AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Sanierung und Erweiterung der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, Leistungen der Objektplanung Gebäude
Stammdaten
- Auftraggeber
- Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden - Hochbauamt
- Veröffentlicht
- 25.07.2024
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71200000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Projektbeschreibung: Die Helene-Lange-Schule besteht seit 1955 und ist eine integrierte Gesamtschule mit derzeit ca. 600 Schülern in den Jahrgängen 5 bis 10, aufgeteilt in 24 Klassen. Das Schulgrundstück ist ca. 11.863 m² groß, weist ein Gefälle von ca. 4 Meter auf und grenzt an den stark befahrenen Moltkering an. Die Helene-Lange -Schule ist eine Versuchsschule des Landes Hessen, die entsprechend den drei Hauptthemen moderner Schulanforderungen - Ganztagesbetreuung, Individualisierung des Lernens und Inklusion - neu strukturiert und barrierefrei umgebaut werden soll. Es liegt ein pädagogisches Schulkonzept und ein darauf abgestimmtes Raumprogramm vor. Für das Hochbauamt wurde 2021 eine Massenstudie erstellt, mit dem Ergebnis, dass das Hauptgebäude kernsaniert werden soll, das Fachklassengebäude und die Sporthalle jedoch als abgängig eingeschätzt werden. In 2 Varianten weist die Studie die Umsetzbarkeit des Raumprogramms gemäß dem pädagogischen Konzept auf dem Grundstück nach. Keine Variante ist zwingend verbindlich. Die Bieter sollen in der 2. Phase des Verfahrens eine eigene Konzeptstudie zur Erfüllung der gestellten Anforderungen einreichen und damit eigene Ideen und Vorschläge einbringen. Grundsätzlich sind bei der Planung die Bindungen und Abhängigkeiten aus der Massenstudie zu beachten. Dies sind u.a. das Gefälle von ca. 4 Metern im möglichen Baufeld, die Anbindung des Verkehrs über die Langenbeckstraße und der Immissionsschutz gegenüber dem Moltkering. Ebenfalls ist eine möglichst große Freifläche als Schulhof mit wenig versiegelten Flächen und der weitestgehende Erhalt des vorhandenen Baumbestandes anzustreben. Die Gebäude sind in allen Gebäudeteilen barrierefrei gemäß DIN 18040-1 zu planen. Die bestehende 1-Feld-Sporthalle soll durch eine 2-Feld-Sporthalle nach DIN 18032 ersetzt werden. Sie soll nicht als Versammlungsstätte gemäß HVStattR, sondern nur als Sporthalle für den Schul- und Vereinssport ohne Zuschauer genutzt werden. In allen Gebäudeteilen gibt es schadstoffbelastete Bereiche. Daher wird der Schulbetrieb für die Abriss-, Bau- und Sanierungszeit vollständig ausgelagert. Die Interimsmaßnahmen sind nicht Auftragsgegenstand. --- Die Generalsanierung sowie der Neubau werden nach dem Leitbild für nachhaltiges Bauen (LNB) der Landeshauptstadt Wiesbaden sowie nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) durchgeführt. Bei dem Neubau ist eine Zertifizierung nach BNB-Silber 75% zu erreichen. Ein Gesamterfüllungsgrad von 80 % (Gold-Zertifizierung) ist projektspezifisch und standardmäßig mindestens zu prüfen. Bei der Sanierung ist der Passivhaus Standard anzustreben. In einem gesonderten Verfahren wurde bereits ein BNB-Koordinator ausgeschrieben. Dieser wird in der 2. Phase des Verfahrens bei der Prüfung der Angebote beratend beteiligt sein. --- Leistungsumfang: - Leistungen für den Abbruch, Rückbau sowie die Schadstoffentsorgung in Anlehnung an die LPH 1-8 der HOAI (§34) - Leistungen der Objektplanung Gebäude für Umbau und Sanierung gem. § 33 ff. HOAI LPH 1-9 - Leistungen der Objektplanung Gebäude für den Erweiterungsneubau gem. § 33 ff. HOAI LPH 1-9 - zzgl. besondere Leistungen gemäß Vertragsentwurf --- Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Mit der Beauftragung werden zunächst die Leistungsstufen 1 und 3 (entspricht Leistungsphasen 1-4 HOAI) beauftragt. Der Auftraggeber beabsichtigt, die weiteren Leistungen und weiteren Auftragsstufen zu beauftragen, wenn die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen und entsprechenden Körperschaftsbeschlüsse vorliegen. Der Auftragnehmer sichert zu, die weiteren Leistungen zu erbringen, wenn seit der Fertigstellung der letzten übertragenen Leistung nicht mehr als 6 Monate vergangen sind und der Auftraggeber die Übertragung rechtzeitig, d.h. mindestens 4 Wochen vorher angekündigt hat. Der Auftraggeber behält sich vor, die weiteren im Vertrag benannten Leistungen jeweils nur für Abschnitte der Gesamtbaumaßnahme in Auftrag zu geben (abschnittsweise Beauftragung). Die Beauftragung der weiteren Stufen erfolgt in Textform. Für die weiteren Leistungen gelten die Regelungen des Vertrages. Auf eine weitere Beauftragung hat der Auftragnehmer keinen Rechtsanspruch. Aus einer stufenweisen oder abschnittsweisen Übertragung kann der Auftragnehmer weder Ansprüche auf Schadenersatz noch auf Honorarerhöhung ableiten. --- Projektzeitraum: Planungsstart: Mitte 2024 (nach Auftragserteilung) Baugenehmigung: bis Ende 2026 Bauliche Umsetzung: bis Anfang 2030 --- Projektkosten: Der Kostenrahmen für das Vorhaben (Abbruch, Umbau, Neubau KG 200-KG 400) liegt laut der Massenstudie vom März 2021 bei ca. 21 Mio. Euro netto. Nach Indizierung der Kosten gemäß Baukostenindex ist nunmehr von Kosten iHv. ca. 29,6 Mio. Euro netto für die KG 200-500 auszugehen
Vertragslaufzeit
- Periode
- 60 Monate
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- Kissler Effgen + Partner Architekten
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis