AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Quelle: oeffentlichevergabe.de (https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YU6HGLE/documents) · Abgerufen am 28.09.2026 07:36 über https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-441086-2024/

Grabenlose Sanierung begehbarer Kanäle in Baden-Baden

Notice-ID: ted-441086-2024 · Procedure-ID: 9b9ea479-81a4-42b4-8916-05c9688ca330

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Stammdaten

Auftraggeber
Stadtwerke Baden-Baden, Baden-Baden
Veröffentlicht
22.07.2024
Frist (Submission)
22.08.2024
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71322000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle

Beschreibung

Die Stadtwerke Baden-Baden benötigen ein geeignetes Ingenieurbüro zur Planung und Ausführung der Sanierung von zwei begehbaren Mischwasserkanälen (im weiteren genannt Großprofile) sowie Schächte und Sonderbauwerke des Abwassersystems in der Stadt Baden-Baden. Das Sanierungsverfahren ist in grabenloser Weise durchzuführen. 1. Anlass zum Vorhaben: Im Jahr 2019 wurde für ausgewählte Haltungen im Teilgebiet (TG) 21 und 22 in Baden-Baden eine ingenieurtechnische Auswertung der optischen Inspektionen aus dem Jahr 2017 auf Basis der ATV-M 149 durchgeführt. Da die optische Inspektion in der Lichtentaler Allee - Bereich Tennisplatz- sehr aufwändig war, wurde diese im Jahr 2021 durchgeführt. Auf Grundlage dieser Auswertung werden jene Schäden im Kanal ermittelt, welche nach wasserwirtschaftlicher Dringlichkeit zu sanieren sind. Primäre Basis der Maßnahme bildet die Eigenkontrollverordnung des Landes Baden-Württemberg aus dem Jahr 2001, in der die Beseitigung von festgestellten Schäden gefordert wird. Ziel der Maßnahmen ist es, Haltungen mit den Zustandsklasse 0, 1 und 2 gem. DIN EN 13508-2/DWA-M 149 und im Besonderen Haltungen mit Fremdwassereintritt zur Reduktion von Fremdwasserinfiltration in Hauptkanälen zu sanieren. Alle Hauptkanäle im Bereich TG 21/22 wurden zwischen 2020 und 2023 bereits saniert. Es steht noch die Sanierung der Großprofile im Teilgebiet an. 2. Lage der Maßnahme Der Sanierungsbereich befindet sich im südlichen Stadtzentrum der Stadt Baden-Baden namens Fremersberg. Die Objekte befinden sich in der Fremserbergstraße, Quettigstraße und in der Lichtentaler Allee. Die Fremersbergstraße ist unter anderem die Umleitungsstrecke U1 bei Sperrung des Michaelstunnels. Es fließt regelmäßig Verkehr. Die Quettigstraße ist eine Seitenstraße zur Fremersbergstraße. Sie ist unter anderen die Zufahrtsstraße zum SWR Gebäude. Es finden zur Zeit Baumaßnahmen am SWR Gebiet statt. Mit Baustellenverkehr ist zu rechnen. Die Lichtentaler Allee ist ein Parkgelände, in dem in warmen Stunden, viel Publikumsverkehr und Tourismus herrscht. Teile des Mischwasserkanals befinden sich auf Gehwegen und weitere Teile auf dem Tennisplatz des Vereins TC Rot Weiß. 3. Objektbeschreibung Die Bereiche Quettigstraße und Fremersbergstraße können im Weiteren aufgrund des durchgängigen Kanals und der vorgesehen Sanierungsverfahren als ein Sanierungsobjekt zusammengefasst werden. Der Bereich Lichtentaler Allee wird aufgrund der vorgesehenen Sanierungsverfahren und der abgerückten Lage von der Quettigstraße/Fremersbergstraße als gesondertes Objekt betrachtet. Im Folgenden sind die Sanierungsobjekte beschrieben: Objekt 1: Quettigstraße/Fremersbergstraße: Die zu sanierenden Haltungen weißen eine Gesamtlänge von ca. 658 m auf, wobei