AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Planungsleistungen im Bauwesen – Planung Technischen Ausrüstung „Sanierung des denkmalgeschützten Verwaltungsgebäudes Palais Rohan“
Stammdaten
- Auftraggeber
- Stadt Ettenheim
- Veröffentlicht
- 12.04.2024
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71320000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- IT & Digitalisierung
- Geschätzter Wert
- 380.000 €
Beschreibung
Zweck des Vergabeverfahrens: Die Stadt Ettenheim plant das im Herzen der Altstadt gelegene historische Verwaltungsgebäude „Palais Rohan“ unter Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes zu sanieren und barrierefrei zu gestalten. Zukünftig soll das Gebäude als „Technisches Rathaus“ weiterhin durch die Stadtverwaltung genutzt werden. Die Projektumsetzung ist abhängig vom Erhalt noch zu beantragender Fördermittel. Das Gebäude liegt in einem Sanierungsgebiet, wodurch ein Großteil der erforderlichen Finanzmittel akquiriert werden soll. Zudem sollen Mittel aus dem Ausgleichstock beantragt werden. Im Rahmen dieser Ausschreibung wird die Planung der Technischen Ausrüstung vergeben. Ein Architekturbüro ist bereits mit der Objektplanung für die Sanierung des Gebäudes beauftragt. Das zu sanierende Gebäude liegt in der Rohanstraße 17, 77955 Ettenheim. Leistungsbild und Auftragsumfang: Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI 2021) - Anlagengruppe 1: Abwasser-, Wasser- oder Gasanlagen (Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI 2021) - Anlagengruppe 2: Wärmeversorgungsanlagen (Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI 2021) - Anlagengruppe 4: Starkstromanlagen (Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI 2021) - Anlagengruppe 5: Fernmelde- und informationstechnische Anlagen (Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI 2021) Bei den Planungen der Technischen Ausrüstung sind die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 9 gemäß Anlage 15.1 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI 2021 zu erbringen. Da die Realisierung des Projekts mit verschiedenen Faktoren in Zusammenhang steht, wird eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Es wird zunächst die Stufe 1 (Grundleistungen der Leistungsphase 1 bis 4 und etwaige Besondere Leistungen) verbindlich abgerufen. Anschließend ist die Beauftragung der Stufe 2 (Grundleistungen der Leistungsphasen 5 bis 9 und etwaiger Besonderer Leistungen) beabsichtigt. Ein Anspruch auf Beauftragung der zweiten Stufe besteht jedoch nicht. Umfang Sanierung: Folgende Maßnahmen sollen im Rahmen der Sanierung des „Palais Rohan“ unter Einhaltung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben umgesetzt werden: 1) Aufzug für barrierefreien Gebäudezugang: Der Aufzug muss am Westende des Gebäudes errichtet werden; der Aufzugschacht darf das 1. Dachgeschoss nicht überragen; es ist eine Aufzugunterfahrt zu errichten. 2) Abdichtung Haupteingangsbereich: Die Treppe im Bereich des Haupteingangsbereichs muss abgedichtet werden, um die Nutzung der Kellergewölbe durch die eindringende Feuchtigkeit nicht zu beeinträchtigen. 3) Haupteingangstür: Bauphysikalische Ertüchtigung, sofern möglich. 4) Fenster: Austausch unter Einhaltung der Vorgaben der Altstadtsatzung. 5) Bodenbelag Eingangsbereich: Erneuerung der Fliesen. 6) Büroeingangstüren: Erneuerung. 7) Eingangsbereich Doppeltreppenhaus: Entfernung der Holzvertäfelung. 8) Zugang Speicher: Ertüchtigung der Treppe. 9) Dachraum: Ausbau zum Archiv / Lager; bauphysikalische Ertüchtigung; Dämmung. 10) Bodenversprünge: Entfernung; ggfs. darunter liegender denkmalschutzrechtlich relevanter Bodenbelag. 11) Seitenausgang: evtl. seitlicher Ausgang zum Stammgässle vorgesehen; aus linkem Treppenraum des Doppeltreppenhauses durch derzeitigen Toilettenraum. 12) Büroräume: Neueinteilung gemäß vorgegebenem Raumprogramm. Aus denkmalschutzrechtlichen Gründen sind folgende Aspekte zu beachten: 1) Das 2. Dachgeschoss kann nicht zugunsten einer besseren Belichtung mit zusätzlichen Dachgauben ausgestattet werden. 2) Das Doppeltreppenhaus im Inneren des Gebäudes ist zu erhalten. 3) Die bestehende Gebäudestruktur (Raumhöhen, Wände) darf nicht verändert werden, zusätzliche Trennwände oder Durchgänge für die Büroräume sind allerdings möglich. 4) Das Fischgrätenparkett (Eiche) im Bereich der Büroräume ist zu erhalten. 5) Die Holztüren im Sitzungssaal und Treppenraum ins 1. Obergeschoss sind zu erhalten. 6) Erhaltung des Sitzungssaals in seiner jetzigen Form. 7) Die Wände und Wandeinlasse (ehemalige Feuerstellen) der Büroräume im 1. Obergeschoss sind als historischer Bestand anzusehen. Es ist angestrebt das Gebäude im Zuge der Sanierung energetisch zu ertüchtigen (KFW 70 Standard oder vergleichbar).
Verfahrens-Bedingungen
- Bindefrist
- 232 Tage
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis