AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Fachplanung Technische Ausrüstung für Neubau Energiezentrale ZKM und Folgemaßnahmen
Stammdaten
- Auftraggeber
- Universitätsklinikum Leipzig
- Veröffentlicht
- 28.11.2024
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71300000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Die in Zukunft notwendigen Energiebedarfe für Bestands- und Neubauten am Universitätsklinikum Leipzig wurden unter Berücksichtigung der im Rahmen der Entwicklungsplanung 2025 geplanten Hochbaumaßnahmen untersucht. Für die Erweiterung der Nuklearmedizin, NUK (Gebäude 4259), ist der zu erwartende elektrische Energiebedarf durch die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr gedeckt. Eine Vorstudie zur Vertiefung dieses Sachverhaltes unter Beachtung des bekannten Flächenbedarfs des Universitätsklinikums und der physischen Beschränkungen des Niederspannungsnetzes führte zu der Entscheidung, die bestehende Energiezentrale zu erweitern, um den zukünftig entstehenden Gebäudekomplex NUK (Gebäude 4259) zu versorgen. Neben der Abdeckung der bemessenen elektrischen Bedarfe soll die Erweiterung der bestehenden Energiezentrale gleichzeitig eine Redundanz schaffen, um Ausfälle abzufangen und technische Wartung ohne relevante Einschränkung oder Interimsmaßnahmen durchführen zu können. Im Vorfeld wurde eine Konzeptstudie durchgeführt, es wurde die Verortung der zukünftigen Anlagenteile untersucht. Im Ergebnis der Konzeptstudie werden folgende Prämissen definiert: - Das bestehende Netzersatzaggregat (NEA) für den Sicherheitsstrombedarf (SV) soll durch ein Gerät mit erhöhter Leistung ersetzt werden. Um die definierte An- und Abflugfläche des Hubschrauberlandeplatzes des UKL durch die Abgasanlage nicht zu beeinträchtigen, ist die Aufstellung in einem neu zu errichtenden Gebäude an der Liebigstraße vorgesehen. - Die vorhandene Transformatorstation im UG des Brückenbauteils zwischen Verwaltung und ZKM soll im EG und UG in einer vergrößerten Form mit mehr Leistung errichtet werden. Der durchgehende Betrieb der Altanlage ist während der Baumaßnahmen sicherzustellen. Um den Platzbedarf der Neuanlage zu schaffen, wird das Brückenbauteil im südlichen Teil im EG aufgestockt. Um die Verortung der Neuanlage im EG zu realisieren, muss die Nutzung des EG im Nordbereich verändert und die aktuelle Nutzungseinheit „Poststelle und Vervielfältigung“ zu Baubeginn oder zu einem späteren Zeitpunkt neu angeordnet werden. Diese Neuverortung und zugehörige Erwirkung aller notwendigen Genehmigungen ist Teil des Projektes „Energiezentrale ZKM“. - Der südliche Teil des Bauteils mit angrenzendem Privatgrundstück im EG wird um eine Etage aufgestockt und um die notwendige Abstandsfläche eingerückt. Die Andienung der Baufläche kann nicht über das Nachbargrundstück erfolgen. Schnittstellen zum UKL-Parallelprojekt „Zentralisierung Nuklearmedizin Haus 3“ sind in der Planung abzustimmen. - Zwischen dem neu zu errichtenden Gebäude für das Netzersatzaggregat und dem Umbau des Bestandsgebäudes soll im Außenbereich mittels eines Kabelgrabens die Medienversorgung zwischen den Gebäuden erfolgen. Dieser Kabelgraben muss auch während der Bauphase überfahrbar durch LKW und Feuerwehr sein und den barrierefreien Zugang zu den anliegenden medizinischen Bereichen sicherstellen. Im Bereich der bestehenden Trafozellen ist nach Umbau der Anlagen- und Gebäudestruktur ein Anschlussfeld für die im Wartungsfall notwendigen mobilen Netzersatzaggregate vorzusehen. Die Anforderungen sind der Leitlinie des Auftraggebers zu entnehmen und im iterativen Planungsprozess projektspezifisch anzuwenden. Die zu errichtende elektrische Anlage der Transformatorstation beinhaltet: - die Mittelspannungsschaltanlage (MSSA) einschließlich der Vorbereitung zur Anbindung der Mittelspannungskabel, o die dazu gehörigen Transformatoren, o die dazu gehörende Fernwirktechnik, o die dazu gehörende Gebäudeautomation, - die Niederspannungshauptverteilungen (NSHV), o die dazu gehörende Fernwirktechnik, o die dazu gehörende Gebäudeautomation, - 110 VDC Batterieanlage mit eigenem Batterieraum, - von der NSHV separierte Gebäudehauptverteilungen (GHV) für die allgemeine und sichere Stromversorgung für das ZKM (Geb.4254), - die Anbindung der Gebäudehauptverteilungen (GHV) für das GMZ (Geb.4255), - den Niederspannungsanschluss für den Gebäudekomplex NUK (Geb. 4259) als separates Gebäude mit eigenen Gebäudehauptverteilungen (GHV). -- In diesem Verfahren wird ein Fachplaner im Leistungsbild Technische Ausrüstung für alle Anlagengruppen gem. § 53 Abs. 2 HOAI gesucht (LPH 2 bis 9; LPH 4 nur soweit erforderlich). Aufgrund des erheblichen Schwerpunkts in der Anlagengruppe 4 (Starkstromanlagen) und der untergeordneten Bedeutung der Anlagengruppen 1 bis 3 erfolgt keine Aufteilung in zwei Fachlose HLS (AGr. 1 bis 3) und ELT; dies würde zu einer unwirtschaftlichen Zersplitterung des Auftrags führen.
Vertragslaufzeit
- Periode
- 39 Monate
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- Planungsgruppe M+M AG
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 10.06.2024
- Vergabeergebnis