AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Herrichtung eines Besucherinformationszentrum für das UNESCO Welterbe Naumburger Dom
Stammdaten
- Auftraggeber
- Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz
- Veröffentlicht
- 13.11.2023
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- CPV-Code
- 42416100 — Industrie- und Baumaschinen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Geschätzter Wert
- 53.146 €
Beschreibung
Am 01.07.2018 hat das Welterbekomitee die Aufnahme des Naumburger Doms in das UNESCO Welterbe beschlossen. Infolge haben die Vereinigten Domstifter entsprechend der touristischen Ziele im Einvernehmen mit dem Land Sachsen-Anhalt, dem Burgenlandkreis und der Stadt Naumburg beschlossen, ein Welterbeempfangs- und Informationszentrum in Domplatz 1 zu etablieren. Dafür soll der gesamte Gebäudekomplex mit hofseitiger Gartenanlage umfassend saniert und ausgebaut werden. Bei der Bischofskurie Domplatz 1 handelt es sich um hochwertige Denkmalsubstanz in der Kernzone des Welterbes. Entsprechend wurden umfangreiche Auflagen zum Erhalt durch die Denkmalbehörden und die Icomos-Monitoringgruppe gemacht. Es wird vorausgesetzt, dass alle geplanten Arbeiten am Objekt der besonderen Sorgfaltspflicht und Umsicht im Umgang mit dem Denkmal Rechnung tragen. 1. Ausgangslage Domplatz 1 - Zentrum Welterbe Die Bischofskurie befindet sich im westlichen Stadtgebiet Naumburgs, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom sowie am öffentlichen Domplatz. Die Baustelle ist über schmale und gewundene Kopfsteinpflasterstraßen (teilweise Einbahnstraßen) zu erreichen. Auf Grund der zentralen Lage stehen nur begrenzt Lagerflächen zur Verfügung, welche durch die Bauherrschaft bzw. die Bauleitung ausgewiesen werden. Im Innenhof befindet sich die Hauptlagerfläche und in der Grünfläche vor dem Gebäude wird die Möglichkeit einer temporären Nutzung als Lagerfläche bestehen. Die Zufahrt in den Innenhof wird durch das bestehende gemauerte Rundbogentor deutlich eingeschränkt (Durchfahrtsbreite: 2,25m, Höhe: 2,41m / 3,9m). Die mittelalterliche Anlage der Bischofskurie mit Hauptgebäude und Wohnturm stammt aus dem 12./13. Jahrhundert, brannte beim Stadtbrand 1532 aus, wurde danach durch den namensgebenden Bischof Julius Pflug im Stil der Renaissance wiedererrichtet und danach mehrfach überformt. Durch Freilegungen in Vorbereitung der Planung wurden gravierende Baumängel offengelegt, die unter Verkleidungen verborgen waren. Grundlegende statisch-konstruktive Mängel stellen größte Herausforderungen dar, um möglichst viel Originalsubstanz und Raumstruktur zu erhalten. 2. Nutzungs- und Maßnahmenbeschreibung Das Zentrum Welterbe setzt sich aus 2 Gebäudeteilen zusammen, die funktional miteinander verbunden werden: Hauptgebäude Domplatz 1 (ehem. Bischofskurie) und dem nördlich anschließenden "Domkirchner". Das Hauptgebäude Domplatz 1 wird umfassend statisch ertüchtigt. Im EG entsteht der Empfangsbereich mit Ticketverkauf, im 1.OG befinden sich die Ausstellungsräume und im 2.OG entsteht ein zentral angeordneter Saal für die Durchführung von Vorträgen, Lesungen o.ä. Der nördlich anschließende "Domkirchner" beinhaltet vorrangig Technik, Sanitäranlagen und eine zentrale Treppenanlage als 1. Rettungsweg. Es handelt sich dabei um einen Ersatzneubau als Lückenbebauung. Das Gebäude besteht aus 3 Etage, die höhengleich mit den Etagen des Domplatz 1 ausgebildet werden. Folgende Maßnahmen sind für den Domkirchner geplant: -Kompletter Rückbau des vorhandenen Zwischenbaus; -Ausführung eines Ersatzneubaus in massiver Bauweise aus Poroton-, KS-Mauerwerk und Stahlbeton mit höhengleichen Übergängen in den 3 Etagen zum Domplatz 1; Ausbildung eines Erkers in Holzrahmenbau in der -Etage zur Schaffung des Übergangs in Domplatz 1; -Zentrales Treppenhaus in Ortbeton als 1. Rettungsweg; -Aufzug -Sanitäranlagen -Heizraum und Technikräume; -Beheizung erfolgt über Fußbodenheizung, Bodenbelag Sichtestrich; -Teil der technischen Ausstattung ist die Einrichtung einer Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage mit Aufschaltung im Gebäude Neuer Steinweg 1; -Dacheindeckung mit Biberschwanzziegeln in Kronendeckung, die vorhandene Gaube auf der Westseite wird nach Bestand nachgebaut; Dachentwässerung und Blitzschutz in Kupfer; Der gesamte Gebäudekomplex sowie die hofseitige Gartenanlage stehen unter Denkmalschutz. Alle Arbeiten sind daher mit äußerster Sorgfalt und unter Beachtung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Zuschlag
- Ausschreibung