Dynamisches Beschaffungssystem
Ein dynamisches Beschaffungssystem (DBS) ist ein vollelektronisches Verfahren, das während seiner gesamten Laufzeit für die Aufnahme neuer Bieter offen steht.
Das dynamische Beschaffungssystem (§ 22 VgV) ist ein vollelektronisches Vergabeverfahren, das für wiederkehrende Beschaffungen genutzt wird. Im Gegensatz zur Rahmenvereinbarung können während der gesamten Laufzeit neue Unternehmen hinzutreten.
Ablauf
Der Auftraggeber richtet das DBS durch eine Bekanntmachung auf TED ein und definiert die Eignungsanforderungen. Jedes Unternehmen, das die Anforderungen erfüllt, wird in das System aufgenommen. Bei einem konkreten Beschaffungsbedarf fordert der Auftraggeber alle zugelassenen Unternehmen zur Angebotsabgabe auf und vergibt den Einzelauftrag an das wirtschaftlichste Angebot.
Vorteile
Das DBS bietet Flexibilität: Neue Anbieter können jederzeit beitreten, was den Wettbewerb über die gesamte Laufzeit aufrechterhält. Es eignet sich besonders für Märkte mit vielen Anbietern und standardisiertem Bedarf (z.B. Büromaterial, IT-Hardware, Fahrzeuge).
Unterschied zur Rahmenvereinbarung
Bei einer Rahmenvereinbarung ist der Teilnehmerkreis nach Vertragsschluss geschlossen. Beim DBS können neue Unternehmen während der gesamten Laufzeit beitreten. Dies macht das DBS wettbewerbsintensiver und eignet sich besonders für dynamische Märkte.
Verwandte Begriffe
Rahmenvereinbarung
Eine Rahmenvereinbarung legt die Bedingungen für Einzelaufträge über einen bestimmten Zeitraum fest, ohne konkrete Menge...
Definition leseneVergabe
eVergabe bezeichnet die vollelektronische Abwicklung öffentlicher Vergabeverfahren — von der Bekanntmachung über die Ang...
Definition lesenOffenes Verfahren
Das offene Verfahren ist die Standardverfahrensart im EU-Vergaberecht, bei der jedes interessierte Unternehmen ein Angeb...
Definition lesenJetzt Ausschreibungen finden
📬
Passende Ausschreibungen finden
Erhalten Sie relevante öffentliche Aufträge direkt per E-Mail — kostenlos und unverbindlich.