AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug

Erstellt am 08.05.2026 12:30 · Quelle: https://ausschreibungsradar.com/ausschreibung/ted-433074-2024/

Deutschland – Bauarbeiten – Sanierung Studierendentürme Aachen

Notice-ID: ted-433074-2024 · Procedure-ID: d972ce2c-53dc-4620-b571-7d26a3bb6b21

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Stammdaten

Auftraggeber
Studierendenwerk Aachen AöR
Veröffentlicht
18.07.2024
Notice-Typ
Ausschreibung
Verfahrensart
Wettbewerblicher Dialog
CPV-Code
45000000 — Bauleistungen
Branche
Bauwesen & Infrastruktur
Geschätzter Wert
120.000.000 €

Beschreibung

Einer der größten und bekanntesten Bereiche studentischen Wohnens in Aachen sind die sogenannten 4 Studierendentürme Rütscherstrasse, die zwischen dem Lousberg und der Roermonder Straße im Nordwesten der Stadt liegen. Errichtet Mitte der 1960er Jahre steht deren Sanierung an. Die vier Türme in der Rütscher Straße bestehen aus den Studierendenwohnheimen - Theodore-von-Kármán-Haus Rütscher Str. Nr. 121 (TVK), - Otto-Petersen-Haus, Rütscher Straße Nr. 155 (OPH), - Walter-Eilender-Haus Rütscher Straße Nr. 165 (WEH) und - Otto-Intze-Haus Rütscher Straße Nr. 175 (OIH). Die Türme sind fast baugleich. Das TVK und OIH haben 17 Etagen und das OPH und WEH haben 19 Etagen. Zurzeit gibt es hier insgesamt 880 Wohnungen für Studierende. Die meisten Wohnungen sind sogenannte Flurzimmer oder Wohngemeinschaften mit Bädern auf dem Flur. Alle Mitte der 1960er Jahre nach Plänen einer Mitarbeiterin von Hans Schwippert errichtet, gelten sie mittlerweile als Stadtbild prägend. Die Grundrisse und Zimmeraufteilungen in den Gebäuden sind fast identisch. Von außen haben alle vier Hochhäuser dasselbe Erscheinungsbild. Um den Anforderungen der Studierenden und den damit verbundenen veränderten unterschiedlichen Anforderungen an einen zeitgemäßen Wohnungsbestand gerecht zu werden, bedarf es einer Modernisierung der Türme. Im Jahr 2018 gab es einen städtebaulichen Wettbewerb, den das Architekturbüro Lacaton & Vassal aus Frankreich gewonnen hat. Der Entwurf der Architekten wurde wieder aufgenommen und in einem "Masterplan Studententürme" für das Bebauungsgebiet/-plan Nr. 627 aufgestellt. In diesem Bebauungsplan ist auch das angrenzende Familienwohnheim in der Rütscher Str. 125 enthalten. Der "Masterplan Studententürme" beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten der Modernisierung der Türme. Gemeinsam mit den Architekten hat sich das Studierendenwerk Aachen für die Modernisierungsvariante "Transformation with frontal Extensions & Lateral Additions" entschieden. Durch eine, das Gebäude an fast drei Seiten, umarmende "Spange" wird jeder Turm erweitert. Dadurch erhält jeder Turm größere Wohnungen zum Wohl der Studierenden. Auch separate Badezimmer können nun in der einzelnen Wohnung abgebildet werden. Insgesamt kommen ca. 248 neue Wohnungen zur Vermietung dazu. Die Sanierung der 4 Türme soll nicht parallel, sondern nacheinander erfolgen. Bei der Sanierung müssen Erneuerbare Energien und die Optimierung des Energieverbrauchs berücksichtigt werden. Ob diese Sanierung in Form des "Spangenanbaus" aus bodentechnischen und tragwerksplanerischen Gründen realisiert werden kann, ist derzeit allerdings noch offen, weshalb auch andere Sanierungsalternativen im Dialogverfahren zu besprechen sein werden, nämlich zum Beispiel: Sofern sich herausstellt, dass die Spangenvariante in Teilen nicht umsetzbar ist, so kann z.B. für den Fall, dass die Anbauten an die bestehenden Hochhäuser technisch nicht realisierbar sind, ersatzweise der Leistungsumfang an den "Türmen" beschränkt werden auf eine Energetische Sanierung und Schadstoffsanierung der Hochhäuser OIH/OPH/TVK/WEH sowie Anbau Feuerwehraufzug und Fluchttreppenhaus: - Planung der Bauten ohne Erweiterung unter Beachtung der Förderrichtlinien, - Errichtung eines Anbaus mit Treppenhaus und Feuerwehraufzug - Umbauarbeiten des Bestandsbaus ergebend aus dem Gesamtkonzept, - Energetische Sanierung Gebäudehülle einschl. Dach einschl. Modernisierung der Energieversorgung,. -Komplett neuer Innenausbau und Haustechnik der Hochhäuser. Darüber hinaus ist geplant, im Rahmen eines zentralen (Neu-)Baus ein Quartierzentrum für die fast 1.500 Bewohner*innen anzubieten. Dieses sogenannte "Center" ist die Fläche zwischen allen vier Türmen. Hier soll eine Gemeinschaftsfläche für alle Bewohner der Türme entstehen. Für das "Center" wurden die Belange der Studenten an Gemeinschaftsflächen berücksichtigt. Die genauen Flächen stehen noch nicht fest. Es ist allerdings vorstellbar, Raum für eine Bar, Sport, Lernräume, Sauna, ein kleines Geschäft, und ein Kino zu schaffen. Eine Fahrradgarage mit Werkstatt ist dagegen schon für die Planung gesetzt. Auch E-Mobilität wird dabei für die Studiereden berücksichtigt. Während für jede/n Bewohner*in ein Fahrradabstellplatz angeboten werden soll, ist angedacht, die Anzahl der Pkw-Stellplätze entsprechend der studentischen Nutzung auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Außenanlagen für Sport und Freizeit sollen auch entstehen. Das Familienwohnheim in der Rütscher Str. 125 ist Bestandteil des "Masterplan Türme" der Architekten. Dies ist eine erste Idee der Architekten zum Erhalt der Gebäude. Weiteres zu dem hier ausgeschriebenem Projekt ist den der Ausschreibung beigefügten Unterlagen Projektbeschreibung 2023, Präsentation Türme 2023, Erläuterungsbericht BPlan 2024, Projektbeschreibung Bieterwettbewerb Generalübernehmer 2024 zu entnehmen.

Vergabe-Status

Vergabe-Status
Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
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