-
Qualitätsmanagement
Eigenerklärung über die Kommunikations- und Lesekompetenz des Personals (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung):
-
Qualitätsmanagement
Kommunikations- und Lesekompetenz des einzusetzenden Personals - Anforderungen an die Qualifikation und Kompetenz des eingesetzten Personals:
Aufgrund der außergewöhnlichen Komplexität des Umzugs (ca. 21,5 Kilometer Archiv- und Bibliotheksgut) und der Notwendigkeit einer lückenlosen Erhaltung der bestehenden Ordnungssystematik, werden an das gesamte eingesetzte Personal (ausnahmslos jedes einzelne Teammitglied vor Ort) strikte Mindestanforderungen bezüglich der Lese-, Zuordnungs- und Kommunikationskompetenz gestellt.
Da die Mitarbeiter (Fachpacker, Transporteure) im Rahmen der Logistikkette eigenständig und räumlich getrennt in den Regalgängen agieren, ist eine permanente Anleitung oder Übersetzung durch Dritte organisatorisch ausgeschlossen. Ein systematischer oder individueller Fehler bei der alphanumerischen Zuordnung einzelner Medien führt zu irreparablen Ordnungsverlusten.
Mindestanforderungen (ausnahmslos für jedes eingesetzte Teammitglied):
Projektleitung / Stellvertretung / Vor-Ort-Verantwortliche:
Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau C1 (oder gleichwertig) nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER).Die Projektleitung muss komplexe logistische Abläufe eigenständig mit dem Auftraggeber abstimmen und schriftliche Protokolle führen können.
Operatives Vor-Ort-Team (ausnahmslos jedes einzelne Teammitglied, inklusive Fachpacker und Transporteure):
Alphanumerische Lese- und Zuordnungskompetenz: Jedes einzelne eingesetzte Teammitglied (Fachpacker, Transporteure) muss in der Lage sein, gedruckte und geschriebene deutschsprachige Texte, komplexe Signaturen (inkl. lateinischer Zahlen, Sonderzeichen und indizierter Systematiken), Raumbeschriftungen sowie logistische Stellplatz- und Systematiktabellen selbstständig und fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und den physischen Beständen zuzuordnen.
Sprachverständnis (Prozessanweisungen):
Jedes einzelne Teammitglied muss über ein Sprachverständnis verfügen, das mindestens dem Niveau A2 (GER) entspricht, um komplexe mündliche Arbeits- und Prozessanweisungen der Projektleitung vor Ort unmittelbar, fehlerfrei und ohne Verzögerung durch Übersetzung eigenständig zu verstehen und umzusetzen.
Art des Nachweises:
Die Erbringung des Nachweises erfolgt im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs durch eine verbindliche Absichts- und Verpflichtungserklärung, mit der der Bewerber rechtsverbindlich zusichert, im Auftragsfall ausschließlich Personal einzusetzen, welches die geforderten Mindestanforderungen vollumfänglich erfüllt.
Sofern Sie nicht von der nachfolgenden Option der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) Gebrauch machen, nutzen Sie für diese Verpflichtungserklärung bitte das in den Vergabeunterlagen bereitgestellte Formblatt "Eigenerklärung über die Kommunikations- und Lesekompetenz des Personals", füllen Sie dieses vollständig aus und laden Sie es in Textform im System hoch.
Alternativ:
Entsprechende Angaben/Zusicherungen in der EEE.
Hinweis zu Kontrollen während der Vertragslaufzeit:
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, während der Ausführungsphase des Projekts (nach Zuschlagserteilung) anlassbezogen oder im Rahmen von Stichproben vor Ort die tatsächliche Lese- und Zuordnungskompetenz des jeweils eingesetzten Personals anhand von praxisnahen Test-Abgleichen von Archivlisten zu überprüfen. Ein Verstoß gegen die zugesicherten Qualifikationen stellt einen wesentlichen Vertragsmangel dar.
Besondere Bestimmungen für Bietergemeinschaften:
Wird der Teilnahmeantrag von einer Bietergemeinschaft eingereicht, gilt die verbindliche Einhaltung dieser Mindestanforderungen für das gesamte von der Bietergemeinschaft eingesetzte Personal (kumulierte Betrachtung).
