AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 27.05.2026 14:38 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-622125-2024/

Deutschland – Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden – Interdisziplinäre Planungsleistung für einen Erweiterungsbau für das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig

Notice-ID: ted-622125-2024 · Procedure-ID: f3de2eb4-67e7-4736-92d9-13f102b46233

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Stammdaten

Auftraggeber
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V., München (DE)
Veröffentlicht
15.10.2024
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
CPV-Code
71221000 — Architektur und Ingenieurwesen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur

Beschreibung

Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie erforscht die Geschichte der Menschheit mittels vergleichender Analysen von Genen, Kulturen, kognitiven Fähigkeiten, Sprachen und sozialen Systemen vergangener und gegenwärtiger menschlicher Populationen sowie Gruppen dem Menschen nahe verwandter Primaten. Das Institut vereint an der Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften Wissenschaftler aus theoretischen und experimentellen Disziplinen, die sich mit einem interdisziplinären Ansatz der Evolution des Menschen beschäftigen. Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie wurde 1997 gegründet. Das Institutsgebäude wurde 2003 am Deutschen Platz in Leipzig gegenüber der Deutschen Nationalbibliothek errichtet. Der Standort der Erweiterung befindet sich in prominenter Lage am Deutschen Platz in Leipzig. Gegenüber dem MPI befinden sich die Deutsche Nationalbibliothek und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum, im Südosten grenzen unmittelbar die Gebäude der Bio-City und anderer Organisationen aus dem Wissenschaftsbereich an. Im Zuge von Neuberufungen und durch dauerhafte Etablierung von Forschungsgruppen entsteht ein Erweiterungsbedarf am Institut. Der Bedarf soll über einen Neubau gedeckt werden und soll zwei Forschungsgruppen und die Core-Unit insbesondere in Form von Server-, Labor- und Reinräumen aufnehmen. Die aktuellen Eckdaten zur Erweiterung sind: Raumbedarf NUF 1-6 ca. 1.456qm, Bruttogrundfläche BGF ca. 3.289 qm und Gesamtkosten ca. 25 Mio. Euro netto (Stand 2.Q 2023). Erwartet wird der Entwurf eines Erweiterungsbaus, der in Bau und Betrieb wirtschaftlich und energieeffizient realisiert werden kann. In seinem äußeren und inneren Erscheinungsbild soll für die Erweiterung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie ein technisch-energetisch angemessener, funktional zukunftsorientierter und bautypologisch eigenständiger Ausdruck vermittelt werden. Dies soll durch eine funktionale Umsetzung des Raumprogramms und kompakte Anordnung, klare Orientierung sowie ausgewogene Raumfolgen und Räume erreicht werden, welche die geistige Arbeit stimulieren, Konzentration erleichtern und Kommunikation fördern und einen funktional sinnfälligen Anschluss an das Bestandsgebäude leistet, inklusive der barrierefreien, ebenerdige Anbindung des Bestandsgebäudes im Untergeschoß (Bauteil H, Anlieferhof). Die Flächen- und Kostenkennwerte gem. PlaKoDa verstehen sich als maximale Obergrenzen. Diese PlaKoDa-Werte sind in der weiteren Planung zwingend einzuhalten (gedeckeltes Budget). Um dem wissenschaftlichen Bedarf gerecht zu werden, soll der Reinraumbereich in der obersten Etage untergebracht werden, mit der Technikfläche und möglichen weiteren Lagerflächen im darüberliegenden Dachgeschoss. Die Laborräume sollen gesamtheitlich unter der Reinraumebene positioniert werden. Unter dem Laborbereich sollen die Büros verortet werden. Im Erd- und Untergeschoss können die Serverräume und Lagerräume untergebracht werden. Im Untergeschoss sollte die Aufstellfläche für die Tiefkühltruhen (Probendatenbank) und weitere Technikflächen angeordnet werden. Die Reinraum- und Laborflächen sollen in unmittelbarer Nähe zueinander positioniert werden. Eine Anbindung an den Experimentalbereich des Bestandsgebäudes (Bauteil B) ist zwingend notwendig. Großer Wert wird auf die Entwicklung von räumlichen Strukturen gelegt, durch die sich der informelle Austausch und die Kommunikation innerhalb des Erweiterungsbaus und in Verbindung zum Bestand in optimaler Weise entfalten können. Das Gebäude soll den Austausch zwischen den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und den verschiedenen Funktionseinheiten maximal auch zum Bestandsgebäude fördern. Der Erweiterungsbau soll als über den gesamten Lebenszyklus möglichst nachhaltiges Gebäude mit Vorbildfunktion im Hinblick auf ökologische, ökonomische, technische und soziokulturelle Aspekte konzipiert werden. Dem weiteren Planungsverlauf wird das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu Grunde gelegt (mindestens 65% Gesamterfüllungsgrad des „BNB-Silber“ - Standards). Es ist ein hohes Maß der baulichen und technischen Gebäudeflexibilität erforderlich, um auf zukünftige wissenschaftliche Bedarfe und nachhaltig verträgliche Veränderungen reagieren zu können. Hierbei zu beachten sind folgende Punkte: (a) Der Erweiterungsbau soll auf den Anpassungsbedarf auf Grund sich ändernder Nutzeranforderungen flexibel reagieren können (z.B. durch adäquate Raumhöhen, entsprechender Dimensionierung der Schacht- und Technikflächen und einer entsprechenden Grundrisstiefe). (b) Die Gebäudestruktur muss erweiterungsfähig geplant werden. Mindestens die gleiche Baumasse, die in dem jetzigen Bauabschnitt errichtet wird, soll auch für eine weitere Erweiterung in der Zukunft möglich sein.

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
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