auf einer Länge von ca. 359 m ein Eiprofil MA 800/1200 mm, auf einer Länge von ca. 222 m ein Eisonderprofil MA 950/1450 mm und auf einer Länge von ca. 77 m eine Eiprofil MA 900/1350 mm vorliegt. In den Haltungen wurden starke Inkrustationen, lokale Fremdwassereinträge, Wurzeleinwüchse und ausgewaschene Fugen festgestellt. Insgesamt sind 104 Anschlüsse vorhanden. Die 12 angrenzenden Schächte sind gemauert, weißen Abmessungen von 1100x1100 mm bis 2200x1700 mm auf und sind mit Seiteneinstieg ausgebildet. Der Mischwasserkanal beginnt unterhalb eines Privatteiches in der Quettigstraße und dient unter anderen als Entlastung bei starken Regenereignissen. Parallel des Mischwasserkanals verläuft ein Regenwasserhauptkanal. Bei Einmündung in die Fremserbergstraße führt der Kanal zwei Kurven. Der Mischwasserkanal endet in einem Trennbauwerk. Objekt 2: Lichtentaler Allee: Die zu sanierenden Haltungen weißen eine Gesamtlänge von ca. 652 m auf, wobei auf einer Länge von ca. 556 m ein Rechteck-Sonderprofil MA 600/1380 mm mit Trockenwettergerinne, auf einer Länge von ca. 53 m ein Eiprofil SB 1000/1500 mm, auf einer Länge von ca. 16 m ein Kreisprofil SB DN 1000, auf einer Länge von ca. 15 m ein Kreisprofil SB DN 1200 und auf einer Länge von ca. 12 m ein Haubenprofil MA 700/780 mm vorliegt. In den Haltungen wurden starke Fremdwassereinträge, Wurzeleinwüchse, Risse und Löcher festgestellt. Insgesamt sind 30 Anschlüsse vorhanden. Die 16 angrenzenden Schächte sind gemauert bzw. aus Beton, weißen Abmessungen von DN 1000, 1100x1200 mm bis 2000x3000 mm sowie ein Bauwerk 2600x8000 mm auf. Der Mischwasserkanal ist der Hauptsammler der das Abwasser von ganz Lichtental, Geroldsau und weitere Seitenstränge sammelt. Dieser Kanal ist größtenteils aus Klinker gebaut mit vielen Sonderprofilen. Auf dem Tennisplatz des Vereins TC Rot Weiß wurde vor ca. 30 Jahren der Hauptsammler verlegt. Grund dafür war der Bau des Michaelstunnels, der in diesem Bereich den Hauptsammler kreuzt. Eine Umverlegung des Mischwasserkanals in die Lichtentaler Alle Straße ist daher nicht erwünscht. Unklar ist der Aufbau des bestehenden Kanals, da viel Fremdwassereintritt herrscht. Eine Bauwerksüberprüfung ist daher zwingend notwendig. Der Mischwasserkanal weißt am Ende ein Trennbauwerk auf und schlägt bei Regenwetter in ein Regenüberlaufbecken (RÜB Kleingolf) ab. 4. Aufgabenbeschreibung Nach Fertigstellung der Vorplanung sind folgende Sanierungsverfahren festgelegt worden: Objekt 1: Die Sanierung der Haltungen soll mittels Schlauchlining erfolgen. Die Liner sollen über herzustellende Einbaugruben eingebaut werden. Im Sinne einer nachhaltigen und vollständigen Sanierung werden die angrenzenden Schächte mittels GFK-Auskleidung mitberücksichtigt. Objekt 2: Die Sanierung der Haltungen DN 1000, DN 1200 sowie Eiprofil SB 1000/1500 mm und Haubenprofil 700/750 mm soll mittels Schlauchlining erfolgen. Die Liner sollen über die Schachtbauwerke eingebaut werden. Die Sanierung der Haltungen Rechteck-Sonderprofil 600/1380 mm soll mittels GFK-Kurzrohrlining über Einbaugruben erfolgen. Im Sinne einer nachhaltigen und vollständigen Sanierung werden die angrenzenden Schächte mittels GFK-Auskleidung mitberücksichtigt. Folgende Leistungen sind für Objekt 1 und Objekt

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Vergabekammer Baden-Württemberg, Karlsruhe

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

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