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Präqualifikation

Präqualifikation ist ein vorgelagertes Verfahren, bei dem Unternehmen ihre Eignung vorab nachweisen und in ein Register eingetragen werden.

Die Präqualifikation ermöglicht es Unternehmen, ihre Eignung für öffentliche Aufträge einmalig zentral nachzuweisen, anstatt die gleichen Unterlagen bei jedem Vergabeverfahren erneut einzureichen. Die Eintragung gilt als Eignungsnachweis in allen Vergabeverfahren.

Systeme in Deutschland

PQ-VOB (Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.): Das wichtigste Präqualifikationsregister für Bauleistungen. AVPQ (Amtliches Verzeichnis Präqualifizierter Unternehmen): Das bundesweite Register für Liefer- und Dienstleistungen, geführt von den Industrie- und Handelskammern. Beide Register sind öffentlich einsehbar.

Vorteile

Präqualifizierte Unternehmen sparen erheblichen Aufwand bei der Angebotsbearbeitung. Statt bei jedem Verfahren Handelsregisterauszüge, Bescheinigungen und Referenzen zusammenzustellen, genügt der Verweis auf die Präqualifikationsnummer. Dies beschleunigt die Angebotsbearbeitung und reduziert Fehlerquellen.

Ablauf

Unternehmen beantragen die Präqualifikation bei der zuständigen Stelle (PQ-Verein für Bau, IHK für Liefer-/Dienstleistungen). Sie reichen die geforderten Nachweise ein (Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Referenzen). Nach Prüfung erfolgt die Eintragung. Die Präqualifikation muss regelmäßig erneuert werden.

Akzeptanz

Öffentliche Auftraggeber müssen Präqualifikationsnachweise anerkennen. Der Auftraggeber darf über die im Register hinterlegten Nachweise hinaus nur auftragsspezifische Eignungsnachweise verlangen.

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