AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung – Interimsweise Erbringung von Verkehrsleistungen in dem Teilnetz Dreieich für drei Jahre
Stammdaten
- Auftraggeber
- Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH
- Veröffentlicht
- 03.09.2024
- Notice-Typ
- dir-awa-pre
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
- CPV-Code
- 60210000 — Transportdienste
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Die Leistungen im Teilnetz Dreieich sind auf folgender Strecke zu erbringen: Linie 61: Dieburg – Rödermark – Ober-Roden – Dreieich-Buchschlag – Frankfurt (Main) Hbf. Die Betriebsaufnahme des regulären Verkehrs-Service-Vertrags endet am 11.12.2027. Künftig sollen die Teilnetze Dreieich und Odenwald aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen zusammengelegt und voraussichtlich zum Dezember 2030 als ein Gesamtauftrag neu vergeben werden. Durch die Zusammenlegung der Teilnetze Dreieich und Odenwald wird insbesondere durch eine gemeinsame Fahrzeugflotte die Wirtschaftlichkeit grundsätzlich gesteigert werden können. Zur Reduzierung der Lärm- und Abgasemissionen sollen in dem zusammengelegten Netz ausschließlich Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (vorzugsweise BEMU) zum Einsatz kommen. Für die Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge muss die entsprechende Infrastruktur zur Energieversorgung (z.B. Ladeinseln) geplant, baurechtlich genehmigt, errichtet und in Betrieb genommen werden. Insbesondere muss das Odenwaldnetz teilweise elektrifiziert werden, um mit Batteriefahrzeugen (BEMU) betrieben werden zu können. Aufgrund bestehender Randbedingungen (Dauer der (Bau-)Leistungsphasen, Planungskapazitäten, Fachkräftemangel, Materialverfügbarkeit, etc.) wird die erforderliche Infrastruktur im Odenwaldnetz nicht hinreichend sicher bis zum regulären Vertragende (d.h. zum 11.12.2027) fertiggestellt sein, sondern ausreichend sicher erst drei Jahre später bis Dezember 2030. Aus diesem Grund wurde der Verkehrsvertrag mit dem Bestandsbetreiber im Odenwaldnetz um drei Jahre bis Dezember 2030 verlängert. Auch wenn ein Einsatz von BEMU theoretisch schon heute im Teilnetz Dreieich infrastrukturell möglich wäre, müsste aber auch bei einer Zusammenlegung mit dem Odenwaldnetz und einer Neuausschreibung als Gesamtauftrag zum Dezember 2030 in der Übergangszeit von 2027 (Ende des laufenden Verkehrsvertrags) bis Ende 2030 der Verkehr im Teilnetz Dreieich gesichert werden. Der Auftraggeber geht davon aus, dass zur Erbringung der Verkehrsdienstleistung im Teilnetz Dreieich aufgrund der Anforderungen an das Fahrzeug- und Betriebskonzept, der Größe des Teilnetzes und der kurzen Vertragslaufzeit nur der Bestandsbetreiber, die DB Regio AG Region Mitte, als Auftragnehmer in Frage kommt. So verfügt DB Regio über die für die Leistungserbringung benötigten eigenen 10 Dieselfahrzeuge. Außerdem betreibt die DB Regio eine eigene Werkstatt im Teilnetz Dreieich (im unmittelbaren Umfeld von Frankfurt Hbf) für die betriebsnahe Instandhaltung der im Teilnetz Dreieich eingesetzten PESA-Fahrzeuge. Daher nimmt der Auftraggeber an, dass aus mehreren Sachgründen heraus ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb mit nur einem Bieter nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 VgV gerechtfertigt ist.
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Direktvergabe-Ankündigung
- Vergabeergebnis
VEAT — Direktvergabe-Ankündigung
- Veröffentlichung
- 03.09.2024
- Stillhaltefrist (10 Tage)
- läuft bis 13.09.2024 — abgelaufen