AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser) – CMF-Gerätebündel für titanbasierten Metalldruck
Stammdaten
- Auftraggeber
- Universitätsmedizin Greifswald KöR
- Veröffentlicht
- 04.05.2026
- Notice-Typ
- dir-awa-pre
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
- CPV-Code
- 38000000 — Labor-, optische und Präzisionsgeräte
- Branche
- Gesundheitswesen & Medizintechnik
Beschreibung
Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV. Der geschätzte Auftragswert überschreitet den EU-Schwellenwert. Das Verfahren wird daher EU-weit bekanntgemacht. Ziel des Vorhabens ist die Etablierung des patentierten Cold-Metal-Fusion-(CMF)-Verfahrens zur Herstellung von Titanbauteilen. Das Verfahren zeichnet sich durch mehrere zwingende Besonderheiten aus. Hierzu zählen insbesondere die Verwendung eines patentierten Polymer-Metall-Feedstocks, ein mehrstufiger Prozessablauf vom Grünteil über das Braunteil bis hin zum gesinterten Endbauteil, exakt aufeinander abgestimmteProzessparameter in den Verfahrensschritten Druck, Entbinderung und Sinterung sowie ein definierter und reproduzierbarer Schrumpfungsprozess. Vor diesem Hintergrund sind die einzelnen Komponenten - insbesondere Drucker, Entbinder und Ofen - nicht unabhängig voneinander betreibbar, sondern müssen in prozessualer, softwareseitiger und materialtechnischer Hinsicht aufeinander abgestimmt und als Gesamtsystem validiert werden. Nach aktuellem Stand (02/2026) ist kein alternativer Anbieter im europäischen Markt bekannt, der eine validierte CMF-Prozesskette, kompatible Hardware sowie die erforderliche Modifikationskompetenz aus einer Hand anbieten kann. Insbesondere ist der für das Verfahren erforderliche CMF-Feedstock patentrechtlich geschützt, die Prozessintegration an spezifisches, nicht allgemein verfügbares Know-how gebunden und die notwendige Anpassung der Anlagen erfolgt ausschließlich durch den Technologieinhaber. Vor diesem Hintergrund liegt eine technische Alleinstellung vor. Eine losweise Vergabe der einzelnen Komponenten (insbesondere SLS-Drucker, Entbinderstation und Sinterofen) ist nicht sachgerecht, da die Funktionsfähigkeit des Vorhabens ausschließlich im Rahmen eines technisch und prozessual integrierten Gesamtsystems gewährleistet werden kann. Die für das Cold-Metal-Fusion-Verfahren erforderlichen Modifikationen greifen geräteübergreifend ineinander und bedingen eine enge Abstimmung sämtlicher Komponenten. Bei einer getrennten Vergabe entstünden erhebliche Schnittstellenrisiken, insbesondere im Hinblick auf die technische Kompatibilität und die durchgängige Prozessstabilität. Darüber hinaus wäre mit unklaren Verantwortlichkeiten bei Funktionsstörungen zu rechnen, was die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen erheblich erschweren würde. Zudem würde ein deutlich erhöhter Koordinations- und Integrationsaufwand entstehen. Insgesamt würde eine losweise Vergabe daher die sichere Umsetzung und damit die Zielerreichung des Projekts erheblich.
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Direktvergabe (VEAT)
- Direktvergabe (VEAT)
VEAT — Direktvergabe-Ankündigung
- Veröffentlichung
- 04.05.2026
- Stillhaltefrist (10 Tage)
- läuft bis 14.05.2026 — abgelaufen