AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 08.05.2026 05:03 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-338175-2024/

Deutschland – Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen – Planungsleistung "Objektplanung Gebäude" zur Sanierung der Freiligrath Schule 59075 Hamm

Notice-ID: ted-338175-2024 · Procedure-ID: 1f839502-1091-41a8-af21-14cfcde549bf

Zurück zur Vergabe

Stammdaten

Auftraggeber
Stadt Hamm, Immobilienmanagement
Veröffentlicht
07.06.2024
Notice-Typ
Vergabeergebnis
Verfahrensart
Offenes Verfahren
CPV-Code
71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Zuschlagswert
48.852 €

Beschreibung

Die Freiligrathschule hat eine der höchsten OGS-Quoten im gesamten Stadtgebiet. Die Fläche des zur Verfügung stehenden Speiseraumes muss aktuell in einem 4-Schicht-System genutzt werden und auch die Kapazitäten der vorhandenen Küche sind bereits jetzt maximal strapaziert. Es besteht daher ein entsprechender baulicher Handlungsbedarf. Nach der Bedarfsprognose des Schulamtes werden zukünftig bis zu 150 Kinder das OGS-Angebot nutzen. Der Bedarf an Sitzplätzen für den Speisebereich ist auf ein 2-Schicht-System umzurechnen, damit zukünftig noch Reserven vorhanden sind, wenn die Schüler*innenzahlen doch übertroffen werden sollten. Somit sind insgesamt 150 / 2 = mindestens 75 Sitzplätze einzuplanen. Bei einem Schlüssel von 2 m2 pro Sitzplatz ergibt sich zukünftig ein Gesamtbedarf von insgesamt 150 m2 zzgl. Erschließung- und Nebenflächen. Derzeit bietet der bestehende Speiseraum 38 Sitzplätze. Es fehlen somit rechnerisch mindestens 37 Sitzplätze. Ob die Größe und Ausstattung der jetzigen Küche ausreichen, hängt davon ab, welches Konzept zukünftig beim Catering favorisiert wird: "Cook & Chill" oder "Cook & Hold". Der Auftragnehmer hat im Rahmen der Optimierung der OGS die genannte Sitzplatzzahl und die entsprechend erforderlichen Flächen sicherzustellen. Durch die bereits erfolgte Sanierung des Schulhofgebäudes ergeben sich neue pädagogische und konzeptionelle Möglichkeiten, das bisherige Nutzungskonzept umfassend zu modifizieren. Im Rahmen einer durchgeführten Machbarkeitsstudie, die den Ausschreibungsunterlagen beiliegt, wurde geprüft, inwieweit die Möglichkeit besteht, im Bestand ohne einen Erweiterungsbau den zukünftigen Mehrbedarf zu decken. In Abstimmung mit dem pädagogischen Konzept der Schulleitung wurde ein Nutzungskonzept erarbeitet, welches ermöglicht, zwei Räume im Altbau in unmittelbarerer Nähe zur jetzigen Mensa zu Speiseräumen umzuwidmen. Die bestehende Höhendifferenz wird mittels eines Hubliftes überwunden. Dies bedingt eine weitgehende Umstrukturierung des Erdgeschosses im Altbau. In den Plänen der Machbarkeitsstudie sind sowohl die bisherige Nutzung wie auch die geplante Umstrukturierung dokumentiert. Im Zuge der Planungsgespräche wurde die Notwendigkeit evident, auch den Sanierungsstau im alten Schulgebäude über die Optimierung der OGS hinaus anzugehen. Die Umstrukturierung im Erdgeschoss zieht auch notwendige Veränderungen in den darüber liegenden Geschossen nach sich. Im Zuge der OGS-Maßnahme soll das Hauptgebäude daher ganzheitlich saniert werden. Hierbei ist der Fokus besonders auf die "neue Gestaltung" der Fassade zu legen. Ziel ist es das Schulgebäude auf einen KFW-40 Standard aufzuwerten. Es ist dabei Bestandteil der Planungsaufgabe das Innere an die mögliche neue äußere Erscheinung anzupassen. Die Freiligrathschule steht nicht unter Denkmalschutz. Im Inneren der Schule muss die Installation (Anschlüsse und Leitungen für Strom, Wasser und Daten) umfassend überprüft und gegebenenfalls ergänzt bzw. erneuert werden. Des Weiteren wird seitens der Stadt eine Schadstoffuntersuchung beauftragt deren Ergebnisse bei Vorliegen umzusetzen und in die Planungen mit einzubeziehen sind. Die Umsetzung der Gesamtmaßnahme hat unter Berücksichtigung der Anforderungen der als Vertragsbestandteil geltenden Leistungsbeschreibung zu erfolgen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere den beschriebenen Aspekten an Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien, klimaresilientes Bauen und ressourcenschonendes Bauen Rechnung zu tragen. Die Planung der Maßnahmen ist sowohl für die Optimierung der OGS als auch für die ganzheitliche Sanierung im Jahr 2024 geplant. Die Durchführung und Fertigstellung ist in den Jahren 2024 bis 2026 vorgesehen. In diesem Zusammenhang ist zunächst die Beauftragung der Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude für die Grundlagenermittlung, die Vorplanung und die Entwurfsplanung (Stufe 1) für beide Teilmaßnahmen geplant. Auf Grundlage der in diesem Rahmen erstellten und von der Stadt freigegebenen Entwurfsplanung und Kostenberechnung soll die Fassung des Baubeschlusses sowie die anschließende stufenweise Beauftragung der weiteren Leistungsphasen für die Optimierung der OGS und die ganzheitliche Sanierung erfolgen. Für die ganzheitliche Sanierung wird eine Förderung aus EU-Mitteln, Bundesmitteln und Landesmitteln angestrebt. In diesem Zusammenhang ggf. ergehende Förderbescheide und/oder Förderverträge, insbesondere deren Auflagen und sonstige Nebenbestimmungen, hat der Auftragnehmer bei der Durchführung der Maßnahme zu beachten und im Rahmen seiner Leistungsverantwortung für deren Einhaltung Sorge zu tragen.

Vergabe-Status

Auftragnehmer
pape oder semke ARCHITEKTURBÜRO

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).