AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 19.06.2026 07:21 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-405523-2025/

KRA - Fachplanungsleistungen Jagdschloss Kranichstein

Notice-ID: ted-405523-2025 · Procedure-ID: b3255683-5a78-4f4b-bfb4-03c7f796d2a7

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Stammdaten

Auftraggeber
Stiftung Hessischer Jagdhof
Veröffentlicht
25.06.2025
Notice-Typ
Vergabeergebnis
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle

Beschreibung

Die Auftraggeberin, die Stiftung Hessischer Jägerhof, wurde 1952 mit Unterstützung des Landes Hessen als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet mit dem Ziel, das Jagdschloss Kranichstein mit seinen Sammlungen zu erwerben und zu erhalten. Sie ist Eigentümerin des im 16. Jahrhundert erbauten Renaissanceschlosses Jagdschloss Kranichstein, des barocken Zeughauses einschließlich eines Nebengebäudes sowie von 14 ha Park-, Teich- und Waldfläche. Bis auf das Freilandlabor des bioversums Jagdschloss Kranichstein sind alle Parkflächen des Ensembles während der Öffnungszeiten frei zugänglich und dienen als Ort der Naherholung und zwanglosen kulturellen Begegnung. Die Stiftung Hessischer Jägerhof bewahrt und betreut die im Jahr 1918 durch den Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen-Darmstadt im Jagdschloss vereinte Jagd und kulturhistorische Sammlung aus dem Hause Hessen-Darmstadt und macht diese im Museum Jagdschloss Kranichstein für die Öffentlichkeit zugänglich. Weiterhin betreibt sie das 2008 neu eröffnete bioversum Jagdschloss Kranichstein im Zeughaus, das sich in einer interaktiv erfahrbaren Ausstellungspräsentation den Themen Biodiversität und biologische Vielfalt widmet. Das bioversum Jagdschloss Kranichstein fördert außerdem als außerschulischer Lernort und zertifizierter Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung das soziale Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das Konzept kultureller und bildender Veranstaltungen ist generationenübergreifend und interkulturell. Das Ensemble Jagdschloss Kranichstein, ehemaliges Jagdschloss der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt, gehört heute zum einzigen noch erhaltenen und im Krieg nicht zerstörten Bauwerk aus dem 16. Jh. der Stadt Darmstadt. Als Denkmal genießt es daher besondere Aufmerksamkeit der obersten Denkmalbehörde. Neben einem 4 Sterne Hotel, das von der Stiftung Hessischer Jägerhof verpachtet wird, betreibt die Stiftung zwei Museen, das Museum Jagdschloss Kranichstein mit einer bedeutenden jagdhistorischen Sammlung der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt, und das bioversum Jagdschloss Kranichstein, einem Museum der biologischen Vielfalt. Die jetzt zu bearbeitenden Bauaufgaben verteilen sich auf 3 Gebäude bzw. Standorte: 1. Hauptschloss (Bereich Museum Jagdschloss Kranichstein und Veranstaltungsbereiche) 2. Neubau Depot nordöstlich des Jagdzeughauses 3. Nebengebäude Zeughaus für Lagernutzung und Werkstatt (nur relevant für LOS 1) Seit der letzten Sanierung des Hauptschlosses vor 25 Jahren ist ein erheblicher Sanierungsstau entstanden. Einfach verglaste Fenster, Dächer, Regenrinnen, Fassaden und auch Decken müssen denkmalgerecht ertüchtigt und saniert werden. Die Barrierefreiheit soll im Schlossmuseum unter anderem über einen Aufzug umgesetzt werden. Sanitäre Anlagen müssen ergänzt werden. Die gesamte Sicherheitstechnik (Brandschutz, Einbruchmeldeanlagen, Objektschutz) und Beleuchtung, ist veraltet und zu sanieren. Die bauphysikalische Situation im Schlossmuseum ist für die Festeinbauten und die Sammlung zu verbessern und im Zusammenhang mit dem Heizsystem, Luftbefeuchtungs- und Entfeuchtungsanlagen, Fensterverschattungen und UV-Schutz zu entwickeln, um ein stabiles museumsgerechtes Raumklima zu erzielen und weitere Schäden an den Objekten zu verhindern. Im Schloss und im Jagdzeughaus sind große Mengen an Depotgut unsachgemäß gelagert. Für dieses Depotgut soll nordöstlich des Jagdzeughauses ein Depotneubau errichtet werden. . Für dieses Depot soll eine nachhaltige, energieeffiziente Bauweise und Konditionierung des Innenbereichs für eine adäquate Lagerung der Sammlung entwickelt werden. Das eingeschossige Nebengebäude des Zeughauses soll zu Lagerzwecken und als Werkstatt saniert und umgenutzt werden. Die Planung und bauliche Ausführung der verschiedenen Bereiche kann und soll gleichzeitig bzw. parallel erfolgen. Für die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen hat die Stiftung Hessischer Jägerhof bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), beim Land Hessen (HMWK) und der Stadt Darmstadt einen Förderantrag gestellt. Für die Leistungsphasen 2-3 (Leistungsphase 1 wurde bereits erbracht) wurde dieser positiv beschieden und für den Zuwendungszeitraum vom 09.06.2022 bis 30.06.2023 bewilligt. Eine Verlängerung des Zuwendungszeitraums bis Ende 1. Quartal 2026 wird beantragt. Die Leistungsphasen 4-9 werden beantragt, sobald die förderfähigen Kosten im Rahmen der Planungsphase 2-3 feststehen. Für die vorgenannten Maßnahmen an den drei Gebäuden sind Zuwendungsmittel des Bundes, des Landes und der Stadt Darmstadt in Höhe von 4,2 Millionen Euro zugesagt. Die Gesamtmaßnahme hat ein Gesamtkostenvolumen in Höhe von ca. 10 Millionen Euro brutto. — siehe Los 1 — siehe Los 1

Vertragslaufzeit

Beginn
30.06.2025
Ende
31.12.2029

Vergabe-Status

Auftragnehmer (3)
CSZ · Endreß Ingenieurgesellschaft mbH · Schlier Ingenieure AG

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).