Für die laufenden Überarbeitungen der Technischen Lieferbedingungen für Streckenstationen (TLS) ist die Nutzung aktueller Schnittstellenstandards und neuer Architekturen zur effizienten Anbindung von straßenseitigen Ausstattungen an Verkehrszentralen des Bundes vorgesehen. Als geeignetes Protokoll wurde Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) mit Protobuf ausgewählt. Derzeit liegt der Regelungsschwerpunkt der TLS auf Verkehrsbeeinflussungsanlagen im Außerorts-bereich. Die Lichtsignalsteuerung spielt bei den Auftragsverwaltungen der Länder eine zunehmend wichtige Rolle Lichtsignalanlagen (LSA) - Zentralen werden in vielen Ländern geplant / gebaut, um eine zentrale Verwaltung der großen Anzahl an LSA zu ermöglichen. In den Ländern herrscht eine Herstellermischung in der „LSA Landschaft“, die in den Kommunen nicht so ausgeprägt vorkommt.
Für neue telematische Einrichtungen wie Road-Side-Units für C2X-Kommunikation (C-ITS) fehlen Regelungen, die eine Anbindung der Geräte an Verkehrszentralen über offene, herstellerübergreifende Schnittstellen ermöglichen. Aufbauend auf den aktualisierten TLS soll eine Erweiterung (möglichst modular) für LSA und C-ITS entwickelt werden.
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Schaffung offener, herstellerunabhängiger Schnittstellen für verkehrstelematischer Anlagen auf Bundesfernstraßen. Dazu sollen die entsprechenden technischen Vorgaben und Textinhalte für die TLS-Erweiterung erarbeitet und in die TLS integriert werden. Zusätzlich soll der Pflegeprozess der TLS für klassische VBA, LSA und C-ITS und dauerhafte Strukturen und Organisationsformen zur Weiterentwicklung definiert werden.