AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Deutschland – Dienstleistungen von Ingenieurbüros – VgV Bauphysik - Heinrich-Suso-Gymnasium
Stammdaten
- Auftraggeber
- Stadt Konstanz Hochbauamt
- Veröffentlicht
- 17.10.2024
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
Beschreibung
Die Stadt Konstanz beabsichtigt die Schulerweiterung des Heinrich-Suso-Gymnasiums mit dem Neubau einer Dreifeld-Sporthalle in einem Gebäudekomplex im rechtsrheinischen „Musikerviertel“ im Bezirk Petershausen Ost, unweit des Bodenseeufers. Lebenszykluskosten: Durch bauliche und technische Maßnahmen ist ein optimiertes Verhältnis von Investitionskosten zu Nutzungskosten anzustreben. Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes ist über den gesamten Lebenszyklus zu betrachten. Im Entwurfskonzept sind die Herstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten zu berücksichtigen durch: - die Angemessenheit der baulichen Maßnahmen (v.a. Flächeneffizienz, Gebäudeform, Tragwerk, Fassade etc.) - die Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit der Fassade - die Vermeidung wartungsintensiver Gebäudetechnik - im Unterhalt günstige Baukonstruktionen - durch ein nachhaltiges Materialkonzept (Cradle to Cradle) - im Unterhalt günstige, Bau- und Tragwerkskonstruktionen. /// Nachhaltigkeit: Das Gebäude wird in Holz- oder Holzhybridbauweise realisiert werden. Die Differenzierung der Fassaden und Bauteile sowie der nachvollziehbare Umgang mit Materialien sind zu berücksichtigen. Auf eine materialgerechte und damit wirtschaftliche Planung ist zu achten. Die Ausführung der neuen Dachflächen als Gründächer zur Retention in Kombination mit integrierter Photovoltaik ist ausdrücklich gewünscht. Mindestanforderung an das Gebäude stellt der Standard „Effizienzhaus KfW 40 EE“ dar. Die Ausloberin erwartet zur Erreichung der Klimaziele einen bewussten Umgang mit Ressourcen bei der Herstellung, Errichtung und beim Betrieb des Gebäudes. Mit der Bauweise, den Bauteilen und der Nutzungsdauer der Baustoffe sollen die CO2 Emissionen des Gebäudes nachhaltig verringert werden. Der CO2-Fußabdruck ist sowohl bei der Erstellung als auch beim Betrieb des Gebäudes möglichst gering zu halten. Verwendete Materialien/eingesetzte Baustoffe, Recyclefähigkeit, Rückbaumöglichkeit und Wiederverwendbarkeit sind im Zuge des Entwurfes zu prüfen. Zur Einsparung von Ressourcen sind Produktkreisläufe nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip schon in der Planung zu berücksichtigen. Beim Thema Nachhaltigen Bauen spielt auch das Thema Suffizienz eine große Rolle. Die Ausloberin hat einen sparsamen Umgang mit Material und Energie und einen möglichst geringen Rohstoffverbrauch als Ziel. Bereits im Entwurf soll das Bewusstsein entwickelt werden, ein möglichst ressourcenschonendes Bauwerk zu erstellen. /// Die Heizungsanlage des bestehenden Schulzentrums wird mit Gas betrieben und muss dringend erneuert werden. Die Art der Heizungsanlage in der Neubebauung steht noch nicht fest. Denkbar ist sowohl die Trennung von bestehenden Gebäuden und der Neubebauung als auch die Zusammenlegung der Versorgung. Vorsorglich wird in der Neubebauung ein zentraler Heizraum angeordnet, der die Möglichkeit vorsieht, die Gebäude heizungstechnisch längerfristig zusammenzuschließen. Eine Versorgung der Neubebauung mit Gas, Geothermie oder Holzpellets ist nicht vorgesehen. Im Neubau ist von einer wärmepumpenbasierten Versorgung auszugehen. Längerfristig wird es ein neues Nahwärmenetz im Stadtgebiet geben. Die Möglichkeit, alle Gebäude des Heinrich-Suso-Gymnasiums an das Netz anzuschließen, sollte vorgesehen werden. Das Dach ist von allen Preisträgern als Gründach mit einer Photovoltaikanlage geplant. /// Akustik: Akustikmaßnahmen stellen in Schul- und Sportgebäuden einen wichtigen funktionalen Aspekt dar, der im Gebäude berücksichtigt werden muss. Durch die räumliche Nähe von Unterrichtsräumen und der Dreifeldsporthalle ist durch die Anordnung der Räume und durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass der Lärm der Sporthalle den Schulbetrieb nicht beeinträchtigt. Des Weiteren ist darauf zu achten, die Lärmbelastung auf die benachbarten Wohnhäuser zu reduzieren und durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen bei der Planung zu berücksichtigen. /// Raumklima: Darüber hinaus wird besonderer Wert auf die zu erwartende Innenraumqualität gelegt. Dazu zählt insbesondere eine gute Raumluftqualität, die über eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage sichergestellt werden soll. Dabei soll auch zusätzlich die Fensterlüftung im Lüftungskonzept berücksichtigt werden. Über sinnfällige passive Maßnahmen (Bauweise, Speicherfähigkeit der Bauteile/ Bauteilaktivierung, Orientierung, abgestimmter Fensterflächenanteil) ist das Raumklima bereits in der Vorplanung weiter zu optimieren. /// Für den Neubau der Sporthalle und für die Schulerweiterung wird für die bauphysikalischen Nachweis- u. Beratungsleistungen gem. HOAI, Anlage 1, Nr. 1.2, LPH 1-7, optional 8-9 als besondere Leistung, ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die geforderten Leistungen umfassen: 1. Thermische Bauphysik – Wärmeschutz und Energiebilanzierung, 2. Bauakustik, 3. Raumakustik, Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die weitere Beauftragung der jeweils nachfolgenden Leistungsstufe. /// Es wird von einem Beginn der Planungsleistungen im ersten Quartal 2025 nach Vorliegen des Planungsbeschlusses ausgegangen. /// Voraussichtliche weitere Termine: Verhandlungsgespräche sind am 06. und 07.02.2025 geplant.
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor