AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 08.06.2026 10:12 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-511933-2025/

Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb für die Planung der Medientechnik (Hardware) der neuen Ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums

Notice-ID: ted-511933-2025 · Procedure-ID: 6176af71-e0c5-4adc-ab0d-c817ac0a27b3

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Stammdaten

Auftraggeber
Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin
Veröffentlicht
04.08.2025
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71240000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Geschätzter Wert
2.000.000 €
Rechtsgrundlage
EU-Oberschwelle

Beschreibung

Der Auftraggeber Deutsches Historisches Museum (AG) arbeitet zurzeit an einer neuen Ständigen Ausstellung, die nach gegenwärtigem Planungsstand Anfang des Jahres 2030 auf rund 9.000 qm im derzeit geschlossenen Zeughaus Unter den Linden eröffnet werden soll. Grund für die Schließung des Zeughauses ist vor allem die notwendige Sanierung der Klimatechnik des Zeughauses, aber auch eine Erneuerung der Gesamtheit der sicherheitstechnischen Anlagen, der Beleuchtung sowie der IT-Infrastruktur. Die Baumaßnahmen werden vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) federführend koordiniert. Gleichzeitig erarbeitet das Team der neuen Ständigen Ausstellung die zukünftige Präsentation. Dieses hat das Konzept für die inklusiv und barrierefrei angelegte Ausstellung in zahlreichen Workshops mit in- und ausländischen Expertinnen und Experten sowie einem eigens eingesetzten Fachbeirat diskutiert und weiterentwickelt. Daran anknüpfend erfolgen aktuell die wissenschaftliche Ausarbeitung der Themen sowie die Auswahl der Objekte und deren Vorbereitung in den Restaurierungswerkstätten. Parallel dazu arbeitet seit Frühjahr 2024 das vom Deutschen Historischen Museum beauftragte Stuttgarter Gestaltungsbüro Atelier Brückner an der gestalterischen Umsetzung und Präsentation der neuen Ständigen Ausstellung; neben der eigentlichen Ausstellungsarchitektur wird auch die Ausstellungsgrafik sowie über den Nachunternehmer Licht Kunst Licht die Ausstellungsbeleuchtung von Atelier Brückner geplant und umgesetzt. Im Unterschied zur 2021 geschlossenen Dauerausstellung gliedert sich die neue Ständige Ausstellung in klar voneinander getrennte Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen und Zielgruppen: Im Obergeschoss eine chronologische Erzählung, im Erdgeschoss eine Ausstellung für Kinder und Familien, Bildungsräume, ein Bereich zur Geschichte des Zeughauses sowie ein Bereich, der sich Fragen des Sammelns und der Objektüberlieferung widmet („Arsenal“). Das zentrale Medium aller Ausstellungsbereiche sind aus der Sammlung ausgewählte Objekte, ergänzt um Leihgaben aus anderen Sammlungen oder Privatbesitz. Die Objekte ergänzen sollen grafische Elemente (z. B. Karten, Statistiken, Collagen, großformatige Reproduktionen und Zitate, Illustrationen), Hands-On-Stationen sowie eine Bandbreite digitaler Medien. Nach gegenwärtigem Planungsstand sind rund 200 digitale Medienstationen unterschiedlichster Art vorgesehen, die von Ein- und Mehrfachprojektionen, Monitoren, Touch-Monitoren, interaktiven Medienstationen über gesonderte Musikräume bis zu einfachen Audiostationen reichen. Digitale Medien sollen Objekte aufschlüsseln, Ereignisse, Strukturen und Sachverhalte veranschaulichen, das Besuchserlebnis verstärken, unterschiedliche Besuchertypen ansprechen und allen Besuchergruppen vielfältige Möglichkeiten der Interaktion bieten. Für die damit verbundene technische Medienplanung (Medientechnische Konzeption, Planung inkl. Kostenermittlung und Koordination der fest installierten digitalen Medien in der neuen Ständigen Ausstellung) ist nach innovativen Lösungen zu suchen. Für den AG sind dabei folgende Aspekte von großer Bedeutung: • Ganzheitliches Medienkonzept • Wirtschaftlichkeit, Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sowohl in der baulichen Umsetzung als auch im Betrieb • Enge Abstimmung mit den Ausstellungsgestaltern sowie den anderen beteiligten Fachplanern, insbesondere den Planern der neuen IT-Infrastruktur und dem BBR • Dialogbereitschaft mit internen und externen Produzenten digitaler Medien (Content/Programmierung) • Berücksichtigung von Aspekten der Inklusion und Barrierefreiheit bei der Auswahl der Medientechnik • Termingerechte Installation und Inbetriebnahme der Medientechnik Gegenstand dieses VgV-Vergabeverfahrens sind die erforderlichen Leistungen der „Fachplanung Technische Ausrüstung“ gem. HOAI 2021 §55 in Verbindung mit Anlage 15 (Anlagengruppe 5), LPH 1 bis 9.

Vertragslaufzeit

Periode
13 Monate

Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen

Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)

Bundeskartellamt Vergabekammer des Bundes, Bonn

Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.

Hinweis zur Verwendung: Dieser Auszug fasst die zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Daten zur Vergabe zusammen. Quelle der Daten ist oeffentlichevergabe.de (Beschaffungsamt des BMI), vermittelt durch AusschreibungsRadar. Der Auszug ist eine unverbindliche Aufbereitung öffentlich zugänglicher Bekanntmachungen und keine Urkunde im Sinne der ZPO. Für rechtsverbindliche Zwecke ist immer die Original-Bekanntmachung unter dem oben angegebenen Permalink heranzuziehen. Daten können sich nach dem Erstellungszeitpunkt geändert haben (Folgeversionen, Stornierungen, Korrekturen).