlungen nach § 17 VgV für die weitere Beauftragung der genannten Leistungsphasen führt. Das Wettbewerbsergebnis wird im Rahmen der Zuschlagskriterien für das Verhandlungsverfahren mit 55% bewertet. Weitere Zuschlagskriterien: Projektorganisation (10%); Projektumsetzung (20%); Nachhaltigkeit (5%); Honorar (10%), Zunächst sollen mit Abschluss des Wettbewerbs die Leistungsphasen 2-3 für die Objektplanung Gebäude und Freianlagen beauftragt werden. Die weiteren Leistungsphasen, mindestens bis zur LP 5, werden stufenweise beauftragt, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht (§ 8 Abs. 2 RPW) und soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll. Konkrete Informationen dazu sind dem beiliegendem Vertragsentwurf zu entnehmen. In dem Fall, dass die Ausloberin aus wichtigem Grund von einer in Teilen oder der vollständigen Realisierung Abstand nimmt, stehen den Teilnehmenden aus der Nichtbeauftragung keine finanziellen Ansprüche (auf etwaigen entgangenen Gewinn oder Schadensersatz) zu. Die Teilnehmenden verpflichten sich in dem Fall einer Beauftragung die weitere Bearbeitung zu übernehmen und durchzuführen. In diesem Fall werden die im Wettbewerb erbrachten Leistungen der Preisträger*Innen für die Leistungsphase 2 bis zur Höhe des Preisgelds nicht erneut vergütet, sofern der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zu Grunde gelegt werden kann. In Bezug auf die Planungsanforderungen werden folgende Honorarzonen und -sätze von Seiten der Ausloberin nach geltender HOAI angenommen: Museumsgebäude: Honorarzone IV Freiraumgestaltung: Honorarzone IV Kriterien für die Bewertung der Projekte: -Städtebauliche Einordnung und Einbindung -Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude -Architektonisch-räumliche Qualität der Innen- und Außenräume -Funktionalität und Erfüllung des Raumprogramms sowie der nutzungsspezifischen Raumanforderungen -Erschließung und Barrierefreiheit -Aufwand und Angemessenheit der Konstruktion, Material und Technik -Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Energiebedarf - Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Einhaltung des Kostenrahmens
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- Rustler Schriever Architekten PartG mbB
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis