AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen – Haus Ortenau, KJP Tageskliniken - Objektplanung
Stammdaten
- Auftraggeber
- Universitätsklinikum Freiburg
- Veröffentlicht
- 11.05.2026
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71240000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Die umzubauende Fläche umfasste etwa 1350 m2 Nutzfläche. Das Raumprogramm ist der Belegungsplanung sowie der vorausgegangen technischen Machbarkeit zu entnehmen. In die Grundstruktur (Erschließung, Zimmerstruktur etc.) des Gebäudes wird im Wesentlichen nicht eingegriffen. Für einen funktionierenden Betrieb sind lediglich Anpassungsmaßnahmen der Räumlichkeiten aufgrund der Raumschnitte erforderlich. Hierzu zählen bspw. Abbrucharbeiten sowie Trockenbau-, Maler-, Bodenbelags- und Schreinerarbeiten. Die beiden Gebäudeteile sind aktuell nur im Erdgeschoss baulich miteinander verbunden. Eine Verbindung beider Gebäudeteile ist jedoch aus betriebsorganisatorischer Sicht auf den Ebenen 1, 2 und dem Dachgeschoss einzuplanen. Eine natürliche Belichtung ist hierbei vorzusehen. Der Verbindungsbau wurde mit der Tragwerksplanung im Zuge einer technischen Machbarkeit entwickelt und hinsichtlich einer kostengünstigen Lösung bewertet. Durch die Bildung von 400 QM Einheiten entfallen die früher verlangten 2. Rettungswege mittels neuer Fluchttreppen. Zur Sicherstellung des Betriebes der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind entsprechende Sicherungs- und Schutzmaßnahmen durchzuführen. Hierzu zählen Umrüstung aller Fenster zur Abschließbarkeit sowie weitere Maßnahmen zur Kontrolle der Zugänglichkeit des Hauses. Ebenfalls zu den Sicherungsmaßnahmen gehört die Sicherung der Außenanlagen. Das Gebäude wurde als hotelähnliche Nutzung genehmigt und gebaut. Es ist demnach davon auszugehen, dass für eine Kliniknutzung ein Antrag auf Nutzungsänderung gestellt werden muss. Für den Verbindungsgang als Treppe zwischen beiden Baukörpern ist von einem Bauantragsverfahren auszugehen. Nach Abschluss der technischen Machbarkeit im Oktober 2025 ist nun mit der Planung der Leistungsphase 3 anzuschließen. Grundlage bilden die Ergebnisse der technischen Machbarkeit. Der Auftraggeber beabsichtigt in 4 Leistungsstufen zu beauftragen: - Leistungsstufe I: LP 1 - 4; vertreten durch das UKF - Leistungsstufe II: LP 5; vertreten durch das UKF - Leistungsstufe III: LP 6; VBV - Leistungsstufe IV: LP 7-9; VBV Leistungsumfang - Bestandsanalyse inkl. Bewertung Feuchteschäden, Brandschutzdefizite, statische Reserven - Erstellung eines vollständigen Funktions- und Flächenkonzepts nach Nutzerprogramm UKF - Planung des Gebäudeverbinders (Treppenbauwerk) zwischen Alt- und Neubau - Entwicklung eines umsetzbaren Brandschutzkonzepts (u. a. Rettungswege, Abschlüsse, Nutzungsebenen) - Genehmigungsplanung inkl. Nutzungsänderung und Bauantrag für das Treppenbauwerk - Ausführungsplanung LP 5 inkl. aller Schnitte, Details, statischer Durchbildungen, Terminabläufe sowie vollständiger Integration der Tragwerksplanung - Erstellung der vergaberelevanten Unterlagen für LP 6-7 (in Abstimmung mit VBV) - Objektüberwachung LP 8 inkl. Termin-, Kosten- und Qualitätskontrolle - Objektbetreuung LP 9 inkl. Mängelmanagement und Dokumentation - Planung aller Maßnahmen zur Suizidprävention (Heizkörper, Beschläge, Sanitärelemente, Fenster) - Planung der Außenanlagen (Wege, Beleuchtung, Erschließung) Der geforderte Leistungsumfang ist in Teilen bereits durch die technische Machbarkeit erbracht worden. Besondere Anforderungen - Bauen im Bestand unter eingeschränkten Trassen, niedrigen Decken, heterogenen Bestandsunterlagen - Vollständige Schnittstellenkoordination (HLSK, Elektro, Brandschutz, Tragwerksplanung, Nutzer UKF) - Suizidprävention als fester Planungsteil - Übergabefähige, vollständige Dokumentation an das VBV nach Abschluss LP 5
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- Philipp Zindler