AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Bundesbehördenzentrum Am Steigerwald, Neubau Gebäude 006, Objektplanung Gebäude
Stammdaten
- Auftraggeber
- Freistaat Thüringen, Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV), Abteilung 2 Hochbau und Liegenschaften
- Veröffentlicht
- 08.02.2024
- Notice-Typ
- Vergabeergebnis
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- CPV-Code
- 71221000 — Architektur und Ingenieurwesen
- Branche
- Bauwesen & Infrastruktur
- Geschätzter Wert
- 223.000 €
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Lage: Die ehem. militärische Liegenschaft „Am Steigerwald“ befindet sich im Süden der Landeshauptstadt Erfurt oberhalb der Löberfeld-Kaserne am Landschaftsschutzgebiet Steigerwald. Sie wird von Norden über die Straße „Am Tannenwäldchen“ und von Osten über die „Drosselbergstraße“ erschlossen. Nutzung: Von 1934 bis 1992 militärisch genutzt. Die Anlagen wurden im 2.Weltkrieg nicht durch Kriegseinwirkungen zerstört. Die Luftbildauswertung ergab keinen Kampfmittelverdacht. Nach dem Ende der militärischen Nutzung wurden alle Verdachtsflächen untersucht und alle Altlasten beseitigt. Die Liegenschaft „Am Steigerwald“ soll als Bundesbehördenzentrum entwickelt werden. Ehemals militärische Unterkunfts-, Versorgungs- und Garagengebäude wurden bereits zu Büro- und Garagengebäuden für Bundesbehörden umgebaut. Nicht mehr benötigte Gebäude wurden abgerissen. Gemäß der Abstimmungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA als Eigentümer und der Stadt Erfurt soll zur Schaffung des Baurechts der Bebauungsplanentwurf neu aufgestellt werden. Dabei muss das klimagerechte Flächenmanagement der Stadt Erfurt berücksichtigt werden. Die wesentlichen Festsetzungen des sonstigen Sondergebietes SO Bundesbehördenzentrum sollen bestehen bleiben. Umfang: Für die ESB-Fortbildungen der Generalzolldirektion wird das Gebäude 006 als Mensa neu errichtet. Der Neubau ersetzt das 3-geschossige Bestandsgebäude 006 mit Dachgeschoss, das wegen statisch-konstruktiver Probleme abgerissen werden muss. Für das neue Gebäude sind 2 Vollgeschosse mit Flachdach vorgesehen. Die Mensa dient der warmen und kalten Versorgung der Fortbildungsteilnehmer mit Frühstück, einer optionalen Zwischenverpflegung und Mittagessen. Teile des Essens werden in der Hauptküche im Erfurter Stadtgebiet vorproduziert und in der Küche der Mensa am Steiger im Cook & Chill Verfahren aufbereitet und ergänzt. Haltezeit-sensible Produkte, wie Gemüse, Gebratenes und Frittiertes, werden in der Küche der Mensa am Steiger zubereitet. Ca. 70 Essensteilnehmer sollen mit schneller Durchlaufzeit gleichzeitig versorgt werden können. Im Schichtsystem ist von ca. 70 weiteren Essensteilnehmern auszugehen. Die Nutzungsbereiche der Mensa sind der Speiseraum mit Essensausgabe und Außensitzplätzen, die Küche mit Nebenräumen für die Anlieferung und Lagerung, WC und Waschräume sowie Technikräume. Für das Vorhaben ist das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) mit der Qualitätsstufe „BNB-Silber nach sinngemäßer Anwendung“ ohne Zertifizierung anzuwenden. Dabei sollen möglichst alle Steckbriefe berücksichtigt werden. Der Erfüllungsgrad wird in einem BNB-Workshop festgelegt. Ziel ist, die Umwelt für zukünftige Generationen zu schützen, Ressourcen zu schonen und Lebenszykluskosten zu senken. Ein separat durch das TLBV beauftragter BNB-Fachplaner muss in die Objektplanung Gebäude integriert werden. Grundlage sind die klimapolitischen Ziele 2050 der Bundesregierung sowie das klimagerechte Flächenmanagement der Stadt Erfurt. Bei Neubauten des Bundes ist ein energetischer Standard eines Effizienzgebäudes Bund 40 (EGB 40) erforderlich. Die Gebäudehülle und andere Bauteile sollen klimagerecht hergestellt und für die Gewinnung regenerativer Energien genutzt werden. Nach BNB beschränkt sich der Einsatz von Technik in nachhaltigen Gebäuden auf das notwendige Maß. Das Gebäude wird in ein Liegenschaftsenergiekonzept eingebunden, um in 5-Jahresschritten bis 2045 den Status „Null-Emission“ für die Gesamtliegenschaft auf wirtschaftlichstem Wege zu erreichen. Klimagerechte Gebäude sollen zukünftig zu erwartende Klimaeinwirkungen und Extremereignisse sowie die Auswirkungen der gewählten Konstruktionen auf die lokale und globale Umwelt berücksichtigen. Der Leitfaden „Barrierefreies Bauen“ ist anzuwenden und umzusetzen. Alle anderen Objekt- und Fachplanungsleistungen werden unabhängig von den Architektenleistungen separat ausgeschrieben und gebunden. Die Honorarzone III nach HOAI wurde für die Objektplanung Gebäude festgestellt.
Vertragslaufzeit
- Periode
- 40 Monate
Vergabe-Status
- Auftragnehmer
- Hoffmann.Seifert.Partner architekten ingenieure
Verfahrensverlauf — alle 2 Veröffentlichungen
- Ausschreibung
- Vergabeergebnis