Das bedeutet:
Unabhängig davon, welches Mitglied der Bietergemeinschaft das Personal stellt oder anstellt, muss ausnahmslos jedes vor Ort tätige Teammitglied die geforderten Sprach- und Lesekompetenzen aufweisen. Der bevollmächtigte Federführer gibt diese Erklärung mit Wirkung für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft ab und haftet gesamtschuldnerisch für deren Einhaltung durch das gesamte eingesetzte Personal.
Bewertung des Kriteriums:
Die Bewertung erfolgt binär (Erfüllt / Nicht erfüllt).
Erfüllt:
Wenn die Verpflichtungserklärung über das geforderte Formblatt oder über die entsprechenden Angaben in der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) vollständig und fristgerecht eingereicht wird, gilt das Kriterium als erfüllt.
Nicht erfüllt:
Das Nichtvorliegen, die unvollständige Einreichung oder das Fehlen entsprechender Zusagen in der EEE führt - nach einer etwaigen erfolglosen Nachforderung durch die Vergabestelle - zum zwingenden Ausschluss des Teilnahmeantrags vom weiteren Verfahren.
-
Referenzen (vergleichbare Dienstleistungen)
Nachweis von Unternehmensreferenzen (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Ergänzung zum Punkt 5.1.9. der Bekanntmachung: Auswahlverfahren, Mindestanforderung und Punktematrix zur Bewerberreduzierung (§ 51 VgV)
Um für das Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden, muss der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft) mindestens die Kriterien der Bewertungsstufe mit 3 Punkten (Absoluter Mindeststandard) erreichen. Bewerber, deren eingereichte Referenzen die Anforderungen für diese Mindestpunktzahl nicht erfüllen und somit 0 Punkte erzielen, verfügen nicht über die fachliche Mindesteignung für dieses sensible Projekt und
werden vom weiteren Verfahren zwingend ausgeschlossen. Bewertungsmethode zur Bewerberauswahl: Definition der Mengeneinheit: Das Volumen wird ausnahmslos in Regalmetern (Rfm)
gemessen. Ein Regalmeter entspricht der Menge an Archiv- und Bibliotheksgut, die nebeneinander aufgereiht auf einen Fachboden von genau einem Meter Länge passt. Allgemeine Büro-, Akten- oder Möbellogistikanteile (z. B. Lademeter auf dem Lkw)
werden bei der Ermittlung der Regalmeter nicht angerechnet. 10 Punkte (Hervorragende Eignung)
Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Mindestens drei (3) erfolgreich durchgeführte Projekte mit einem Volumen von jeweils mindestens 10.000 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut, ODER Mindestens ein (1) erfolgreich durchgeführtes Großprojekt mit einem Volumen von
mindestens 21.500 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut.
9 Punkte (Exzellente Eignung) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Exakt zwei (2) erfolgreich durchgeführte Projekte mit einem Volumen von jeweils mindestens 10.000 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut, ODER Mindestens ein (1) erfolgreich durchgeführtes Großprojekt mit einem Volumen von mindestens 15.000 Rfm bis unter 21.500 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut. 8 Punkte (Sehr gute Eignung - Stufe A) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die folgende Bedingung erfüllen: Die Projekte umfassen in der Summe mindestens 21.500 Rfm Archiv- und
Bibliotheksgut, wobei jedes dieser Einzelprojekte ein Mindestvolumen von mindestens 5.000 Rfm aufweisen muss. 7 Punkte (Sehr gute Eignung - Stufe B) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen
nach, die folgende Bedingung erfüllen: Die Projekte umfassen in der Summe mindestens 15.000 Rfm bis unter 21.500 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut, wobei jedes dieser Einzelprojekte ein Mindestvolumen von
mindestens 3.000 Rfm aufweisen muss. 6 Punkte (Sehr gute Eignung - Stufe C) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die folgende Bedingung erfüllen: Die Projekte umfassen in der Summe mindestens 10.000 Rfm bis unter 15.000 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut, wobei jedes dieser Einzelprojekte ein Mindestvolumen von mindestens 3.000 Rfm aufweisen muss. 5 Punkte (Zufriedenstellende Eignung - Erhöhter Mindeststandard) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die folgende Bedingung erfüllen:
Die Projekte umfassen in der Summe mindestens 5.000 Rfm bis unter 10.000 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut. Der Mindestumfang eines einzelnen Projekts ist hierbei unerheblich.
