AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Stadtplanung – Sozialer Zusammenhalt
Stammdaten
- Auftraggeber
- Der Magistrat der Stadt Weiterstadt
- Veröffentlicht
- 12.05.2025
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71410000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- IT & Digitalisierung
Beschreibung
Das Quartiersmanagement unterstützt die Stadt Weiterstadt gemeinsam mit dem Förderge-bietsmanagement bei der Erstellung und Umsetzung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Dabei kommt dem Fördergebietsmanagement (gesondertes Vergabeverfahren) zukünftig die Aufgabe der strategischen und baulich-planerischen Steuerung zu, das Quartiersmanagement ist für die sozial-integrativen Aufgaben zuständig. Es stellt dabei eine Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Einrichtungen, der lokalen Wirtschaft sowie den Bürgerinnen und Bürgern dar. Ziel ist es, bestehende Potenziale zur aktiven Mitgestaltung des Prozesses zu heben und miteinander zu vernetzen. Das Quartiersmanagement betreibt hierzu ein Quartiersbüro vor Ort. Da im Fördergebiet Riedbahn bisher nur sehr wenig soziale Struktur vorhanden ist, wird insbesondere während der Phase der ISEK-Erstellung ein Schwerpunkt auf Veranstaltungen und Projekten mit aufsuchendem Charakter liegen. Das Quartiersmanagement hat auch die Funktion der "Geschäftsstelle" für einen einzurichtenden Verfügungsfonds für bürgerschaftliche Projekte im Rahmen des Förderprogramms. Nach Beauftragung wird das Aufgabenprofil des Quartiersmanagements in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Weiterstadt in einem Handlungskonzept festgeschrieben Im Prozess der Erstellung des ISEKs und folgend in der Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen können aber immer wieder Anpassungen des Profils erfolgen. Die Deckung des Leistungsspektrums ist auch durch die Kooperation mit anderen relevanten Akteuren möglich. Die Tätigkeiten des Quartiersmanagements basieren auf den soziologischen, sozioökonomischen und sozialpädagogischen Prinzipien der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist der Auf- und Ausbau einer partizipativen und ressourcenorientierten Stadtteilsozialarbeit. Dabei arbeitet das Quartiersmanagement eng mit dem im Stadtteil aktiven Träger der Gemeinwesenarbeit zusammen. Gemeinsam mit diesem wird ein Quartiersbüro etabliert. — Ziel des ISEK ist es: • die bestehenden räumlichen, sozialen und infrastrukturellen Herausforderungen im Quartier Riedbahn systematisch zu analysieren, • ein gemeinsames Leitbild für die Entwicklung des Stadtteils zu erarbeiten, • konkrete Handlungsfelder und priorisierte Maßnahmenvorschläge zu entwickeln, • eine tragfähige Umsetzungsstrategie einschließlich Finanzierungs- und Zeitplanung vorzulegen, • einen breit angelegten Beteiligungsprozess mit Bürgerinnen und Bürger, sozialen Trägern und weiteren lokalen Akteurinnen und Akteur durchzuführen. Das Konzept soll zentrale Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Klimafolgenanpassung, Mobilität, soziale Infrastruktur, Stadtraumgestaltung sowie Wohn- und Freiraumentwicklung integrativ berücksichtigen. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Aktivierung innerörtlicher Entwicklungspotenziale (u. a. Nachnutzung leerstehender Bürogebäude und Entwicklung städtischer Grundstücke) sowie der Untersuchung städtebaulicher Auswirkungen einer geplanten Straßenbahnanbindung. Das ISEK bildet die Grundlage für die weitere Programmumsetzung im Rahmen der Städtebauförderung und ist Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln des Landes Hessen und des Bundes.
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis