AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Versuchs- und Aufschlussbohrungen – Erkundungsprogramm 2025
Stammdaten
- Auftraggeber
- Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
- Veröffentlicht
- 22.09.2025
- Frist (Submission)
- 13.10.2025
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- CPV-Code
- 45120000 — Bauleistungen
- Branche
- Facility Management & Gebäudetechnik
Beschreibung
Zur Erkundung der geologisch-geotechnischen Verhältnisse im Bereich der geplanten und oben angeführten Baumaßnahmen sind nach derzeitigem Planungsstand insgesamt 58 vertikale 6 m bis ca. 60 m bzw. 140 m tiefe Baugrundaufschlussbohrungen DN 178/DN 146 mit ca. 1128 lfm sowie eine ca. 50 m tiefe Vollbohrung und 42 Schwere Rammsondierungen mit 6 m bis 15 m Tiefe, insgesamt ca. 353 lfm vorgesehen. Optional ist die Durchführung weiterer 9 vertikaler ca. 45 m bis ca. 60 m tiefer Baugrundaufschlussbohrungen mit ca. 480 lfm vorgesehen. Neben der Baugrunderkundung mittels Kernbohrung wird die fachgerechte geotechnische Beprobung durch den Auftragnehmer (AN) gefordert (siehe LV bzw. auch Anlagen 1 und 2). Weiterhin sind durch den AN die boden- und felsmechanischen sowie umwelttechnischen Untersuchungen an den aus den Bohrungen entnommenen Proben nach Rücksprache und Festlegung durch den Sachverständigen für Geotechnik durchzuführen. Im Einzelnen ist die Ausführung der nachfolgend beschriebenen Feldarbeiten geplant: ·Senkrechte Bohrung im Rammkern-, Rotationskern- und/oder Sonic-Drilling-Bohrverfahren gemäß EC7 mit einem Bohrlochdurchmesser von ³ 178 mm bzw. ³ 146 mm für Baugrundaufschlussbohrungen (KB-PT-48/25 – KB-PT-64/25; BS-21/2025 – BS-35/2025; BS-18/2026, BS-19/2026, BK-L10-01/25 – BK-L10-23/25 sowie optional KB-PT-65/25 bis KB-PT-67/25 und KB-SM-55/25 bis KB-SM-60/25). ·Senkrechte Vollbohrung im Drehbohrverfahren (Rotatory-Drilling o.a.) ohne Kerngewinn mit einem Mindestbohrlochdurchmesser von 300 mm für den Ausbau als Grundwassermessstelle (BS-18/2026a). ·Entnahme von Bodenproben der Güteklasse 1 bis 5 nach DIN EN 1997-2:2010-10 auf Anweisung sowie von Braunglasproben. ·Entnahme von Felsproben der Güteklasse 1 bis 3 nach DIN EN 1997-2:2010-10 auf Anweisung. ·Einmessen von Rechts- und Hochwerten (Gauß-Krüger) und ETRS89/UTM-Abb. sowie der Höhe der Geländeoberkante der Bohr- und Sondierpunkte im Höhensystem DHHN12 und DHHN2016. ·Verfüllen der Bohrlöcher mit geeignetem Material bzw. nach Vorgabe aus den Amts-Bescheiden (Bohrgut, Tonpellets, Zement-Bentonit-Suspension). ·Ausbau von 11 Bohrungen zu 5“-Grundwassermessstellen (Ausbautiefe ca. 25 m bis 60 m bzw.100 und 140 m) inkl. Kurzzeit-Pumpversuch (Pumpdauer min. 60 min) während Klarpumpen und Einbau Datenlogger. Optional auch von 5 weiteren Bohrungen (im Bereich PT und SM). ·Ausführung von hydrogeologischen Feldversuche gemäß LV-Spezifikationen: o Pumpversuche „Brunnentest“ gemäß DVGW Arbeitsblatt W111: 3-stufiger Test (vsl. 1 l/s, 2 l/s und 3-5 l/s), Pumpzeit: 2 h je Stufe. An neu zu errichtenden GWMs in PT-Ost (vsl. 2 Stück, optional auch an ausgewählten GWMs in Süßenmühle). Aufzeichnung Pumpzeit und Wiederanstieg. o Bestimmung der Vor-Ort-Parameter an Wasserprobe aus Pumpversuchen „Brunnentest“. o Datenlogger während Pumpversuchen „GW-Leitertests“ für insg. ca. 15 Beobachtungsmessstellen in stark gespannten bis artesischen GWMs liefern, einbauen und auslesen (gemäß LV-Spezifikationen). o Pumpversuche „GW-Leitertest“ gemäß DVGW Arbeitsblatt W111: vsl. 2 x 100 h und 2 x 200 h Pumpzeit an neu zu errichtenden und bestehenden GWMs in PT-West inkl. kontinuierlicher Aufzeichnung der Vor-Ort-Parameter. Aufzeichnung Pumpzeit und Wiederanstieg (mind. 75 % von t (Pumpzeit)). Optional auch Ausführung zusätzlicher Pumpversuche „GW-Leitertest“ an neu zu errichtenden und bestehenden GWMs im Bereich Süßenmühle (SM) (ca. 2 Stück). ·Ausführung von Schweren Rammsondierungen (DPH, DIN EN ISO 22476-2:2012-03, DPH-PT-11/25 – DPH-PT-17/25; DPH-BS-01/2025 – DPH-BS-12/2025; DPH-L10-01/25 – DPH-L10-23/25). ·Ausführung des boden- und felsmechanischen sowie umwelttechnischen Laborprogramms, u. a. folgender Versuche: o Bestimmung der Kornverteilungen nach DIN EN ISO 17892:2017-04 o Bestimmung des Wassergehalts nach DIN EN ISO 17892:2015-03 o Bestimmung der Zustandsgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12:2020-07 o Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts nach DIN EN ISO 17892-11:2021-03 o Ermittlung des Steifemoduls (Oedometerversuch) nach DIN EN ISO 17892-5: 2017-08 o Bestimmung der Scherfestigkeit (Rahmenscherversuch) nach DIN EN ISO 17892-10: 2019-04 o Bestimmung des Glühverlustes gemäß DIN 17685-1:2023-04 o Bestimmung der Abrasivität mittels CERCHAR- und LCPC-Versuch (NF-P 94-430-1:2000-10 und Empfehlung Nr. 23 des AK 3.3 der DGGT (2016), NF-P 18-579:2013-02) o Bestimmung der Einaxialen Druckfestigkeit von Festgestein gemäß Empfehlung Nr. 1 des AK 3.3 der DGGT (2004) o Bestimmung der Punktlastfestigkeit von Festgestein gemäß Empfehlung Nr. 5 des AK 3.3 der DGGT (1 Versuch besteht aus 10 Einzelversuchen (Würfel). o Wasserlagerungsversuch gemäß DIN EN ISO 14689:2018-05 o Chemische Analyse gemäß Ersatzbaustoffverordnung EBV BM-0/BG-0 o Chemische Analyse Ergänzungsparameter EBV von BM-0/BG-0 auf BM-0*/BG-0* o Chemische Analyse gemäß Ersatzbaustoffverordnung EBV BM-0*/BG-0* o Bestimmung der Beton- und Stahlaggressivität von Wasser nach DIN 4030-2:2024-07 und DIN 50929-3:2018-03 o Bestimmung der Basisparameter im Grundwasser (in Anlehnung an LfU-Merkblatt 3.8/1 Anhang 1, Tab. 3) o Chemische Analyse der anorganischen Stoffe im Grundwasser gemäß BBodSchV, Tab. 1, ergänzt durch zusätzliche Parameter o Chemische Analyse der Pflanzenschutzmittel im Grundwasser gemäß LUBW, Grundwasserüberwachungsprogramm 2022, Tabelle 2.4
Verfahrens-Bedingungen
- Bindefrist
- 30 Tage
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 13.10.2025
- Vergabeergebnis