AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 12.07.2026 01:29 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-220124-2025/

Kläranlage Schwegenheim - Los 02 Tragwerksplanung

Notice-ID: ted-220124-2025 · Procedure-ID: a31e1399-97e8-48fb-8909-47e0e6e48dbf

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Stammdaten

Auftraggeber
Verbandsgemeindewerke Lingenfeld, Lingenfeld
Veröffentlicht
02.04.2025
Frist (Submission)
07.05.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Offenes Verfahren
CPV-Code
71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Geschätzter Wert
158.441 €
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle
KMU-geeignet
Ja (laut Auftraggeber-Angabe)

Beschreibung

Die Kläranlage Schwegenheim behandelt das Abwasser für aktuell im Mittel etwa 12.900 EW. Das gereinigte Abwasser wird in den Hainbach eingeleitet, der aufgrund der sich anhäufenden Hitzeperioden im Sommer immer öfter trockenfällt, so dass der Abwasseranteil zeitweise auf bis zu 100 % ansteigt. Aus diesem Grund ist eine Erweiterung der Kläranlage um eine nachgeschaltete weitergehende Spurenstoffelimination in Form einer Filtration über granulierte Aktivkohle (GAK) mit vorgeschalteter Tuchfiltration geplant. Zur Beschickung der weitergehenden Spurenstoffelimination wird das mechanisch und biologisch gereinigte Abwasser am Zulaufschacht der bestehenden Ablaufmessung im Vollstrom abgegriffen. Die in Richtung des bestehenden Kombibecken 1 abgehende neue Rohrleitung bindet über dem aktuell maximal möglichen Wasserstand ein. Um die hydraulischen Reserven am nachfolgenden Zulaufhebewerk ausnutzen zu können, muss der Schacht um 2 m erhöht werden. Über eine erdverlegte Rohrleitung und eine gemeinsame Zulaufrinne wird die vorgeschaltete Tuchfiltration beschickt. Die vorgeschaltete Filtration dient zum einen einer zusätzlichen Phosphor-Fällung und zum anderen dem Feststoffrückhalt. Sie ermöglicht so längere Standzeiten der Aktivkohle. Die Tuchfiltration besteht aus zwei Filterkammern von ca. 3 m Länge, ca. 3 m Breite und ca. 4,5 m Tiefe. An den Ablauf der beiden Tuchfilter anschließend befindet sich der Pumpensumpf zur Beschickung der GAK-Filtration mit innenliegender, eingehängter Abschlagsrinne. Die Tuchfiltration und der Pumpensumpf/Abschlag sind als gemeinsames Objekt mit durchgängiger Bodenplatte geplant. Die Bauwerksoberkante liegt etwa 2,8 m über dem aktuellen Geländeniveau von 110 m ü. NHN. Zur Erreichbarkeit der Wartungspunkte wird eine ans Bauwerk angehängte Gitterrostebene vorgesehen. Ein Teilstrom (max. 35 l/s) wird über bis zu vier Tauchmotorpumpen in die GAK-Filterhalle in einen Quelltopf gefördert und über Schwellen auf die vier GAK-Filter in Kesselbauweise aufgeteilt. Die Filterhalle lässt sich in zwei baulich unterschiedliche Bereiche einteilen. Der Teil der Filterhalle, in dem die Filterkessel stehen, ist als Halle in Leichtbauweise ohne durchgängige Zwischendecken zu verstehen. Der Teil der Filterhalle, der Treppenhaus, Schaltanlagenraum, Pumpenraum, Gebläseraum und die Filtrat- bzw. Schlammwasserspeicher enthält, ist in Betonbauweise mit einer Zwischenebene geplant. Als Pumpen sind zwei Spülwasserpumpen und eine Transferwasserpumpe zum Einspülen der GAK geplant, die an der Zwischenwand zu den Speichern im Erdgeschoss angeordnet sind. Über ein Hallentor kann man in diesem Bereich in die Halle hineinfahren. Im Obergeschoss sind die Schaltanlagen und die Gebläse angeordnet. Die Wartungspunkte an den Rohrleitungen, Filterkesseln und Aggregaten sind über das zentrale Treppenhaus und aufgeständerte Gitterrostbühnen erreichbar. Das bestehende Gelände um die Filterhalle wird aus Überflutungsgründen auf ca. 110,80 m NHN angehoben. Über dieses Niveau ragt die im Grundriss ca. 24 m x 14 m große Filterhalle ca. 10 m heraus. Der Ablauf der nachgeschalteten Verfahrensstufe geht über eine Ablaufmengenmessung in einen Stülpschacht, der auf die bestehende Ablaufleitung anschließt. Als weiteres Objekt ist eine Fällmittelstation, bestehend aus einem 25 m³ Fällmitteltank, einer Annahmestelle, einem Schaltschrank für sechs Dosierpumpen und der darunter befindlichen WHG-Fläche oberhalb der weitergehenden Reinigungsstufe geplant. Bedingt durch die Fristen zur Fördermittelantragsstellung und Einreichung der Genehmigung muss bis Ende Juli 2025 durch den Tragwerksplaner LP 2 vollständig und LP 3 teilweise bis zu einem Stand, anhand dessen belastbare Aussagen zur weiteren konstruktiven Planung inkl. der Dimensionierung des Verbaumaßnahmen getroffen werden können, abgeschlossen sein. Die Vorstatik muss auf Grundlage eines vorläufigen Baugrundgutachtens angefertigt werden.

Verfahrens-Bedingungen

Bindefrist
40 Tage

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Mainz

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).