AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 09.05.2026 19:23 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-490320-2025/

Deutschland – Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen – Neubau B10 Gingen/Ost - Geislingen/Ost

Notice-ID: ted-490320-2025 · Procedure-ID: 3540f1b4-2613-42bc-b2a9-8eda344a9918

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Stammdaten

Auftraggeber
Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Zentrale Vergabestelle SBV
Veröffentlicht
28.07.2025
Frist (Submission)
18.09.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Offenes Verfahren
CPV-Code
71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur

Beschreibung

Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart, plant im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland den zwei- und dreistreifigen Neubau der Bundesstraße B 10 zwischen Gingen/Ost und Geislingen/Ost. Die Maßnahme liegt im Landkreis Göppingen. Die B 10 verbindet Stuttgart mit Ulm und ist eine wichtige West-Ost-Verbindung im Straßennetz Baden-Württembergs. Zugleich ist sie die Hauptverkehrsachse des Filstals. Mit der Neubaustrecke werden die bestehenden Ortslagen von Kuchen und Geislingen an der Steige südwestlich umfahren und die Ortsdurchfahrten verkehrlich entlastet. Die Länge der Neubaustrecke beträgt rd. 7.975 m, davon verlaufen 2.494 m im Tunnel und 693 m auf Brücken. Im Anschluss zum bereits fertiggestellten Abschnitt bei Gingen/Ost bis zur Anschlussstelle Geislingen/West ist ein dreistreifiger Querschnitt und weiter bis zur Anschlussstelle Geislingen/Ost ein zweistreifiger Querschnitt vorgesehen. Die Verkehrsbelastung für den Prognosehorizont 2035 liegt zwischen Gingen/Ost und Geislingen/West bei ca. 22.800 Kfz/24h mit 11 % Schwerverkehrsanteil, zwischen Geislingen/West und Geislingen/Mitte bei ca. 15.800 Kfz/24h mit 13 % Schwerverkehrsanteil und im letzten Abschnitt bis Geislingen/Ost bei ca. 11.600 Kfz/24h mit 16 % Schwerverkehrsanteil. Die Straßentrasse der Neubauplanung durchfährt Vogelschutzgebiete, tangiert FFH-Gebiete, überfährt Bergbaubereiche und greift zudem auch in die Gewässer Fils und Rohrach ein. Im Streckenverlauf der Neubauplanung befinden sich unter anderem 5 neu zu bauende und große Brückenbauwerke: eine Grünbrücke bei Gingen, die Seetalbachbrücke, die Attenrieder Talbrücke, die Filstalbrücke sowie die Rohrachbrücke. Gegenstand der Beauftragung ist die Aufstellung der Bauwerksvorplanung entsprechend der Vorgehensweise und Vorgaben der aktuellen RAB-ING, RE-ING sowie RIZ-ING. Darüber hinaus sind die Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) und das Merkblatt zur Anlage von Querungshilfen für Tiere und zur Vernetzung von Lebensräumen an Straßen (M AQ) zu berücksichtigen. Konkret sind die Lph 1-2 der Objektplanung Ingenieurbauwerke sowie die Lph 2 der Objektplanung Tragwerksplanung nach der HOAI für alle 5 Bauwerke zu erbringen. Die Netto-Bauwerkskosten für alle 5 Bauwerke werden auf ca. 33,6 Mio. € geschätzt. Im Rahmen der Lph 1 und 2 der Objektplanung sind neben den Varianten zur Überbaugeometrie und Systemwahl eine Variantenuntersuchung für die Art der Herstellung in Verbindung mit der bauzeitlichen Verkehrsführung durchzuführen. Die Varianten sollen skizzenhaft ausgearbeitet und mit Kosten belegt werden. Die zu untersuchenden Varianten sollen mit Blick auf die Einbindung in Natur- und Landschaft, Wirtschaftlichkeit, aber auch bauliche Umsetzbarkeit im Zusammenhang mit der Topographie sowie bestehender Bebauung hin untersucht und gegeneinander abgewogen werden. Dabei soll ein einheitliches Gestaltungskonzept erstellt werden, welches sich an den Bauwerken der bereits ausgebauten Abschnitte bis Gingen/Ost orientiert und in die Gesamtstreckencharakteristik einbindet. Die Brückenbauwerke sollen sich gestalterisch in den Streckenverlauf einfügen und mit möglichst minimalen Eingriffen in die vorhandene gesetzliche Schutzgebietskulisse (bspw. Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete) eingreifen. Notwendige Ergebnisse der Bauwerksvorplanung zur Aufstellung des Feststellungsentwurfs der Streckenplanung sind u.a. Definition des Tragsystems und Bauwerksgründung mit Einschätzung des Bauverfahrens, Bauablauf unter Berücksichtigung der Eingriffe in die Schutzgebiete und bestehende Bebauung, Kostenschätzung, Bauwerksskizzen und Erläuterungsbericht mit Wertungsmatrix und Zusammenfassung der in Lph 1 getätigten Grundlagenermittlung. Für den Streckenentwurf wurden bereits erste Bauwerksskizzen erstellt, welche als Grundlage herangezogen werden sollen. Die bereits vorliegenden Bauwerksskizzen sind in die Variantenuntersuchung als Variante mit aufzunehmen und mit weiteren möglichen Varianten zu vergleichen. Die Vorzugsvariante ist davon unabhängig zu ermitteln. Für die Vorzugsvariante jeder einzelnen Brücke ist eine Visualisierung im IFC-Format zu erstellen und auszugeben

Verfahrens-Bedingungen

Bindefrist
3 Tage

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor

Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).