AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Bundesstadt Bonn, Wettbewerb Neubau Feuer- und Rettungswache I, Bonn
Stammdaten
- Auftraggeber
- Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt, Integrierte Entwicklungskonzepte, Projekte der Städtebauförderung, Bonn
- Veröffentlicht
- 27.09.2024
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Nicht offenes Verfahren
- CPV-Code
- 71000000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Wettbewerb Neubau Feuer- und Rettungswache I, Bonn Die Feuer- und Rettungswache 1 wurde 1973 bezogen und wurde nur mit punktuellen baulichen Änderungen und Erneuerungen betrieben. Die Bestandsgebäude sind in mehrfacher Hinsicht nicht zukunftsfähig und sollen durch einen Ersatzneubau ersetzt werden. Mit dem Neubau soll auch der bauliche und der betriebliche Zusatzbedarf abgedeckt werden soll. Die Feuer- und Rettungswache 1 unterteilt sich in Wachtrakt, Werkstatttrakt und Verwaltungstrakt als mehrgliedriger Gebäudekomplex. Derzeit befindet sich die Leitstelle, die gesamte Verwaltung, wesentliche Teile des Werkstatt- und Logistikzentrums der Feuerwehr Bonn und der Rettungsdienst der Bundestadt Bonn auf dem Grundstück. Im nördlichen Bereich des Grundstücks ist derzeit noch das Tiefbauamt der Stadt Bonn angesiedelt. Die integrierte Leitstelle wurde 2013 in einem neuen freistehenden Baukörper in Betrieb genommen. Der Schlauchtrockenturm mit gleichzeitiger Nutzung als Übungsturm, Antennen- und Sirenenträger wurde 2012 vollständig saniert. Entlang der östlichen Grundstücksgrenze besteht eine 2008 errichtete Sonderfahrzeughalle. Die zentrale Lage des Feuerwehr Grundstücks ermöglicht kurze Fahrzeiten im eigenen Einsatzgebiet sowie schnelle Unterstützungsmöglichkeiten für benachbarte Feuer- und Rettungswachen. Aus diesem Grund ist auch während den Bauphasen der Betrieb der Feuer- Rettungswache aufrecht zu erhalten. Dies gilt auch für wesentliche Teile der Werkstatt und des Logistikzentrums. Das Areal teilt sich die Feuer- und Rettungswache 1 der Bundesstadt Bonn mit Bonn Orange dem kommunalen Entsorgungsunternehmen. Beide Nutzungen sind bereits eigenen Grundstücken zugeordnet. Die Planungsaufgabe birgt daher eine doppelte Herausforderung: Erstens gilt es das beträchtliche Bauvolumen des Neubaus der Feuer- und Rettungswache mit Werkstatt und Logistikzentrum auf dem feuerwehreigenen Grundstück, nachbarschaftsverträglich und unter Berücksichtigung der eingeschränkten Bebaubarkeit des nördlichen Grundstücksteil an der Bundesautobahn BAB 555 funktional bestmöglich umzusetzen. Die funktionale Zonierung des Neubaus erlaubt im besten Fall den Betrieb der Feuer- und Rettungswache in allen Bauphasen aufrecht zu erhalten. Die bauliche Lösung ist im Spannungsfeld dieser beiden Herausforderungen zu entwickeln. Der Umfang notwendiger Interims-Lösungen und Nutzungsauslagerungen ist zu minimieren. Bei einer Umsetzung des Ersatzneubaus für die FW 1 in mindestens 2 größeren Bauabschnitten ist mit einer Inbetriebnahme nach 2030 zu rechnen. Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgt im Zuge eines VgV-Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Planungswettbewerb. Der Planungswettbewerb wird als nichtoffener, anonymer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 durchgeführt. Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgt mit Blick auf die geforderte Integrale Planung an ein interdisziplinäres Planungsteam. Teilnehmende am Wettbewerb sind Planungsteams der Fachrichtung Architektur, Technische Gebäudeausrüstung der Anlagengruppen 3-5 gem. HOAI 2021 und der Verkehrsplanung unter der Federführung des ausgewählten Bewerbers der Fachrichtung Architektur. Der Teilnehmende am Wettbewerb verpflichtet sich, im Auftragsfall auch weitere Fachplanungsleistungen wie in Absatz 5.1 dargestellt, zu übernehmen. Erst in der VgV-Verhandlungsphase, im Anschluss an den vorgeschalteten Planungswettbewerb, sind die hierfür vorgesehenen Fachplaner der weiteren Fachrichtungen zu benennen. Die Zahl der Teilnehmenden wird auf 15 beschränkt. Neben 5 zugeladenen Teilnehmenden werden weitere 10 Teilnehmende durch ein vorgeschaltetes Auswahlverfahren ermittelt. Die Kriterien für die Auswahl der weiteren Teilnehmenden sind in 5.1.9. Eignungskriterien, erläutert. Die Auslobung ist mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen abgestimmt worden und unter der Registrier-Nummer W 15/24 registriert. Zusätzlich fand eine Abstimmung mit der Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen, Körperschaft des öffentlichen Rechts statt. Die Auslobung wurde unter der Registrier-Nummer RPW - 2024/018 registriert. Die Wettbewerbssprache ist deutsch.
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Vergabekammer Rheinland, Köln
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.