AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 15.07.2026 18:17 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-474301-2026/

mobile robotische Bildgebung

Notice-ID: ted-474301-2026 · Procedure-ID: fd3ab14a-1cb7-4807-b13c-23c57c59fe37

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Stammdaten

Auftraggeber
Universitätsmedizin Greifswald KöR
Veröffentlicht
09.07.2026
Notice-Typ
dir-awa-pre
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
CPV-Code
33000000 — Medizintechnik
Branche
Gesundheitswesen & Medizintechnik

Beschreibung

Die Universitätsmedizin Greifswald (im Folgenden UMG) plant die Beschaffung einer vollständig integrierten robotischen OP-Suite der Firma Brainlab. Diese umfasst Loop-X, Cirq Robotics Suite sowie Curve Spine & Trauma einschließlich serverbasierter Planungsintegration und ermöglicht eine durchgängige Kombination aus robotischer Bildgebung, Navigation, Planungssoftware und robotisch unterstützter Instrumentenführung. Die Investition dient nicht allein der technischen Modernisierung eines Operationssaals, sondern stellt eine strukturelle Maßnahme zum Aufbau eines interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums dar. Am Universitätsklinikum wird seit mehreren Jahren eine Navigationslösung des Herstellers Brainlab eingesetzt, die im Rahmen der geplanten Beschaffung erweitert und weiterverwendet werden soll. Ziel ist die fachübergreifend standardisierte Behandlung komplexer degenerativer, traumatologischer, deformitätsbedingter, infektiöser und tumoröser Wirbelsäulenpathologien. Entscheidend für die Auswahl des zu beschaffenden Systems ist eine durchgehende digitale Prozesskette von der präoperativen Planung über intraoperative Navigation und robotische Assistenz bis zur 3D-Kontrolle während der Operation - ohne Medienbrüche oder Systemwechsel. Der klinische Nutzen wird im Folgenden anhand ausgewählter Anwendungen erläutert: - Mehrsegmentale degenerative Stabilisation: Bei mehrsegmentalen lumbalen Stabilisationen ermöglicht die Kombination aus serverbasierter Planung, robotischer Trajektorienführung und intraoperativer 3D-Kontrolle eine präzise Umsetzung der Operationsplanung. Die präoperative Planung kann interdisziplinär erstellt und im OP ohne Medienbrüche angewendet werden. Die robotische Stabilisierung der Instrumentenachse minimiert Abweichungen von der geplanten Trajektorie, während die intraoperative 3D-Verifikation eine sofortige Qualitätskontrolle vor Wundverschluss erlaubt. Besonders bei osteoporotischer Knochenqualität oder engen Pedikeln steigert diese Vorgehensweise die Präzision und kann die Revisionsrate reduzieren. - Deformitätenchirurgie: Langstreckige Instrumentationen bei Skoliose oder kyphotischen Fehlstellungen erfordern höchste Präzision. Das große intraoperative Scanvolumen ermöglicht die Abbildung mehrerer Segmente in einer einzigen Sequenz. Die Navigation bleibt auch bei rotierter Anatomie stabil nutzbar. Die robotische Führung verringert die Variabilität bei komplexer Pedikelgeometrie und schafft so einen reproduzierbaren Standard, selbst unter schwierigen anatomischen Bedingungen. - Revisionseingriffe: Voroperierte Wirbelsäulen sind besonders anspruchsvoll, da Vernarbungen, veränderte anatomische Landmarken und vorhandene Implantate die Orientierung erschweren. Die Kombination aus präoperativer Bildgebung und intraoperativem 3D-Scan ermöglicht eine sichere Planung auch bei veränderter Anatomie. Die Herstellerunabhängigkeit des Systems ist hierbei entscheidend, da verschiedene Implantat-Systeme berücksichtigt werden können. - S2AI- und lumbopelvine Fixationen: Becken- und Sakrumfixationen verlaufen in engen knöchernen Korridoren mit potenziell schwerwiegenden Komplikationen bei Fehlplatzierung. Die Kombination aus präziser Trajektorienplanung, robotischer Achsführung und intraoperativer 3D-Kontrolle erhöht die Sicherheit signifikant. Zudem ermöglicht die freie Wahl des Implantatsystems eine Anpassung an Frakturtyp oder Deformität, da unterschiedliche Schraubendesigns verwendet werden können. - Tumor- und Infektchirurgie Bei interdisziplinären Eingriffen - beispielsweise Dekompression durch die Neurochirurgie und Stabilisation durch die Orthopädie - erlaubt die serverbasierte Planung eine gemeinsame Bearbeitung des Falls. Beide Kliniken arbeiten auf derselben Datenbasis, sodass Planung, Umsetzung und Dokumentation konsistent erfolgen. Dies stellt eine zentrale infrastrukturelle Voraussetzung für den Betrieb eines funktionierenden Wirbelsäulenzentrums dar.

VEAT — Direktvergabe-Ankündigung

Veröffentlichung
09.07.2026
Stillhaltefrist (10 Tage)
läuft bis 19.07.2026
Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).