4 Punkte (Zufriedenstellende Eignung - Mittlerer Mindeststandard) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist vergleichbare Referenzen nach, die folgende Bedingung erfüllen:
Die Projekte umfassen in der Summe mindestens 3.000 Rfm bis unter 5.000 Rfm Archivund Bibliotheksgut. Der Mindestumfang eines einzelnen Projekts ist hierbei unerheblich. 3 Punkte (Zufriedenstellende Eignung - Absoluter Mindeststandard) Der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft insgesamt) weist folgende Referenz nach: Mindestens ein (1) erfolgreich durchgeführtes, vergleichbares Referenzprojekt mit einem Volumen von mindestens 1.000 Rfm bis unter 3.000 Rfm Archiv- und Bibliotheksgut.
0 Punkte (Ungenügende Eignung - Führt zum Ausschluss) Das Angebot wird wegen Nichterfüllung der Mindesteignung zwingend ausgeschlossen,
wenn: Die eingereichten Referenzen in der Summe ein Volumen von unter 1.000 Rfm reinem Archiv- und Bibliotheksgut aufweisen, ODER
keine Referenzen eingereicht werden bzw. die Angaben trotz formeller Nachforderung
unvollständig oder nicht nachprüfbar sind, ODER
die eingereichten Projekte keinerlei inhaltlichen oder logistischen Bezug zu strukturierten Archiv- und Bibliotheksumzügen aufweisen. Regelung bei Punktgleichheit (Pattsituation) Sollten nach Abschluss der Punktevergabe mehr Bewerber die Mindestpunktzahl für die Zulassung zur Angebotsphase erreichen, als Plätze vorgesehen sind (maximal 5 Bewerber), und herrscht auf den entscheidenden Plätzen Punktgleichheit, wird
folgendes sachliche Hilfskriterium herangezogen:
Es erhält derjenige Bewerber den Vorzug, der das volumenmäßig größte Einzelreferenzprojekt (gemessen in Regalmetern [Rfm] nachgewiesenem Archiv- und Bibliotheksgut) innerhalb des 5-jährigen Betrachtungszeitraums durchgeführt hat. Besteht auch danach noch Punktgleichheit, entscheidet das Losverfahren über die Zulassung zur Phase der Angebotsau?orderung.Gewichtung (Prozentanteil, genau): 100,00
-
Referenzen (vergleichbare Dienstleistungen)
Unternehmensreferenzen - Das Gesamtprojekt umfasst den Umzug von insgesamt etwa 21,5 Kilometern Archiv- und Bibliotheksgut.
Davon entfällt ein hochsensibler Teilbestand von ca. 1,6 Kilometern auf hochsensible Fotomaterialien und historische Bildträger sowie ein weiterer Teilbestand von ca. 100 Metern auf historische und teils fragile, papiergebundene Dokumente (historische Bücher und Urkunden). Die Einhaltung eines hohen Wertsicherungsniveaus (insb. Erhalt der Signaturordnung, sensible/historische Bestände, Sicherheitsanforderungen) ist erforderlich.
Zum Nachweis der fachlichen Erfahrung für dieses Projekt werden die vom Bewerber (bzw. der Bietergemeinschaft) ausgeführten Referenzprojekte bewertet.
Maßgeblicher Betrachtungszeitraum:
Berücksichtigt werden ausschließlich vergleichbare Referenzprojekte, die innerhalb der letzten fünf (5) Jahre (gerechnet bis zum Ablauf der Teilnahmefrist) erfolgreich abgeschlossen wurden.
Auch noch nicht vollständig abgeschlossen Projekte (laufende Verträge) werden gewertet, sofern die bis zur Teilnahmefrist erbrachte Teilleistung bereits aussagekräftig und vergleichbar ist.
Die Vergabestelle beabsichtigt, die Anzahl der qualifizierten Bewerber für die nachgelagerte Phase (Aufforderung zur Angebotsabgabe) gemäß § 51 VgV zu begrenzen. Es werden maximal 5 Bewerber mit der höchsten Punktzahl zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Für Bietergemeinschaften gilt:
Die Erfüllung der Kriterien wird grundsätzlich für die Bietergemeinschaft insgesamt bewertet. Die Referenzen der einzelnen Mitglieder werden zusammengerechnet. Sofern jedoch für eine bestimmte Punkte-Stufe eine Mindestgröße oder Mindestanforderung an ein einzelnes Referenzprojekt gestellt wird (z. B. Mindestumfang je Projekt), muss dieses konkrete Referenzprojekt von mindestens einem Mitglied der Bietergemeinschaft vollständig erbracht worden sein.
Eine Addition von Teilleistungen verschiedener Unternehmen zu einem einzelnen Referenzprojekt ist unzulässig.
Sonderregelung für junge Unternehmen (Start-ups):
Unternehmen, deren Gründung bis zum Ablauf der Teilnahmefrist weniger als fünf (5) Jahre zurückliegt (junge Unternehmen / Start-ups) und die noch keine unternehmensbezogenen Referenzen im geforderten Umfang vorweisen können, wird zugestanden, den Nachweis der fachlichen Eignung durch personenbezogene Referenzen des für dieses Projekt konkret benannten Schlüsselpersonals (Projektleitung / stellvertretende Projektleitung) zu erbringen.
Gewertet werden in diesem Fall vergleichbare Projekte, die die benannten Personen in früheren Anstellungen oder Projekten eigenverantwortlich geleitet haben. Die Anforderungen an die Vergleichbarkeit der Projekte (Umfang, Komplexität) gelten analog zu den nachfolgenden Stufen.
Art des Nachweises:
Sofern Sie nicht von der nachfolgenden Option der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) Gebrauch machen, nutzen Sie für den Nachweis bitte das in den Vergabeunterlagen bereitgestellte Formblatt "Nachweis von Unternehmensreferenzen". Füllen Sie dieses für jedes Projekt separat und vollständig aus.
Alternativ können Sie diesen Nachweis durch die entsprechenden Angaben in Ihrer Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) erbringen.
Hinweis für EEE-Nutzer:
Da die standardisierten Felder der EEE keine separaten Pflichtfelder für Mengenangaben enthalten, müssen Sie die geforderten Angaben zum Projektvolumen (Umfang in laufenden Metern/Regalkilometern) zwingend im Freitextfeld "Beschreibung der Leistung" der EEE eintragen.
Unabhängig von der gewählten Variante (Formblatt oder EEE) müssen für jedes Referenzprojekt folgende Mindestangaben enthalten sein:
Name und Anschrift des Auftraggebers (inkl. Ansprechpartner und Telefonnummer/E-Mail für eventuelle Rückfragen zur Nachprüfung),
Zeitraum der Ausführung (Monat/Jahr von-bis), Projektvolumen (Auftragswert in EUR oder Umfang in laufenden Metern/Regalkilometern Archiv- und/oder Bibliotheksgut),
Kurzbeschreibung der erbrachten Leistungen (insbesondere Angaben zur Einhaltung von Sicherheits-, Wertsicherungs- und konservatorischen Schutzstandards sowie zur Einhaltung von Ordnungsstrukturen).
Aus den Unterlagen muss eindeutig hervorgehen, welches Mitglied der Bietergemeinschaft (oder welches Drittunternehmen im Wege der Eignungsleihe) die jeweilige Referenzleistung erbracht hat.
Verfahrenshinweis:
Die Vergabestelle behält sich vor, die Angaben zu Unternehmensreferenzen durch direkte Rückfragen bei den benannten früheren Auftraggebern auf ihre Richtigkeit und Qualität hin zu überprüfen. Die Bewerber haben sicherzustellen, dass die dafür erforderlichen datenschutzrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und die Ansprechpartner kontaktiert werden dürfen (siehe hierzu die entsprechende Erklärung im Eigenerklärungsformular).
Auswahlverfahren, Mindestanforderung und Punktematrix zur Bewerberreduzierung (§ 51 VgV):
Um für das Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden, muss der Bewerber (bzw. die Bietergemeinschaft) mindestens die Kriterien der Bewertungsstufe mit 3 Punkten (Absoluter Mindeststandard) erreichen.
Bewerber, deren eingereichte Referenzen die Anforderungen für diese Mindestpunktzahl nicht erfüllen und somit 0 Punkte erzielen, verfügen nicht über die fachliche Mindesteignung für dieses sensible Projekt und werden vom weiteren Verfahren zwingend ausgeschlossen.